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Die Flammen der Dämmerung Roman von Brett, Peter V. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.03.2013
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Die Flammen der Dämmerung

Der Krieg um das Schicksal der Menschheit hat begonnen
Die Menschheit ist gefangen in einem Albtraum: Jede Nacht steigen Dämonen aus dem Boden empor und machen Jagd auf alle Lebewesen. Nur wenige wagen es, diesen Kreaturen zu widerstehen, unter ihnen Arlen, der tätowierte Mann, und Jardir, der Anführer der Wüstenkrieger. Doch die Welt duldet nur einen Erlöser der Menschheit, und ein Krieg scheint unvermeidlich - während sich in den Tiefen der Finsternis das Heer der Dämonen zum Marsch rüstet und eine blutige Zukunft heraufdämmert. Der letzte Kampf um die Rettung der Menschheit vor den Dämonen der Nacht beginnt.

Peter V. Brett, 1973 geboren, studierte Englische Literatur und Kunstgeschichte in Buffalo und entdeckte Rollenspiele, Comics und das Schreiben für sich. Danach arbeitete er zehn Jahre als Lektor für medizinische Fachliteratur, bevor er sich ganz dem Schreiben von fantastischer Literatur widmete. Mit seinen Romanen und Erzählungen aus der Welt von "Das Lied der Dunkelheit" hat er die internationalen Bestsellerlisten gestürmt. Peter V. Brett lebt in Brooklyn, New York.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 1056
    Erscheinungsdatum: 11.03.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641076795
    Verlag: Heyne
    Serie: Dämonensaga Bd.3
    Originaltitel: The Daylight War
    Größe: 4539 kBytes
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Die Flammen der Dämmerung

1

Arlen

333 NR – Sommer
30 Morgendämmerungen vor Neumond

R enna küsste Arlen noch einmal. Eine sanfte Brise strich über den dünnen Schweißfilm auf ihren Körpern und kühlte sie, während sie in der heißen Nacht keuchten.

"Ich habe mich schon gefragt, ob du unter dieser Stoffwindel auch tätowiert bist", sagte sie. Sie kuschelte sich dicht an ihn heran, legte den Kopf auf seine nackte Brust und lauschte dem Schlag seines Herzens.

Arlen lachte und legte seinen Arm um sie. "Das Ding nennt man Bido. Und selbst meine Besessenheit hat Grenzen."

Renna hob den Kopf und flüsterte ihm ins Ohr: "Vielleicht brauchst du nur einen Bannzeichner, dem du vertraust. Es ist die Pflicht einer Ehefrau, sich gut um das zu kümmern, was sich im Bido ihres Mannes befindet. Ich könnte dich mit Schwarzstängelsaft bemalen ..."

Arlen schluckte, und sie sah, dass sich seine Haut rötete. "Die Siegel würden ihre Form verändern, noch während du sie zeichnest."

Renna lachte, schlang die Arme um ihn und ließ den Kopf wieder auf seine Brust sinken.

"Manchmal frage ich mich, ob ich verrückt bin", sagte sie dann.

"Warum?"

"Gelegentlich kommt es mir vor, als säße ich immer noch in Selias Spinnstube und würde ins Leere starren. Alles, was seitdem passiert ist, erscheint mir wie ein Traum. Vielleicht hat meine Fantasie mich nur an einen sonnigen Ort versetzt, und da hänge ich nun fest."

"Du hast eine merkwürdige Vorstellung von einem sonnigen Ort", fand Arlen.

"Überhaupt nicht", widersprach Renna. "Ich bin Harl und diese verfluchte Farm losgeworden, fühle mich stärker, als ich es je für möglich gehalten hätte, und tanze des Nachts unter freiem Himmel." Mit der Hand vollführte sie eine weitausholende Geste. "Alles glänzt in bunten Farben." Sie sah ihn an. "Und ich bin mit Arlen Strohballen zusammen. Für mich kann es keinen sonnigeren Ort geben."

Renna biss sich auf die Lippe, als die Worte in ihr hochsprudelten. Worte, die sie oft gedacht, aber niemals laut auszusprechen gewagt hatte. Teils zögerte sie, weil sie Arlens Reaktion fürchtete, aber auch sie selbst hegte viele Zweifel. Alle Gerber-Schwestern hatten sich bereitwillig in das Bett des erstbesten anständigen Mannes gelegt, den sie trafen, aber war eine von ihnen jemals verliebt gewesen?

Als sie noch Kinder waren, hatte Renna geglaubt, sie würde Arlen lieben, aber sie kannte ihn nur von fern; mittlerweile wusste sie, dass ihre Zuneigung weniger dem Jungen selbst galt, sondern den Eigenschaften, die sie ihm in ihrer Fantasie angedichtet hatte.

Im letzten Frühling hatte Renna sich eingeredet, sie würde Cobie Fischer lieben, aber jetzt wusste sie, dass sie sich selbst etwas vorgemacht hatte. Cobie war kein übler Bursche gewesen, aber Renna hätte vermutlich auch jeden anderen Mann, der zu Harls Farm gekommen wäre, verführt. Sie hätte alles getan, nur um wegzukommen, denn überall war es besser als dort, und jeder dahergelaufene Mann war besser als ihr Dad.

Aber Renna hatte das Lügen satt. Und sie war es leid, zu schweigen.

"Ich liebe dich, Arlen Strohballen", sagte sie.

Ihr Mut verließ sie, sobald ihr die Worte entschlüpft waren, und sie hielt den Atem an. Aber ohne zu zögern, zog Arlen sie

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