text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Die Darwin-Kinder Roman von Bear, Greg (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 25.02.2014
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
7,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Die Darwin-Kinder

Eine neue Generation Mensch

Ein Virus, das im Erbgut des Menschen schlummerte, bringt jetzt Tausende genetisch veränderter Babys hervor, deren Sinne sich weiterentwickelt haben. Elf Jahre nach der Entdeckung des Virus werden diese sogenannten Darwin-Kinder von der zutiefst verunsicherten Gesellschaft verfolgt und weggesperrt. Eine kleine Gruppe Wissenschaftler entkommt dem engmaschigen Überwachungsnetz der Regierung und versucht, hinter das Geheimnis der Kinder zu kommen. Es scheint, als würde sich die Welt, wie wir sie kennen, ihrem Ende nähern ...

Greg Bear wurde 1951 in San Diego geboren und studierte dort englische Literatur. Seit 1975 als freier Schriftsteller tätig, gilt er heute als einer der ideenreichsten wissenschaftlich orientierten Autoren der Gegenwart. Etliche seiner Romane wurden zu internationalen Bestsellern.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Erscheinungsdatum: 25.02.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641135867
    Verlag: Heyne
    Größe: 1101kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Die Darwin-Kinder

2

Zentrum zur Erforschung alter Viren, United States Army Medical Research Institute of Infectious Diseases (USAMRIID), Fort Detrick, Maryland

"Es sind Menschen ums Leben gekommen, Christopher", sagte Marian Freedman. "Reicht das nicht als Rechtfertigung dafür, dass wir auf der Hut sein und uns sogar ein wenig verrückt verhalten müssen?"

Auf sein gutes Bein gestützt, humpelte Christopher Dicken neben ihr her und starrte auf die Stahltür am Ende des betonierten Ganges. Die Dienstmarke, die ihn als Mitarbeiter des Nationalen Krebsforschungsinstituts, des NCI, auswies, steckte immer noch an der Brusttasche seines Jacketts. Er hielt einen großen Blumenstrauß mit Rosen und Lilien in der Hand. Die Auseinandersetzung zwischen Marian Freedman und ihm hatte schon an der Rezeption angefangen und sich den ganzen Weg über, durch vier Sicherheitskontrollen hindurch, fortgesetzt.

"Schon seit zehn Jahren ist kein Fall von Shiver mehr diagnostiziert worden", sagte er. "Und noch nie ist jemand aufgrund des Kontakts mit den Kindern erkrankt. Wenn man sie isoliert, hat das nicht biologische, sondern politische Gründe."

Marian griff nach seinem Tagesausweis und zog ihn durch den Scanner. Gleich darauf öffnete sich die Stahltür und gab den Blick auf ein Netz von waagerechten Zugangsröhren aus grünlichem Sonnenschutzglas frei, die wie ein Labyrinth für Hamster über einem mehr als achttausend Quadratmeter großen Becken aus nacktem grauen Beton schwebten. Sie streckte die Hand aus und bedeutete ihm, voranzugehen. "Sie wissen doch aus erster Hand, was Shiver bedeutet."

"Nach ein paar Wochen war es überstanden", bemerkte Dicken.

"Es hat fünf Wochen gedauert und Sie wären beinahe gestorben, verdammt noch mal! Spielen Sie mir hier bloß nicht den tollkühnen Virusjäger vor!"

Dicken trat vorsichtig auf den Laufsteg, da er Tiefendimensionen nur schwer abschätzen konnte. Nur eines seiner Augen war noch intakt, aber auch auf diesem Auge war er sehbehindert, sodass er eine starke Kontaktlinse brauchte. "Der Mann hat seine Frau geschlagen, Marian. Sie war aufgrund einer schwierigen Schwangerschaft krank. Hatte Stress und Schmerzen."

"Stimmt", erwiderte Marian. "Aber das traf doch sicher nicht auf Mrs. Rhine zu, oder?"

"Da lag das Problem woanders", räumte Dicken ein.

Freedman ließ sich zu einem dünnen Lächeln herab. Zuweilen offenbarte sie Witz von beißender Schärfe, allerdings schien ihr wirklicher Humor völlig fremd zu sein. Pflichterfüllung, harte Arbeit, Forschung und ein würdevolles Auftreten bestimmten ihren engen Lebenskreis. Marian Freedman war eine überzeugte Feministin und hatte nie geheiratet. Sie war eine der besten und engagiertesten Wissenschaftlerinnen, denen Dicken je begegnet war.

Während sie nebeneinander auf dem Aluminiumlaufsteg hergingen und den Weg in nördliche Richtung einschlugen, passte sie ihr Tempo seinem Schritt an. Hohe Stahlzylinder erwarteten sie am Ende der Zugangsröhren, Aufzugschächte für die Fahrstühle, die zu Kammern unterhalb der fugenlosen Betonfläche führten. Die Zylinder trugen große viereckige "Hüte" – gasbetriebene Hochtemperaturöfen, die jeden Luftzug sterilisierten, der aus den darunter liegenden Einrichtungen drang.

"Willkommen in Augustine's Haus. Wie geht's Mark eigentlich?"

"Bei unserer letzten Begegnung wirkte er nicht sonderlich glücklich."

"Ehrlich gesagt, wundert mich das gar nicht, obwohl ich natürlich Milde walten lassen sollte. Schließlich hat

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen