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Die Dämonenkriege Roman von Hamannt, Michael (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 12.02.2018
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Die Dämonenkriege

Als der Dämonenjäger Ryk bei einem Einsatz seine beiden Gefährten an einen Dämon verliert, den es seit Hunderten von Jahren eigentlich gar nicht mehr geben dürfte, schwört er Rache. Währenddessen gelingt es der Gestaltwandlerin Catara, den wegen Mordes an seinem Vater angeklagten Thronprinzen Ishan aus dem Kerker zu befreien. Doch damit beginnen die Probleme für die beiden erst, denn all die dunklen Vorkommnisse sind nur die Vorboten eines drohenden Kriegs, der die Welt der Schwebenden Reiche in ihren Grundfesten erschüttern wird ... Michael Hamannt studierte Germanistik, Philosophie, Ur- und Frühgeschichte, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Er arbeitet als freier Schriftsteller und liest in seiner Freizeit fantastische Romane und Thriller, schaut gerne gute DVDs und trifft sich mit Freunden zu Spieleabenden. Ein besonderes Faible hat er für Schottland mit seinen grünen Highlands, alten verwunschenen Wäldern und faszinierenden Mythen. Außerdem ist er verrückt nach Katzen und süchtig nach Espresso.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 752
    Erscheinungsdatum: 12.02.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641203948
    Verlag: Heyne
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Die Dämonenkriege

PROLOG

Ostwald, Xe'Neridian
16. Apris, 1026 n. d. Zweiten Dämonenkrieg

D er Morgen war von einem verräterischen Rot. Die Sonnenstrahlen sickerten durch das Blätterdach des Waldes und tropften wie wässriges Blut vor Ryks Füße. Ein Omen, hätte sein seliger Onkel gesagt. Ryk jedoch glaubte nicht an so etwas. Er glaubte an die Jagd, an seinen Auftrag und daran, dass man sich als Dämonenjäger keine Fehler leisten durfte.

Vor einem Tag hatte ihn der Hilferuf aus der Gemeinde Imres, einem kleinen Holzfällerdorf am Westsaum des Waldes, erreicht. Eine Gruppe von sieben Männern war aufgebrochen, um nach frischen Beständen des Arnbaumes zu suchen. Nur einer von ihnen hatte es zurückgeschafft. Schwer verwundet und halb wahnsinnig vor Angst. Aufgrund seiner Verletzungen war der Dorfvorsteher von einem Angriff durch ein Rudel Reißer ausgegangen und hatte sich daraufhin an Ryk gewandt. Es war kaum mehr als ein Routineauftrag, mit ernsthaften Schwierigkeiten rechnete er nicht. Reißer brachen in dieser Gegend immer mal wieder durch die magische Barriere. Gut bezahlt wurde es trotzdem, denn Arnholz war in den Schwebenden Reichen sehr gefragt und damit für die Bewohner von Imres eine profitable Einnahmequelle.

Ryk schloss die Linke fester um den Schaft der Armbrust, während sich der Zeigefinger der anderen Hand eng an den Abzug schmiegte. Sein Blick, den er wie seine übrigen Sinne für die Jagd magisch geschärft hatte, durchforstete die Schatten zwischen den Bäumen. Die Magie fächerte die Dunkelheit für ihn auf und offenbarte ihm deren wahre Farben: wabernde Violett- und Blautöne, durchzogen von Schlieren aus öligem Schwarz.

Er hielt inne, neigte den Kopf zur Seite und lauschte auf die Geräusche, die von überallher an seine Ohren drangen. Das Wispern der Blätter. Vogelrufe. Pfoten, die durch gefallenes Laub huschten. Ryk war eins mit der Jagd. Eins mit dem Wald, den er in all seinen Facetten roch: die würzige Erde, die Blätter, den Kot der Tiere und einen leichten Verwesungsgeruch. Nichts Ungewöhnliches für diese Jahreszeit. Durch die Sohlen seiner Stiefel spürte er den Nachhall von Corrs und Jailars Schritten, seine beiden Gehilfen, die links und rechts von ihm gegangen und nun ebenfalls stehen geblieben waren. Was er hingegen vermisste, war das Stampfen von Klauen, die in wilder Hatz den Boden aufrissen. Nichtsdestotrotz gab es in diesem Teil des Waldes deutliche Hinweise auf die Anwesenheit von Reißern - oder Dämonen, wie die Val'kai im Volksmund genannt wurden. Da waren Pfotenabdrücke im Schlamm und Kratzspuren in der Rinde, wo sie ihre Krallen gewetzt hatten.

"Wo stecken die verfluchten Biester?", fragte Jailar mit angespannter Stimme.

Ryk zuckte zusammen. Aufgrund seiner geschärften Sinne hatten die Worte für ihn so laut geklungen, als hätte der Junge sie ihm direkt ins Ohr gebrüllt. Mit gerunzelter Stirn sah er zu ihm hinüber. Es war nicht das erste Mal an diesem Morgen, dass Jailar gesprochen hatte, obwohl Ryk Schweigen angeordnet hatte. Als er jedoch die Nervosität des Jungen bemerkte, verflog sein Ärger.

Jailar war groß und kräftig, hatte dunkelblondes Haar und war in Braun und Grün gekleidet. Die Farben des Jägers. Seine Augen, die sonst aufmerksam dreinschauten, waren furchtsam geweitet. Schweißperlen glänzten auf seiner Stirn, und er umklammerte das Kurzschwert in seiner Hand so fest, dass die Fingerknöchel weiß hervortraten. Jailar war gerade einmal neunzehn und arbeitete erst seit Kurzem für ihn. Als er sich um die Stelle bewarb, hatte er einen ganz passablen Eindruck gemacht. Als Sohn eines Schwertschmieds war er nicht nur im Herstellungsprozess von Waffen geschult, sondern auch in deren Umgang. Er hatte schnelle Reflexe und schien kühn - oder auch närrisch - genug, um sich freiwillig für den Posten als Gehilfe eines Dämonenjägers zu melden. Und dennoch wirkte er in diesem Augenblick, als wäre er l

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