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Die Mentaten des Wüstenplaneten Roman von Herbert, Brian (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 12.12.2016
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Die Mentaten des Wüstenplaneten

Intrigenspiel in ferner Zukunft In der fernen Zukunft haben die Menschen das Weltall besiedelt, doch das menschliche Denken ist noch immer bestimmt von Machtgier, Korruption und Rachegelüsten: Gilbertus Albans hat eine Schule für Mentaten gegründet, in der Menschen das effiziente Denken der künstlichen Intelligenzen erlernen. Währenddessen will Valya Harkonnen vom Orden der Bene Gesserit Vergeltung für den Ruin ihrer Familie, und die VenHold Spacing Fleet kontrolliert alle Handelswege der Galaxis. Als sich die Interessen der drei Mächte kreuzen, steht das Schicksal der gesamten Menschheit auf dem Spiel ... Brian Herbert, der Sohn des 1986 verstorbenen Wüstenplanet-Schöpfers Frank Herbert, hat selbst SF-Romane verfasst, darunter den in Zusammenarbeit mit seinem Vater entstandenen 'Mann zweier Welten'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 720
    Erscheinungsdatum: 12.12.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641210229
    Verlag: Heyne
    Serie: Der Wüstenplanet Bd.10
    Originaltitel: Mentats of Dune
    Größe: 1184 kBytes
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Die Mentaten des Wüstenplaneten

1

Was bedeuten all unsere Errungenschaften,
wenn sie keinen Bestand über unseren Tod hinaus haben?

Direktor Gilbertus Albans,

Archiv der Mentatenschule

Die große Schule der Mentaten war ganz und gar seine Schöpfung - von der ursprünglichen Idee vor siebzig Jahren über die Auswahl des Standortes in den abgelegenen Sümpfen auf Lampadas bis hin zu den vielen Absolventen, die er im Laufe der Jahre unterrichtet hatte. Mit seiner ruhigen, zielstrebigen Arbeit änderte Gilbertus Albans die Entwicklung der menschlichen Zivilisation.

Und er würde sich sein Werk nicht von Imperator Salvador Corrino oder den fanatischen technologiefeindlichen Butler-Anhängern wegnehmen lassen.

In den knapp zweihundert Jahren seines künstlich verlängerten Lebens hatte Gilbertus Vorsicht gelernt. Nachdem er erkannt hatte, dass umstrittenen charismatischen Persönlichkeiten zumeist kein langes Leben beschieden war, spielte er seine Rolle in der Öffentlichkeit herunter - er verhielt sich ruhig und unaufdringlich und ging manchmal auch Bündnisse ein, die ihm persönlich widerstrebten, wenn sie seiner Einschätzung nach den langfristigen Zielen der Mentatenschule dienlich waren.

Mentaten : Menschen, deren Gehirne so organisiert waren, dass sie in einer reaktionären Gesellschaft, die Denkmaschinen in jeder Form verschmähte und verunglimpfte, wie Computer funktionieren konnten. Nicht einmal seine eigenen Studenten wussten, dass Gilbertus heimlich auf das Wissen und die Erfahrungen eines Mentors zurückgriff, bei dem es sich um den berüchtigten Roboter Erasmus handelte. Er fürchtete, dass es sogar seine treuesten Studenten abgeschreckt hätte. Dennoch: Nachdem seine Mentaten sich über viele Jahre hinweg als verlässlich erwiesen hatten, waren sie für die Adelshäuser des Imperiums inzwischen unverzichtbar geworden.

In derart gefährlichen Zeiten konnte jede unbeantwortete Frage und jeder bloße Verdacht die Schule zu Fall bringen. Er wusste, was der Schwesternschaft auf Rossak widerfahren war. Falls er den kleinsten Fehler beging und seine wahre Identität bekannt wurde ...

In seinem Büro im Hauptgebäude der Akademie warf er einen Blick auf das Chronometer. Bald würde der Bruder des Imperators, Roderick Corrino, mit einem Militärtransporter eintreffen, um sich zu vergewissern, dass seine Schwester an der Mentatenschule gut aufgehoben war. Vor einiger Zeit hatte Gilbertus versprochen, dass seine strengen Unterrichtsmethoden den Zustand des geistesgeschädigten Mädchens verbessern konnten, es vielleicht sogar aufblühen lassen konnten. Aber der menschliche Geist war eine verzwickte Sache; es ließ sich nicht genau feststellen, wie viel Schaden ihr das Gift auf Rossak zugefügt hatte, und es gab auch keine auf der Hand liegende Heilung. Gilbertus hoffte auf Rodericks Verständnis.

Bevor er die Räumlichkeiten der Schule betrat, legte er sein beeindruckendes karmesinrotes Direktorengewand an. Seine Schminke für den Tag hatte er bereits aufgetragen, sein Haar mit falschem Grau bestäubt und seine Haut aufgeraut, um seine jugendliche Erscheinung zu verbergen. Nun war er in Eile, denn das Militärschiff des Imperiums würde sich bestimmt nicht verspäten. Er musste dafür sorgen, dass Anna vor ihrem Bruder eine gute Figur machte.

Gilbertus beschattete die Augen, als er das Akademiegebäude verließ. Die helle Luft war feucht wie ein vollgesogener Schwamm, und die überall herabhängenden Tropfen brachen das Licht wie Vergrößerungsgläser. Hölzerne Stege verbanden die Schulgebäude, die auf den Randgewässern eines trüben, sumpfigen Sees schwammen. Ursprünglich war die Schule weiter draußen verankert gewesen, aber nach einigen Zwischenfällen mit aggressiven Wasserlebewesen hatte man den ganzen Komplex an eine geschütztere Stelle in Ufernähe gezogen.

Zu den ursprünglichen Schulgebäuden waren inzwischen einige neuere, elegantere, mit Kuppeln und Aussichtsplattf

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