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Die Midkemia-Saga 3 Die Gilde des Todes von Feist, Raymond E. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.06.2016
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Die Midkemia-Saga 3

Krieg und Intrigen, Ehre und Tod, Liebe und Hass. Arutha conDoin, Thronerbe von Rillanon und Lordmarschall des Westens, soll ermordet werden. Doch der vergiftete Bolzen trifft nicht ihn, sondern seine Verlobte. Selbst der mächtige Magier Pug kann sie nicht heilen. Arutha setzt alles daran, seine Feinde aufzuspüren und ein Heilmittel zu finden. Doch bei dem Mordversuch ging es nicht um die Krone von Rillanon oder um Intrigen bei Hofe. In den Augen seiner Feinde ist Arutha nur ein störendes Insekt. Denn die ebenso mächtigen wie schrecklichen Valheru bereiten ihre Rückkehr in die Welt der Menschen vor, und kein Sterblicher ist ihrer Macht gewachsen ... Raymond Feist wurde 1945 in Los Angeles geboren und lebt in San Diego im Süden Kaliforniens. Viele Jahre lang hat er Rollenspiele und Computerspiele entwickelt. Aus dieser Tätigkeit entstand auch die fantastische Welt seiner Romane: Midkemia. Die in den 80er Jahren begonnene Saga ist ein Klassiker des Fantasy-Genres, und Feist gilt als einer der wichtigsten Vertreter der Fantasy in der Tradition Tolkiens.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 544
    Erscheinungsdatum: 20.06.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641184483
    Verlag: Blanvalet
    Serie: Die Midkemia-Saga Bd.3
    Originaltitel: The Riftwar Saga 3: Silverthorn
    Größe: 1069 kBytes
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Die Midkemia-Saga 3

Das Wiedersehen

D as Schiff war auf dem Weg nach Hause.

Der Wind wechselte die Richtung, und die Stimme des Kapitäns erklang. An den Masten beeilte sich die Mannschaft, den Forderungen einer steiferen Brise und eines Schiffsführers nachzukommen, der es eilig hatte, sicher in den Hafen einzulaufen. Ein erfahrener Segelmeister war er, fast dreißig Jahre in des Königs Marine, und seit siebzehn Jahren befehligte er sein eigenes Schiff. Der Königsadler war das beste Schiff der königlichen Flotte, trotzdem wünschte sich der Kapitän mehr Wind, eine höhere Geschwindigkeit, da er keine Ruhe haben würde, bis seine Passagiere sicher an Land waren.

Am Vorderdeck befanden sich die Gründe für die Sorge des Kapitäns: drei hochgewachsene Männer. Zwei, ein blonder und ein dunkelhaariger, standen an der Reling und machten offenbar Witze, denn beide lachten. Jeder von ihnen hatte die selbstsichere Haltung eines Kriegers oder Jägers. Lyam, der König des Reiches der Inseln, und Martin, sein älterer Bruder und Herzog von Crydee, unterhielten sich über so allerlei: über Jagden und Feste, über Reisen und Staatsgeschäfte, über Krieg und sonstige Auseinandersetzungen, und dann und wann sprachen sie über ihren Vater, Herzog Borric.

Der dritte, nicht ganz so groß und breitschultrig wie die zwei, lehnte etwas abseits an der Reling und hing seinen Gedanken nach. Arutha, Fürst von Krondor und der jüngste der drei Brüder, beschäftigte sich ebenfalls mit Vergangenem, doch nicht mit dem Vater, der im Kampf gegen die Tsuranis gefallen war, in dem Krieg, den man nunmehr "Spaltkrieg" nannte, da der Feind durch einen Spalt im Raum von einer anderen Welt gekommen war. Nein, er starrte ins Kielwasser des Schiffes, das durch smaragdgrünes Gewässer schnitt, und sah in ihm zwei strahlend grüne Augen.

Der Kapitän warf einen Blick empor und befahl, die Segel zu reffen. Wieder wandte er seine Aufmerksamkeit flüchtig den drei Männern auf dem Vorderdeck zu und murmelte ein Stoßgebet zu Kilian, der Göttin der Seefahrer. Wie sehr er sich wünschte, Rillanons hohe Türme wären bereits in Sicht! Denn diese drei Männer waren die mächtigsten und wichtigsten im Königreich. Der Schiffsführer wollte lieber gar nicht daran denken, welch Chaos ausbrechen würde, wenn im letzten Augenblick noch irgendetwas schiefgehen würde.

Nur dumpf vernahm Arutha die Rufe des Kapitäns und die Antworten seiner Leute. Die Ereignisse des vergangenen Jahres hatten ihn viel Kraft gekostet, und in seiner Erschöpfung achtete er wenig auf das, was sich um ihn tat. Bloß ein Gedanke beschäftigte ihn: Er kehrte nach Rillanon zurück - und zu Anita.

Arutha lächelte vor sich hin. Die ersten achtzehn Jahre seines Lebens erschienen ihm nun schier ereignislos. Dann aber hatte die Invasion der Tsuranis die Welt für immer verändert. Man zählte ihn zu einem der besten Feldherrn des Königreichs, er hatte unerwartet mit Martin einen weiteren Bruder erhalten, und er hatte tausend Grauen und Wunder gesehen und erlebt. Das Wundersamste aber für Arutha war Anita.

Nach Lyams Krönung waren sie durch die Umstände getrennt worden, denn Arutha hatte Lyam mit Martin auf eine einjährige Reise durch den Osten begleitet, wo der neue König sowohl die Fürsten der Provinzen als auch die Herrscher der angrenzenden Reiche besuchte. Endlich kehrten sie zurück.

Lyams Stimme riss Arutha aus seinen Gedanken. "Was siehst du in den Schaumkronen, kleiner Bruder?"

Martin lächelte, als Arutha aufblickte. Der ehemalige Jagdmeister von Crydee, einst Martin Langbogen genannt, nickte seinem jüngsten Bruder zu. "Ich wette die Steuern eines ganzen Jahres, er sieht ein grünes Augenpaar und ein herzliches Lächeln in den Wellen."

"Ich nehme die Wette nicht an, Martin. Seit wir Rillanon verlassen haben, erhielt ich drei Botschaften von Anita, die mit dem einen oder anderen Staatsgeschäft zu tun hatten. Die halten sie offenbar in Rillanon fest, w

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