text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Die Kriegerin der Himmelsscheibe 2 von Hohlbein, Wolfgang (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.04.2016
  • Verlag: Fahrenheit
eBook (ePUB)
3,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Die Kriegerin der Himmelsscheibe 2

Das Land wird von Naturkatastrophen heimgesucht. Gewaltige Feuersbrünste brennen alles Leben nieder, entfesselte Stürme vernichten ganze Wälder und Siedlungen. Hilflos stehen die Menschen dem Unheil gegenüber. Einzig die Heilerin Arri könnte den Untergang noch verhindern - mithilfe der geheimnisvollen Himmelsscheibe, der übersinnliche Kräfte zugeschrieben werden. Doch die Scheibe ist verschwunden, und Arri gerät unter einen schrecklichen Verdacht. Flucht scheint der einzige Ausweg. Doch ihre Feinde sind ihr dicht auf den Fersen ... "Die Kriegerin der Himmelsscheibe" - jetzt in 2 Einzelbänden oder als preiswerter Gesamtband! Wolfgang Hohlbein, Jahrgang 1953, war Industriekaufmann, bevor er 1982 mit seinem Debüt "Märchenmond" einen Autorenwettbewerb gewann. Seitdem schreibt er einen Erfolgsroman nach dem anderen und gilt als der Großmeister der deutschen Phantastik. Titel wie "Die Tochter der Himmelsscheibe", "Das Avalon-Projekt" sowie der "Enwor"-Zyklus wurden bei Piper zu Bestsellern. Zuletzt erschienen "Die Kriegerin der Himmelsscheibe" sowie sein Schlüsselwerk "Infinity. Der Turm". Wolfgang Hohlbein lebt mit seiner Familie und vielen Haustieren in der Nähe von Düsseldorf.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 241
    Erscheinungsdatum: 01.04.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783492982863
    Verlag: Fahrenheit
    Größe: 591 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Die Kriegerin der Himmelsscheibe 2

Kapitel 14

Arri stieß einen leisen Seufzer aus, der in ihren eigenen Ohren wie der einer alten Frau klang, die voller Wehmut auf ein langes Leben zurückblickt. Vielleicht lag es daran, dass sie sich ganz ähnlich fühlte, wenn sie an die Zeit mit Dragosz dachte ...

Alles gönnte ihm Arri, den Aufstieg in die ewige Halle der Mächtigen, die nur ganz wenigen Helden vorbehalten war, und einen ruhmvollen Platz unter seinen Vorvätern. Aber es gab auch etwas, das sie ihm missgönnte: dort wieder mit Surkija zusammenzutreffen und sie für die Ewigkeit als Frau zu nehmen.

Das durfte nicht sein! Ihr stand es zu, mit Dragosz die Ewigkeit zu verleben, niemandem sonst!

Als sie ein Geräusch vor der Hütte hörte, in die Taru und Rar sie vor nun schon drei Tagen in einem lächerlichen Triumphzug geschleppt hatten, schreckte sie auf. Sie wusste nicht, was da draußen vor sich ging. Die großen Blätter vor dem Eingang der Hütte raschelten schon seit einer ganzen Weile im auffrischenden Wind und gaukelten Bewegungen vor, die es dort gar nicht gab.

So auch diesmal. Arri erwartete nicht ernsthaft, dort Taru auftauchen zu sehen - jedenfalls nicht, solange Amar nicht mit dem Ältestenrat gesprochen hatte, um festzulegen, wann und wo man ihr nun endlich den Prozess machte.

Sie atmete tief durch und versuchte, sich zu beruhigen. Sie hatte so viel Zeit gehabt, über alles Mögliche nachzudenken, dass sich ihre Gedanken schon wiederholten: wie die endlosen Tage im Winter, wenn draußen der Schneesturm ums Haus peitscht. Und mit ihnen kehrten auch die schrecklichen Gefühle immer wieder zurück, die ihr erst richtig klar machten, wie einsam sie jetzt war. Da wäre es ihr schon lieber gewesen, irgendjemand wäre gekommen, am besten natürlich Isana. Bislang hatte sie Kenans Tochter jeden Tag besucht, um ihr etwas zu essen zu bringen und zu versuchen, sie mit ein paar lockeren Worten aufzuheitern.

Es war zwar traurig, aber wahr: Das zierliche Mädchen war die Einzige, die ihr weiter so unbefangen begegnete, als wäre nichts geschehen - ganz im Gegensatz zu ihren anderen sogenannten Freunden, die johlend verfolgt hatten, wie Taru und Rar sie hierher geschleppt hatten. Arri nahm es ihnen noch nicht einmal übel, das Räubermärchen geglaubt zu haben, das die beiden über ihre angebliche Flucht verbreitet hatten. Aber dass sie wirklich glaubten, sie habe das ganze Dorf am Tag des Festes vergiften wollen, war ungeheuerlich.

Ungeheuerlich, und doch auch wieder nicht wichtig. Wenn nur endlich Isana käme! Oder irgendein anderer, der sie aus ihren düsteren Gedanken riss!

Aber nichts dergleichen geschah. Mittlerweile hätte sie es schon begrüßt, wenn sich bloß Taru oder Amar hier hätten sehen lassen. Ja, selbst wenn es Nor irgendwie geschafft hätte, sich aus seinem Korbstuhl zu erheben und herzukommen, hätte sie das als eine willkommene Ablenkung von ihren düsteren Gedanken empfunden.

So aber musste sie immer wieder an das Gespräch mit ihm zurückdenken. Alles, jeden einzelnen Satz, hatte sie in ihren Gedanken bestimmt tausendmal wiederholt. Diese Geschichte mit der Krankheit, mit der Heimat, der sie alle gemeinsam entstammten, heimlich - das kam ihr wie ein einziger Albtraum vor. Immer wieder versuchte sie sich in Erinnerung zu rufen, was ihr die Mutter aus ihrer Heimat erzählt hatte. Und das versuchte sie in Übereinstimmung damit zu bringen, was sie von Goseg wusste - und dem, was sie bei den Rakern erlebt hatte.

Stimmte es wirklich, dass sie eigentlich alle nur ein einziges Volk waren? Und dass sie die Himmelsscheibe brauchten, um die Gefahr einer schrecklichen Krankheit zu bannen?

"Frag deine Mutter, Kind", hatte Nor gesagt. "Vertrau dich ihrem Rat an. Sie wird dich leiten!"

Sie spürte ja, dass er damit recht gehabt hatte. Sie versuchte sich auf die Stimme ihrer Mutter zu konzentrieren, irgendwie einen Zugang zu ihr zu finden. Aber es wollte ihr einfach nicht gelingen.

Die ein

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen