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Die Kriegerin der Himmelsscheibe 1 von Hohlbein, Wolfgang (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.04.2016
  • Verlag: Fahrenheit
eBook (ePUB)
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Die Kriegerin der Himmelsscheibe 1

Das Land wird von Naturkatastrophen heimgesucht. Gewaltige Feuersbrünste brennen alles Leben nieder, entfesselte Stürme vernichten ganze Wälder und Siedlungen. Hilflos stehen die Menschen dem Unheil gegenüber. Einzig die Heilerin Arri könnte den Untergang noch verhindern - mithilfe der geheimnisvollen Himmelsscheibe, der übersinnliche Kräfte zugeschrieben werden. Doch die Scheibe ist verschwunden, und Arri gerät unter einen schrecklichen Verdacht. Flucht scheint der einzige Ausweg. Doch ihre Feinde sind ihr dicht auf den Fersen ...
"Die Kriegerin der Himmelsscheibe" - jetzt in 2 Einzelbänden oder als preiswerter Gesamtband!

Wolfgang Hohlbein, Jahrgang 1953, war Industriekaufmann, bevor er 1982 mit seinem Debüt "Märchenmond" einen Autorenwettbewerb gewann. Seitdem schreibt er einen Erfolgsroman nach dem anderen und gilt als der Großmeister der deutschen Phantastik. Titel wie "Die Tochter der Himmelsscheibe", "Das Avalon-Projekt" sowie der "Enwor"-Zyklus wurden bei Piper zu Bestsellern. Zuletzt erschienen "Die Kriegerin der Himmelsscheibe" sowie sein Schlüsselwerk "Infinity. Der Turm". Wolfgang Hohlbein lebt mit seiner Familie und vielen Haustieren in der Nähe von Düsseldorf.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 263
    Erscheinungsdatum: 01.04.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783492982856
    Verlag: Fahrenheit
    Größe: 600kBytes
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Die Kriegerin der Himmelsscheibe 1

Kapitel 2

Zakaan spürte ein Kribbeln in den Fingerspitzen, ein Gefühl an der Wahrnehmungsgrenze, so zart und sacht, dass er es fast nicht bemerkt hätte. Lange Zeit hatte er auf diesen Augenblick gewartet, viel zu lange schon, und obwohl er oft genug versucht hatte, in die Szene, die ihn jetzt erwartete, hineinzutauchen, war ihm doch so, als entglitte ihm nun alles, als verflüchtige sich mit jedem Atemzug ein Stück seiner Sicherheit.

Wie schon unzählige Male zuvor saß er am Feuer, und doch war alles ganz anders als sonst. Es war nicht Tag, es war nicht Nacht, es war die Zeit dazwischen, die Zeit im Nirgendwo, in der der Mond gerade noch als fahle gelbe Sichel sichtbar war und sich die Sonne doch schon zaghaft vorschob, um die Welt in das gleiche Blutrot zu tauchen, das ein Kind sah, bevor es Ygdra aus dem Schoß seiner Mutter als Neugeborenes in die Welt entließ. Und Ygdra war es auch, die ihm als Göttin der Fruchtbarkeit das Fleisch der Göttin angeboten hatte. Doch dazu hatte er erst einmal die ganze Nacht über mit großer Sorgfalt alle notwendigen Rituale vollziehen müssen, um sich dann im Licht der blutigen Morgensonne ganz der geheimen Pilzmischung der Göttin hingeben zu können.

Zakaan tat dies mit aller Vorsicht, und auch nur dann, wenn er es als wirklich notwendig empfand. Der Pilzgenuss konnte schlimme Folgen haben, zu Krämpfen führen, zu dauerhaften Wahnvorstellungen, oder sogar tödlich enden. Doch dieses Wagnis musste er eingehen. Es gab so vieles, was er zu klären hatte, und so viele Antworten, die ihm Ragok der Bezwinger vollkommen zu Recht abverlangte, um zu entscheiden, wie es im Kampf um Urutark weitergehen sollte.

Und ganz nebenbei wäre er auch bereit, sein eigenes, ohnehin schon viel zu lange währendes Leben zu opfern, wenn sein Volk dadurch nur endlich zur Ruhe kam. Und vielleicht auch nur, wenn es irgendwie weiterging, wenn wieder gesunde Kinder geboren wurden und zumindest die Chance hatten, in einer Welt aufzuwachsen, die lebenswert war und so fest gefügt, dass sie auch das Erwachsenenalter erreichen konnten. Es durfte so nicht mehr weitergehen, es musste sich etwas ändern, und zwar ganz schnell!

Ragok sah es ganz genau so. Bei ihrer Ankunft hier vor zwei Tagen hatte der Herrscher des zusammengeschmolzenen Haufens nach oben geblickt und gesagt: "Siehst du das da oben, alter Freund? Es sieht ganz danach aus, als würdest du dort nach langer Zeit endlich wieder Steine für einen Kreis der Ygdra finden. Dies ist ein gutes Omen. Ygdra wird dir dabei helfen, den Beistand der Stammväter zu erflehen. Und wenn du es richtig anstellst, wird sie dir zeigen, wo wir die Himmelsscheibe finden können, um mit ihrer Hilfe den Sieg zu erringen!"

Zakaan hatte nur genickt, während sich Ragok weiter umgesehen hatte, um zu entscheiden, wo sie für die nächsten Nächte lagern und vielleicht sogar ein paar einfache Hütten errichten konnten. Es war beschlossene Sache, mit allen weiteren Schritten auf die Rückkehr der Kundschafter zu warten, die sowohl nach Urutark als auch nach Arianrhod und der Himmelsscheibe Ausschau halten sollten. Und fast noch wichtiger für eine glückliche Wendung ihres Schicksals war, dass er sich selbst mit dem Geist der Stammväter verband und mit ihnen um das künftige Schicksal seines Volkes rang, bevor sie sich auf das Abenteuer einer Auseinandersetzung mit Dragosz einließen.

"Also geh nach oben, lass dir von allen verfügbaren Männern und Frauen helfen, und baut einen Steinkreis", befahl Ragok. "Und lasst euch nicht zu viel Zeit damit. In den nächsten Tagen stehen große Entscheidungen an."

Zakaan war der Aufforderung gefolgt, so gut es ging. Sie hatten bereits etliche Findlinge zusammengetragen, den Steinkreis selbst aber mit den wenigen helfenden Händen, die ihnen zur Verfügung standen, noch nicht errichten können. Es fehlte ihnen an allem, an Trommeln, Rasseln und Pfeifen, an der farbenfrohen Kleidung, die a

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