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Die Leben des Lazarus Long Roman von Heinlein, Robert A. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.09.2018
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Die Leben des Lazarus Long

Er heißt Lazarus Long, oder Woodrow Wilson Smith, oder Aaron Sheffield, oder ... Lazarus Long ist der älteste Mensch der Welt. So alt, dass er sich selbst nicht mehr an all die Namen erinnert, die er getragen hat. Ebenso wenig wie an alle Leben, die er gelebt, an alle Frauen, die er verführt und an alle Planeten, die er erobert hat. Doch nichts liebt Lazarus Long so sehr wie das Leben selbst, und so bricht er nun auf in ein neues Abenteuer quer durch Raum und Zeit ... Robert A. Heinlein wurde 1907 in Missouri geboren. Er studierte Mathematik und Physik und verlegte sich schon bald auf das Schreiben von Science-Fiction-Romanen. Neben Isaac Asimov und Arthur C. Clarke gilt Heinlein als einer der drei Gründerväter des Genres im 20. Jahrhundert. Sein umfangreiches Werk hat sich millionenfach verkauft, und seine Ideen und Figuren haben Eingang in die Weltliteratur gefunden. Die Romane Fremder in einer fremden Welt und Mondspuren gelten als seine absoluten Meisterwerke. Heinlein starb 1988.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 992
    Erscheinungsdatum: 10.09.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641180454
    Verlag: Heyne
    Originaltitel: Time Enough for Love
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Die Leben des Lazarus Long

Einführung

Über die Geschichtsschreibung

Die Geschichte steht zur Wahrheit im gleichen Verhältnis wie die Theologie zur Religion - nämlich in gar keinem.

- L. L.

D ie Große Diaspora der Menschenrasse, die vor mehr als zweitausend Jahren mit der Erfindung des Libby-Sheffield-Antriebs einsetzte und bis zum heutigen Tage fortdauert, ohne sich im Geringsten zu verlangsamen, machte eine kontinuierliche oder auch nur parallele Geschichtsschreibung unmöglich.

Im einundzwanzigsten Jahrhundert gregorianischer Zeitrechnung 1 waren unsere Vorfahren auf der Alten Erde in der Lage, ihre Zahl pro Jahrhundert dreimal zu verdoppeln, vorausgesetzt, sie besaßen den nötigen Raum und die nötigen Rohstoffe.

Der Sternenantrieb sorgte für beides. Homo sapiens breitete sich in diesem Teil der Galaxis mit vielfacher Lichtgeschwindigkeit aus und vermehrte sich wie Hefe.

Hätte sich die Verdoppelung im Rhythmus des einundzwanzigsten Jahrhunderts vollzogen, so müssten wir jetzt mit einer Größenordnung von 7 × 10 9 × 2 68 rechnen - eine so gigantische Zahl, dass sie unsere Vorstellungskraft bei Weitem übersteigt; lediglich ein Computer vermag sie auszudrücken: 7 × 10 9 × 268 = 2 066 035 336 255 469 780 992 000 000 000 - das sind mehr als zweitausend Millionen Milliarden Trillionen Menschen - das entspricht einer Proteinmasse, die fünfundzwanzig Millionen Mal größer ist als die gesamte Masse von Sol- III , dem Ursprungsplaneten unserer Rasse.

Absurd.

Sagen wir besser, es wäre absurd gewesen, hätte nicht die Große Diaspora stattgefunden; denn unsere Rasse besaß zwar das Potenzial, sich dreimal pro Jahrhundert zu verdoppeln, war aber gleichzeitig in der kritischen Phase angelangt, wo sie sich kaum einmal verdoppelte: Sie hatte jenen Knick in der Kurve des Wachstumsgesetzes erreicht, wo man die Population nur dadurch in einem unsicheren Gleichgewicht halten kann, indem man eine ausreichende Menge Menschen schnell genug umbringt - es sei denn, sie ersticken ohnehin in den eigenen Abgasen, begehen Selbstmord durch totalen Krieg oder stolpern in eine andere Form der malthusischen Endlösung.

Aber die Menschheit hat sich (so glauben wir) nicht zu dieser monströsen Masse aufgebläht, da wir die Basiszahl für die Diaspora nicht mit sieben Milliarden ansetzen können; sie betrug zu Beginn der Ära höchstens ein paar Millionen plus der ungezählten kleinen Gruppen, die im Laufe der letzten zweitausend Jahre von der Erde und den Kolonieplaneten zu noch weiter entfernten Welten der Galaxis aufbrachen.

Wir sind nicht mehr in der Lage, vernünftige Schätzungen über die Zahl der Menschen anzustellen; wir wissen nicht einmal annähernd, wie viele kolonisierte Planeten existieren. Mit Sicherheit können wir sagen, dass es über zweitausend besiedelte Welten und über fünfhundert Milliarden Menschen gibt. Aber die Zahl der besiedelten Welten könnte doppelt so hoch sein - die der Menschheit sogar das Vierfache betragen. Oder mehr.

Selbst die demografischen Aspekte der Geschichtsschreibung sind demnach unmöglich zu erfassen. Die Daten stimmen nicht mehr, wenn sie bei uns eintreffen, und sind stets unvollständig ... dabei so umfangreich und so unterschiedlich in ihrer Zuverlässigkeit, dass ich Hunderte von Mitarbeitern und Computern beschäftige, um das Material zu sichten, zu vergleichen, zu interpolieren, zu extrapolieren und gegen andere Informationen abzuwägen, bevor es Eingang in das Archiv findet. Wir bemühen uns, die Wahrscheinlichkeitsquote zwischen 95 und 85 Prozent zu halten; aber wir sinken allmählich auf 89 beziehungsweise 81 Prozent ab - und es wird mit jedem Jahrzehnt schlimmer.

Auswanderer schicken nur selten Berichte an die Heimatregierung. Sie haben genug damit zu tun, sich durchzuschlagen, Kinder in die neue Welt z

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