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Die Klinge des Waldes Roman von Buckingham, Royce (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.10.2018
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Die Klinge des Waldes

Als naive Prinzessin wurde sie verstoßen, als starke selbstbewusste Frau kehrt sie zurück.
Als Thronerbinnen des Waldkönigreichs Strata führen Flora und ihre ältere Schwester Amora ein behütetes Leben. Doch dann trifft Flora aus Liebe zu ihrer Schwester eine fatale Entscheidung, mit schrecklichen Konsequenzen. Sie wird von ihrem eigenen Vater verbannt und sieht sich plötzlich mit der wirklichen Welt, außerhalb des Palastes, konfrontiert. Von ihrer letzten Vertrauten verraten, ist Flora dem Tode nahe und endgültig auf sich gestellt. Doch sie ist nicht bereit aufzugeben. Flora kämpft und überlebt. Aus dem naiven Mädchen wird eine starke junge Frau, die bereit ist zu kämpfen, um die zu retten, die sie liebt ...

Royce Buckingham, geboren 1966, begann während seines Jurastudiums an der University of Oregon mit dem Verfassen von Fantasy-Kurzgeschichten. Sein erster Roman "Dämliche Dämonen" begeisterte weltweit die Leser und war insbesondere in Deutschland ein riesiger Erfolg. Gemeinsam mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen lebt Royce Buckingham in Bellingham, Washington. Er arbeitet zurzeit an seinem nächsten Roman.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 704
    Erscheinungsdatum: 15.10.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641227319
    Verlag: Blanvalet
    Originaltitel: Princess Assassin
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Die Klinge des Waldes

Kapitel 2

Könige und Königinnen

"Bist du zornig, Vater?", fragte Flora.

"Nein", antwortete König Leonard Evangelin.

Mit siebenunddreißig Jahren war ihr königlicher Vater körperlich immer noch kräftig, nun aber eher sehnig als muskulös. Obwohl er früher ein schwergewichtiger Mann gewesen war, klagte Floras Mutter, dass sein Appetit in letzter Zeit vor Sorge gelitten habe. Das Herrschen hatte den Großkater, wie seine Waldkrieger ihn nannten, altern lassen. Sie respektierten ihn, denn er war ein zuverlässiger, entschiedener und gerechter Mann. Aber nun saß er rastlos vor seiner Tochter auf dem Thron in der Lichtungshalle wie ein Kater, der sich bereit machte, sich auf jemanden zu stürzen oder zu fliehen oder einfach frustriert zu miauen.

Natürlich ist er zornig, dachte Flora. Er hat gerade den Befehl gegeben, einen Jungen von einem Baum zu werfen!

"Ich muss dir lediglich eine Frage stellen", fuhr er fort. "Man hat einen Jungen aus dem gemeinen Volk unbekleidet im Zimmer deiner Schwester gefunden, wo sein unteres Glied steif wie ein Ast hervorragte. Amora sagt, eine deiner Dienerinnen habe ihn dort hingebracht. Die kleine Egmont. Das Mädchen bestreitet es. Was hast du dazu zu sagen?"

"Er ist tot, nicht wahr?"

Der Großkater knurrte. Es war nicht die Antwort, die er hören wollte. "Er ist verurteilt worden. Er gehört der Vergangenheit an. Es ist passiert. Und zu Recht, wie es mein Gesetzesgeber bestätigt hat." Er deutete auf den Mann in Amtsrobe an seiner Seite, Benavere Schuster, der zurücknickte. "Jetzt erklär mir, wie ein nackter Grundling im Zimmer einer Prinzessin auftauchen konnte."

"Ich habe ihn nicht dort hingebracht."

"Natürlich nicht. Nicht du. Das weiß ich. Du bist mein zarter grüner Zweig. Aber ich wette, du weißt, wer es getan hat ... nicht wahr?"

Flora sah, dass er darum kämpfte, vor seinem beträchtlichen Publikum ruhig zu bleiben - vor Amora, Schuster, seiner Lichtungswache, dem irritierenden Meistermönch, der Flora immer auf die Finger schlug, wenn sie im Unterricht uralte Namen falsch aussprach. Und vor meiner Mutter. Es waren nicht sehr viele Menschen, aber sehr wichtige. Auch Eggie war da. Das Fehlen von Enics Familie fiel auf. Ihr königlicher Vater würde sich später persönlich mit ihnen treffen, um das Urteil und die schnelle Bestrafung zu erklären. Allzu schnell - Enic hätte dir sagen können, wer ihn nach oben gebeten hat, wenn du ihn nicht getötet hättest, du verrückter Kater! Die Familie bekam erst Gelegenheit, Beschwerden zu äußern, nachdem das Urteil bereits vollstreckt war. Aber wie sollen sie sich beschweren? Ein Stalljunge hatte nichts im Zimmer einer Prinzessin zu suchen - schon gar nicht nackt . Außerdem würde ihr Vater dafür sorgen, dass Enics Familie alle ausstehenden Löhne bekam, die der Stalljunge verdient hatte. Er ist ein guter, gerechter Mann, dachte Flora, aber auch ein Mann voller Launen. Es war klug, das nicht zu vergessen.

Eggie stand starr und mit steinerner Miene da - steif wie ein Ast. Sie wurde von einer Lichtungswache flankiert, deren riesige Hand auf ihrer Schulter lag. Sie betrachtete Flora mit dem gleichen intensiven Blick, wie wenn sie darüber nachgrübelte, wie man ein Schubkarrenrad reparieren konnte. Oder ein Becken mit stehendem Wasser. Amora saß krumm wie eine gescholtene Hündin vor ihrer königlichen Mutter, die ihr beruhigend den Rücken tätschelte. Ihre Wangen waren tränenüberströmt, und sie sah Flora mit flehenden Augen an. Die Konsequenzen waren ernst. Ein Junge war tot. Nur ein Junge aus dem niederen Volk, den Göttern sei gedankt, aber trotzdem ... Amora sollte sich ihre Unschuld für einen Prinzen aufsparen, der eines Tages kommen würde, nicht für irgendeinen Grundling mit einem steifen Ast. Eggie kam aus de

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