text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Die Monster, die ich rief Roman von Correia, Larry (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 18.07.2014
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
7,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Die Monster, die ich rief

Owen Pitt ist Buchprüfer. Eines Abends erfüllt er sich einen lang gehegtenTraum und wirft seinen Boss aus dem Fenster. Allerdings aus gutem Grund - denn dieser hatte sich vor seinen Augen in einen Werwolf verwandelt und ihn angegriffen. Als Owen im Krankenhaus erwacht, ist ein Mann bei ihm, der ziemlich beeindruckt von Owens Überleben ist. Er offenbart ihm, dass Monster wirklich existieren und seine Organisation, die Monster Hunter International, sie unter strenger Geheimhaltung im Zaum hält. Und dann macht er Owen ein interessantes Jobangebot ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 655
    Erscheinungsdatum: 18.07.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783838753980
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Originaltitel: Monster Hunter International
    Größe: 1280 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Die Monster, die ich rief

Kapitel 2

Mir war bewusst, dass ich träumte. Allem haftete dieses verschwommene, losgelöste Gefühl eines Traums an. Zuerst schleppte ich mich in flüchtigen Bildern zum Aufzug. Meinen Gürtel hatte ich als provisorischen Druckverband für mein Bein verwendet. Allerdings verspürte ich in meinem Traum keinerlei Schmerzen. Ich bewegte mich so langsam, als befände ich mich unter Wasser. Dann folgten Eindrücke eines Krankenwagens und von Männern, die mir Nadeln in den Körper jagten und mir auf die Brust klopften.

Die nächste Szene war verrückt, weil ich in der Regel in der Ich-Perspektive träume. Ich trieb schwerelos in der Luft, schaute hinab und beobachtete, wie Leute in Masken mich mit einem Defibrillator bearbeiteten.

Zurück in der Ich-Perspektive. Ich stand auf einem Feld mit irgendwelchem saftigen, grünen Getreide. Meine nackten Füße spürten die Nässe des Taus, als ich mit den Zehen wackelte. Der Himmel präsentierte sich dunkelblau, die Luft roch frisch und sauber wie nach einem Sommergewitter. In der Ferne graste eine Kuhherde.

In der Nähe stand ein Mann. Er war alt und gekrümmt, sein Haar weiß und zerzaust. Er besaß ein freundliches Lächeln, aber harte Augen hinter kleinen, runden Brillengläsern. Er stützte sich auf einen Stock und winkte.

"Hallo, Junge." In der Stimme des Alten schwang deutlich irgend-ein osteuropäischer Akzent mit.

"Bist du Gott?", fragte ich ihn.

Er lachte ausgelassen. "Ich? Ha! Ist guter Witz. Fürchte nein. Ich nur ein Freund."

"Bin ich tot?"

"Fast. Aber du musst zurück. Hast du Arbeit zu tun. Ja, viel Arbeit."

"Arbeit?"

"Berufung. Ist hart, aber gut."

"Eine Berufung?"

"Von bevor du geboren. Wie sagt man?"

"Vorherbestimmung?"

"Eher, als hast du Arschkarte gezogen. Jetzt geh. Keine Zeit. Ich dich schicke zurück."

"Werden wir uns wiedersehen?"

"Nur, wenn du vertrottelter Junge bist und wieder tot wirst."

Der nette Traum endete, und meine Welt explodierte in Schmerzen.

Ich nahm einen regelmäßigen Piepton wahr, dessen Takt meinem Herzschlag entsprach. Über mir standen zwei schwarze Schemen.

"Ich sage, wir machen ihn gleich kalt."

"Noch nicht."

"Der ist nie und nimmer sauber."

"Sie kennen die Regeln."

"Die Regeln sind falsch. Ich könnte ihn mit einem Kissen ersticken, und niemand würde es je erfahren."

"Ich würde es wissen."

Ich schlief wieder ein.

Als ich erwachte, roch ich Desinfektionsmittel. Meine Lider waren zugekrustet, mein Mund fühlte sich entsetzlich trocken an, und meine Zunge klebte am Gaumen. Ich empfand diesen sonderbaren, kribbeligen Rausch, den man hat, wenn man auf Schmerzmitteln ist, was bei mir zuletzt vor einigen Jahren bei einer Operation der Fall gewesen war. Mühsam öffnete ich die Augen. Als sie sich langsam an das gedämpfte Licht gewöhnten, sah ich, dass ich mich in einem Krankenhauszimmer befand. An sich machen mich Krankenhäuser nervös und verursachen mir Unbehagen, aber in dem Moment war das eindeutig besser als die Alternative.

Als ich versuchte, mich aufzusetzen, stellte ich fest, dass ich eine Infusionsleitung im Arm hatte und dicke Verbände an der Brust, an den Beinen und auf dem Rücken. Meine linke Hand steckte in einem Gips.

Ein Stechen auf dem Kopf ließ mich zusammenzucken. Behutsam fasste ich nach oben und berührte meine Stirn. Dort hatte ich keinen Verband und zählte mindestens fü

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen