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Die Reise der Scythe 3: Resonanz von Boom, Dirk van den (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.03.2019
  • Verlag: Cross Cult
eBook (ePUB)
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Die Reise der Scythe 3: Resonanz

Gestrandet weitab ihrer Heimat, hineingestoßen in einen unerklärlichen Konflikt und ohne zu wissen, wer Freund oder Feind ist: die Odyssee der Crew des Polizeikreuzers Scythe strebt ihrem Höhepunkt entgegen. Als eine alte Nemesis aus dem Verborgenen tritt, das äonenalte Werk einer rätselhaften Zivilisation zu scheitern droht und ein ehrgeiziger Anführer eine neue Machtbasis zu etablieren trachtet, müssen sich die Menschen auf der Scythe entscheiden: Rückkehr in die Heimat oder ein Schicksal im Exil?

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 410
    Erscheinungsdatum: 04.03.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783959815321
    Verlag: Cross Cult
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Die Reise der Scythe 3: Resonanz

Adamat stand vollkommen still inmitten einer dichten Hecke vor seinem Sommerhaus und starrte durch das Fenster auf die Männer im Esszimmer. Das zweistöckige Haus mit drei Schlafzimmern lag abgelegen im Wald am Ende eines Trampelpfades. Von hier aus brauchte man zu Fuß zwanzig Minuten bis in die Stadt. Unwahrscheinlich, dass jemand Schüsse hören würde.

Oder Schreie.

Vier von Lord Vetas' Männern hielten sich im Esszimmer auf, tranken und spielten Karten. Zwei von ihnen waren so groß und muskelbepackt wie Zugpferde. Ein dritter war mittelgroß, hatte einen buschigen schwarzen Bart und einen dicken Bauch, der aus seinem Hemd heraushing.

Der letzte Mann war der einzige, den Adamat wiedererkannte. Sein Gesicht war kantig, und sein Kopf wirkte im Vergleich zum Rest seines Körpers beinahe lächerlich klein. Sein Name war Roja der Fuchs, und er war der kleinste Boxer in der Faustkampfarena, die vom Patron in Adopest betrieben wurde. Er war (notwendigerweise) flinker als die meisten Boxer, allerdings erfreute er sich beim Publikum nicht allzu großer Beliebtheit und nahm nicht an vielen Kämpfen teil. Adamat hatte keine Ahnung, was Roja hier zu suchen hatte.

Eines lag jedoch klar auf der Hand: Angesichts dieser Bande von Halunken musste er sich ernsthafte Sorgen um die Sicherheit seiner Kinder machen - insbesondere um die seiner Töchter.

"Sergeant", flüsterte Adamat.

Die Hecke raschelte, und Adamat erhaschte einen Blick auf das Gesicht von Sergeant Oldrich. Er besaß eine kantige Kieferpartie, und im trüben Mondschein konnte Adamat die Ausbeulung in seiner Wange erkennen, die von einem Klumpen Tabak herrührte. "Meine Männer sind in Position", antwortete Oldrich. "Sind sie alle im Esszimmer?"

"Ja." Adamat hatte das Haus jetzt drei Tage lang beobachtet. Die ganze Zeit über hatte er draußen gestanden und diesen Männern dabei zugesehen, wie sie in seinem Haus seine Kinder anbrüllten und Zigarren rauchten, wobei sie Fayes gutes Tischtuch mit Asche und Bier besudelten. Er kannte ihre Gewohnheiten.

Er wusste, dass der fette Bärtige im oberen Stockwerk blieb und den ganzen Tag lang auf die Kinder aufpasste. Er wusste, dass die beiden Riesen die Kinder zum Klohäuschen eskortierten, während Roja der Fuchs Wache hielt. Er wusste, dass die vier Männer die Kinder bis zum Anbruch der Dunkelheit nicht aus den Augen lassen würden, bis sie ihr nächtliches Kartenspiel auf dem Esszimmertisch vorbereiteten.

Er wusste auch, dass er in den vergangenen drei Tagen kein Anzeichen von seiner Frau oder seinem ältesten Sohn gesehen hatte.

Sergeant Oldrich drückte Adamat eine geladene Pistole in die Hand. "Sind Sie sich sicher, dass Sie die Führung übernehmen wollen? Meine Männer sind gut. Sie können die Kinder unversehrt da rausholen."

"Ich bin mir sicher", sagte Adamat. "Es geht um meine Familie. Meine Verantwortung."

"Zögern Sie nicht abzudrücken, falls einer von ihnen Richtung Treppe läuft", sagte Oldrich. "Wir wollen nicht, dass sie Geiseln nehmen."

"Die Kinder sind bereits Geiseln", wollte Adamat sagen. Er verkniff sich die Antwort und strich die Vorderseite seines Mantels mit einer Hand glatt. Der Himmel war bewölkt, und nun, da die Sonne untergegangen war, gab es hier draußen so wenig Licht, dass seine Anwesenheit den Männern im Haus verborgen bleiben würde. Er machte einen Schritt aus der Hecke und wurde plötzlich an die Nacht erinnert, in der er zum Skyline-Palast bestellt worden war. Es war die Nacht gewesen, als alles seinen Anfang genommen hatte: der Putsch, dann der Verräter, dann Lord Vetas. Stumm verfluchte er Feldmarschall Tamas dafür, dass er ihn und seine Familie in diese Sache hineingezogen hatte.

Sergeant Oldrichs Soldaten schlichen zusammen mit Adamat über de

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