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Die fünfte Welle Roman von Yancey, Rick (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.04.2014
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
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Die fünfte Welle

Die erste Welle brachte Dunkelheit. Die zweite Zerstörung. Die dritte ein tödliches Virus. nach der vierten Welle gibt es nur noch eine Regel fürs Überleben: Traue niemandem! Das hat auch Cassie lernen müssen, denn seit der Ankunft der Anderen hat sie fast alles verloren: Ihre Freunde und ihre Familie sind tot, ihren kleinen Bruder haben sie mitgenommen. Das Wenige, was sie noch besitzt, passt in einen Rucksack. Und dann begegnet sie Evan Walker. Er rettet sie, nachdem sie auf der Flucht vor den Anderen angeschossen wurde. Eigentlich weiß sie, dass sie ihm nicht vertrauen sollte. Doch sie geht das Risiko ein und findet schon bald heraus, welche Grausamkeit die fünfte Welle für sie bereithält ... Rick Yancey ist ein preisgekrönter Autor, der mit seiner Trilogie "Die fünfte Welle" die internationalen Bestsellerlisten stürmt. Wenn er nicht gerade schreibt, darüber nachdenkt, was er schreiben könnte, oder das Land bereist, um übers Schreiben zu reden, verbringt er seine Zeit am liebsten mit seiner Familie in seiner Heimat Florida.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 496
    Erscheinungsdatum: 14.04.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641120153
    Verlag: Goldmann
    Originaltitel: The Fifth Wave Vol. 1
    Größe: 1604 kBytes
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Die fünfte Welle

II. TEIL - WONDERLAND

- 25. Kapitel -

Nennt mich Zombie.

Kopf, Hände, Füße, Rücken, Bauch, Beine, Arme, Brust - alles tut mir weh. Selbst Blinzeln tut weh. Deshalb versuche ich, mich nicht zu bewegen, und ich versuche, nicht zu viel an die Schmerzen zu denken. Ich versuche, nicht zu viel nachzudenken, Punkt. In den vergangenen drei Monaten habe ich genug von der Seuche gesehen, um zu wissen, was mir bevorsteht: ein totaler Systemausfall, beginnend mit dem Gehirn. Der Rote Tod verwandelt das Gehirn in Kartoffelbrei, bevor sich die übrigen Organe verflüssigen. Man weiß nicht mehr, wo man ist, wer man ist, was man ist. Man wird zu einem Zombie, einem wandelnden Toten - wenn man noch die Kraft hätte, um zu wandeln, die man nicht hat.

Ich sterbe. Das weiß ich. Siebzehn Jahre alt, und die Party ist zu Ende.

Kurze Party.

Vor sechs Monaten waren meine größten Sorgen, die Chemieprüfung zu bestehen und einen Ferienjob zu finden, der gut genug bezahlt war, damit ich die Überholung des Motors meiner 69er Corvette fertigstellen konnte. Und als das Mutterschiff zum ersten Mal auftauchte, nahm das natürlich einen Teil meiner Gedanken in Anspruch, doch nach einer Weile verblasste es und hatte nur noch einen fernen vierten Rang inne. Ich sah mir wie alle anderen die Nachrichten an und verbrachte zu viel Zeit damit, Links zu witzigen YouTube-Videos darüber weiterzuleiten, aber ich glaubte nie, dass es mich irgendwann persönlich betreffen würde. Im Fernsehen all die Demonstrationen, Protestmärsche und Ausschreitungen zu sehen, die vor dem ersten Angriff stattfanden, war, als würde man sich einen ausländischen Spielfilm oder Nachrichtenbeitrag anschauen. Es hatte nicht den Anschein, als würde mich irgendetwas davon betreffen.

Sterben ist dem Ganzen gar nicht so unähnlich. Man hat nicht das Gefühl, als sei man davon betroffen ... bis man davon betroffen ist.

Ich weiß, dass ich sterbe. Das muss mir niemand sagen.

Chris, der Typ, der sein Zelt mit mir geteilt hat, bevor ich krank wurde, sagt es mir trotzdem: "Mann, ich glaube, du stirbst." Er hockt mit weit aufgerissenen Augen vor dem Zelteingang und blickt starr über den schmutzigen Lumpen, den er sich an die Nase presst.

Chris ist gekommen, um nach mir zu sehen. Er ist ungefähr zehn Jahre älter als ich, und ich habe den Eindruck, dass er mich als eine Art kleinen Bruder betrachtet. Oder vielleicht ist er auch nur gekommen, um nachzusehen, ob ich noch lebe; er ist in diesem Teil des Flüchtlingslagers für die Entsorgung zuständig. Die Feuer brennen Tag und Nacht. Tagsüber hängt dichter, beißender Nebel über dem Lager, das den Wright-Patterson-Luftwaffenstützpunkt umgibt. Nachts taucht der Schein des Feuers den Rauch in ein tiefes Purpurrot, als würde die Luft selbst bluten.

Ich ignoriere seine Bemerkung und frage ihn, was er aus Wright-Patterson gehört hat. Der Stützpunkt ist komplett abgeriegelt, seit die Zeltstadt nach dem Angriff auf die Küsten aus dem Boden schoss. Niemand darf hinein oder heraus. Sie versuchen, den Roten Tod in Schach zu halten, oder zumindest sagen sie uns das. Hin und wieder kommen ein paar gut bewaffnete und in Chemikalienschutzanzüge verpackte Soldaten mit Wasser und Essensrationen zum Haupttor heraus und sagen uns, es bestünde kein Grund zur Besorgnis, dann verschwinden sie wieder nach drinnen und überlassen uns unserem Schicksal. Wir brauchen Medikamente. Sie sagen uns, es gäbe kein Mittel gegen die Seuche. Wir brauchen sanitäre Einrichtungen. Sie geben uns Schaufeln, damit wir einen Graben ausheben. Wir brauchen Informationen. Was zum Teufel geht vor sich? Sie sagen uns, sie wüssten es nicht.

"Sie wissen gar nichts", sagt Chris zu mir. Er ist ziemlich dünn, hat schütteres Haar und war Buchhalter, bevor die Angriffe Buchhaltung überflüssig machten. "Niemand weiß irgendwas. Nur einen Haufen Gerüchte, bei denen alle so tun, als würde es s

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