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Die Nadelsuche Roman von Clement, Hal (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 30.09.2015
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Die Nadelsuche

Die Suche nach der Nadel im Heuhaufen Die Verfolgungsjagd zweier Aliens endet auf der Erde: Beide Schiffe stürzen in den Pazifik. Die beiden Piloten, Formwandler, die auf ihrer Heimatwelt als Symbionten anderer Wesen leben, können sich retten. Der Verfolgte hat das oberste Gebot seiner Spezies übertreten und seinem Wirt Schaden zugefügt, deswegen muss er sterben. Sein Verfolger geht eine Symbiose mit einem Teenager namens Bob ein und gibt sich ihm zu erkennen. Nachdem Bob seinen Schock überwunden hat, will er seinem neuen Freund helfen - doch wie spürt man einen Gegner auf, der beinahe jede Form annehmen kann? Hal Clement, eigentlich Harry Clement Stubbs, wurde 1922 in Somerville, Massachusetts geboren und studierte Chemie und Astronomie an den Universitäten Boston und Harvard. Seit den 1940er Jahren schrieb er Science Fiction unter dem Pseudonym Hal Clement. Seine Romane 'Die Nadelsuche' und 'Schwerkraft' gehören zu den Klassikern des Genres. Hal Clement starb 2003.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Erscheinungsdatum: 30.09.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641176013
    Verlag: Heyne
    Größe: 700 kBytes
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Die Nadelsuche

1
Der Schiffbrüchige

Selbst auf dem Planeten Erde sind Schatten gute Plätze, um sich darin zu verstecken. Sie heben sich natürlich von einer hell erleuchteten Umgebung ab, doch wenn nicht zu viel Licht von der Seite einfällt, ist man im Schatten bemerkenswert schwer auszumachen.

Außerhalb der Erde, wo es keine Luft gibt, die das Licht streut, müsste es noch besser sein. Der Schatten des Planeten selbst, zum Beispiel, ist ein der Sonne abgewandter dunkler Kegel von einer Million Meilen Länge, jedoch völlig unsichtbar in der ihn umgebenden Dunkelheit und mit dem Samen einer noch perfekteren Unsichtbarkeit in sich - die einzige Illumination, die in diesen Schattenkegel einfällt, sind Sternenlicht und schwache Strahlen vom Randlicht der Sonne, die, von der dünnen Luftschicht der Erde gebrochen, in den Schattenkegel fallen.

Der Jäger wusste, dass er sich im Schattenkegel eines Planeten befand, obwohl er noch nie von der Erde gehört hatte; es war ihm bereits in dem Augenblick bewusst geworden, als er die Region der Überlichtgeschwindigkeit verlassen und voraus eine dunkle, von einem Lichtkranz umgebene Scheibe auftauchen gesehen hatte; und deshalb hatte er es als selbstverständlich angesehen, dass das Schiff des Flüchtenden nur mit Instrumenten zu orten sein würde. Als er plötzlich erkannte, dass es mit dem bloßen Auge zu sehen war, schoss der alarmierende Gedanke, der bis dahin am Rand seines Bewusstseins genagt hatte, in den Vordergrund.

Er hatte nicht verstanden, warum der Flüchtende plötzlich auf Unterlichtgeschwindigkeit gefallen war, falls er nicht die vage Hoffnung gehabt haben sollte, seinen Verfolger so weit an ihm vorbeischießen zu lassen, dass er außer Sensorenreichweite gelangte; und als ihm das nicht gelang, erwartete der Jäger, dass er sofort wieder auf Überlichtgeschwindigkeit gehen würde. Doch stattdessen wurde er ständig langsamer. Das flüchtende Schiff hielt sich zwischen dem seinen und der rasch größer werdenden Scheibe des Planeten, sodass ein zu schnelles Überholen gefährlich war; und der Jäger kam zu dem Schluss, dass der andere sehr bald wenden und zurückfliegen würde, als ein roter Lichtpunkt, der mit dem bloßen Auge sichtbar war, ihm zeigte, dass das andere Schiff in die Atmosphäre des fremden Planeten eingedrungen war. Der Planet war kleiner und näher, als der Jäger angenommen hatte.

Der Anblick des Glühens reichte dem Verfolger. Er schaltete jeden ERG, den seine Generatoren hergaben, auf Bremsschub, um dem Gravitationsfeld des Planeten zu entkommen, und ließ gleichzeitig den Rest seiner Körpersubstanz in den Kontrollraum fließen, wo sie ein gelatineähnliches Polster bildete, um den Perit vor den harten Bremskräften zu schützen; doch er erkannte sofort, dass es nicht ausreichen würde. Ihm blieb gerade noch Zeit, sich zu fragen, warum der andere Schiff und Gastgeber in einem unvermeidlich erscheinenden Absturz riskierte, bevor die obersten Schichten der Atmosphäre durch ihren Reibungswiderstand seinen Sturzflug noch weiter abbremsten und die Reibungshitze die Metallplatten des Schiffsrumpfes zum Glühen brachte.

Da beide Schiffe durch den Schattenkegel des Planeten stürzten, würden sie natürlich auf seiner Nachtseite aufschlagen; und sowie das Schiff des Flüchtenden abgekühlt war, würde es wieder unsichtbar sein. Der Jäger starrte deshalb ununterbrochen auf die Anzeigen seiner Instrumente, um den anderen möglichst lange im Blickfeld zu behalten; und das war gut so, denn der glühende Metallzylinder verschwand plötzlich in einer riesigen Wolke von Wasserdampf, welche vor der dunklen Oberfläche des Planeten lag. Sekundenbruchteile später schoss auch das Schiff des Jägers in diese Masse, wurde zur gleichen Zeit hart durchgeschüttelt, und die in gerader Fallrichtung erfolgende Geschwindigkeitsabnahme verwandelte sich in ein unkontrolliertes Wirbeln. Der Jäger wusste, dass eine der Antriebsplatten losgebrochen war, wahrscheinlic

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