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Die Pforte der Schatten Roman von Connolly, Harry (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.05.2016
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Die Pforte der Schatten

Es sollte ein Tag der Hoffnung werden - es wurde ein Tag der Vernichtung Das Reich von Peredain verdankt seine Macht dem mystischen Abendvolk. Alle 23 Jahre öffnet sich ein Tor, und der Imperator von Peredain lädt die Gesandten des Abendvolks zu einem Fest ein. Als Dank erhält er eine Gabe der Magie oder überlegenes Wissen, mit dessen Hilfe die Familie des Imperators ihr Reich errichtet hat. Doch dieses Jahr tritt nicht das elfengleiche Abendvolk aus dem Tor, sondern riesige Bestien, die sich sofort auf die Anwesenden stürzen. Nur Kronprinz Lar und einige seiner Freunde können dem Gemetzel entkommen. Können sie verhindern, dass das Imperium zerbricht, und die Invasion aufhalten? Harry Connolly wuchs in Philadelphia auf, bis er 1989 nach Seattle zog. Früh war ihm klar, dass er hauptberuflich Autor sein möchte, aber seine Karriere startete nur langsam. Doch dann kam das Internet und mit ihm - aus der Sicht Harry Connollys - schier unbegrenzte Möglichkeiten. Heute ist Harry Connolly einer der erfolgreichsten Selfpublisher der USA. Er lebt mit seiner Frau und seinem Sohn in Seattle.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 608
    Erscheinungsdatum: 16.05.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641180331
    Verlag: Blanvalet
    Originaltitel: The Way into Chaos (The Great Way 1)
    Größe: 2197 kBytes
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Die Pforte der Schatten

KAPITEL 1

Ohne seine Rüstung kam sich Tyr Tejohn Treygar vor, als sei er in Ungnade gefallen. Ein lächerlicher Gedanke natürlich - zur Festspielzeit war durch königlichen Erlass das Anlegen von Rüstungen verboten, selbst für die Wachen an den Toren. Trotzdem war es für ihn ein eigenartiges Gefühl, als er nun in den weichen, pantoffelähnlichen Schuhen, die Laoni ihm gekauft hatte, in der morgendlichen Kühle auf die Promenade vor dem Palast von Sang und Morgen hinaustrat. Mit Schritten so leise wie die eines Taschendiebs.

Die Königin wollte ihn sprechen. Wieder einmal. Tejohn war nicht offiziell zu einer Audienz vor den Thron geladen worden, und das würde er auch nicht. Doch die Königin war keine Frau, die je irgendetwas auf sich beruhen ließ. Und er würde sich auch nicht vor ihr verstecken - niemals.

Das hieß jedoch nicht, dass er in seinen Gemächern auf sie warten müsste. Und man würde ihren Dienern wohl kaum einen Vorwurf machen können, wenn sie nicht auf die Idee kamen, zu dieser frühen Stunde ausgerechnet am einsamen Nordende der Promenade nach ihm zu suchen.

Sie fand ihn natürlich trotzdem.

"Mein Tyr Treygar", begrüßte sie ihn schon von Weitem, ihre Gefolgsleute wie eine keilförmige Schleppe im Kielwasser. "Nur in Hemd und Wams - Ihr müsst gewiss frieren hier draußen."

Er verneigte sich. "Ich bin keine andere als die militärische Tracht gewohnt, meine Königin, geschweige denn Festspielkleider. Also werde ich mich mit Sicherheit wohler fühlen, wenn die Sonne für ein Weilchen am Himmel gestanden hat."

Sie sah missbilligend zu den grauen Wolken empor. Es hatte während der Nacht genieselt, und bald würde es wieder richtig regnen. "Der Morgen in der Morgenstadt. Beim Großen Weg, was freue ich mich auf den Sommer." Sie trat neben ihn an die Mauer und sah in die Ferne hinaus, genau wie er es eben getan hatte. Ihr eigenes Wams bestand aus tiefrotem Tuch, das mit goldenen Fäden durchwirkt war. Nicht die neueste Mode, so sein Eindruck, aber trotzdem wunderschön. Während der Festspiele trug selbst die Königin Gewänder mit Taschen. "Es wird wunderbar sein, ein paar Tage Sonnenschein zu haben. Die Berge sind am Morgen so herrlich, wenn wir sie sehen können."

Die Südliche Barriere - die nördlich der Stadt lag, diesen Namen jedoch trug, weil es einen zweiten Gebirgszug gab, der sich noch weiter im Norden befand - war manchmal im Morgennebel sichtbar. Zumindest hatte man das Tejohn erzählt. Er war zu kurzsichtig, um auch nur die strohgedeckten Dächer der Stadt jenseits der Mauern unterscheiden zu können. Nicht, dass derlei Dinge für ihn von Belang gewesen wären.

Die Königin sah ihn von der Seite mit einem durchtriebenen Lächeln an. Königin Amlian Italga war keine schöne Frau, aber sie war intelligent, schlau (was nicht das Gleiche war, wie Tejohn vor langer Zeit begriffen hatte) und unnachgiebig. Wenn sie etwas haben wollte, gab sie nicht auf, bis es ihr gehörte. Der König mochte sich in so mancher Hinsicht eher als ein Dummkopf erwiesen haben, aber er hatte die schönsten Frauen des Reiches übergangen, um sie zu seiner zweiten Königin zu erwählen. Es war die weiseste Entscheidung, die er je getroffen hatte.

"Habt Ihr über meinen Vorschlag nachgedacht, Tejohn?"

Er verneigte sich abermals. Es war immer gut, sich zu verneigen, wenn man im Begriff stand, ein Mitglied der königlichen Familie zu enttäuschen. "Ich habe über kaum etwas anderes nachgedacht, aber ich kann es nicht tun." Ihr Blick verfinsterte sich, doch unterbrach sie ihn nicht. "Es ist nicht so, dass ich halsstarrig wäre, meine Königin. Ich habe mich über viele Stunden mit der Sache beschäftigt, aber es übersteigt einfach meine Möglichkeiten."

Die Königin verzog den Mund, als richte sie das Wort an ein starrköpfiges Kind, ungeachtet der Tatsache, dass Tejohn drei Jahre älter war als sie. "Es übersteigt Eure Möglichkeiten? Ich glaube, wir wissen

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