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Die Schlangenkrieg-Saga 1 Schattenkönigin von Feist, Raymond E. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 21.05.2018
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Die Schlangenkrieg-Saga 1

Komplett überarbeitete Neuausgabe der New-York-Times-Bestsellersaga.
Die Schattenkönigin sammelt eine Armee von unglaublicher Größe und Kraft um sich, um Midkemia dem Erdboden gleich zu machen. Sie hat eine Geheimwaffe: die schlangenartigen Panthatier, die überall Angst und Schrecken verbreiten. Der junge Adlige Erik von Darkmoor und sein Freund Roo geraten unfreiwillig in den Krieg mit den Reptilienwesen und befinden sich plötzlich im Herzen einer mörderischen Schlacht ...
Heroische Fantasy - komplett überarbeitet und in edler Neuaustattung.
Dieser Roman erschien bisher in zweigeteilter Ausgabe unter den Titeln "Die Blutroten Adler" und "Die Smaragdkönigin".

Raymond Feist wurde 1945 in Los Angeles geboren und lebt in San Diego im Süden Kaliforniens. Viele Jahre lang hat er Rollenspiele und Computerspiele entwickelt. Aus dieser Tätigkeit entstand auch die fantastische Welt seiner Romane: Midkemia. Die in den 80er Jahren begonnene Saga ist ein Klassiker des Fantasy-Genres, und Feist gilt als einer der wichtigsten Vertreter der Fantasy in der Tradition Tolkiens.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 672
    Erscheinungsdatum: 21.05.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641227364
    Verlag: Blanvalet
    Originaltitel: Shadow of a Dark Queen
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Die Schlangenkrieg-Saga 1

Die Herausforderung

D ie Trompete erklang.

Erik wischte sich die Hände an seiner Schürze ab. Er hatte wenig zu tun, da er seine Arbeit schon am Morgen erledigt hatte, und er hielt das Feuer nur deshalb in Gang, um die Schmiede nicht kalt werden zu lassen, falls er später am Tage noch etwas zu tun bekäme. Er hielt das für unwahrscheinlich, da sich die Bewohner der Stadt auf dem Platz versammelt hatten und die Ankunft des Barons erwarteten, doch Pferde verloren ihre Hufeisen gern in den am wenigsten geeigneten Augenblicken, und manche Wagen brachen in höchst ungünstigen Momenten zusammen. Zumindest hatte er das in den fünf Jahren als Lehrjunge des Schmieds so gelernt.

Er sah zu dem schlafenden Tyndal hinüber, der verliebt einen Krug scharfen Brandys in den Armen hielt. Tyndal hatte schon nach dem Frühstück zu trinken begonnen, hatte "ein paar auf die Gesundheit des Barons" gehoben, wie er sagte. Er war eingeschlafen, während Erik seine Arbeit zu Ende geführt hatte. Glücklicherweise gab es für den Jungen wenig zu tun. Er war sehr groß für sein Alter und konnte die Unzulänglichkeit des Schmiedes ausgleichen.

Als Erik die Kohlen mit Asche bedeckt hatte, hörte er seine Mutter aus der Küche rufen. Er sollte schnell kommen, doch das beachtete er nicht; es war noch mehr als genug Zeit. Er brauchte sich nicht zu beeilen, der Baron hatte die Stadt noch nicht erreicht. Die Trompete hatte sein Nahen, nicht seine Ankunft verkündet.

Erik dachte selten über sein Äußeres nach, doch an diesem Tag würde ihn die Öffentlichkeit genau in Augenschein nehmen, und deshalb wollte er anständig aussehen. Er legte seine Schürze ab, hängte sie sorgfältig an einen Nagel und tauchte die Arme in einen Eimer mit Wasser. Er rieb sie gründlich ab, wodurch er den meisten Ruß und Schmutz entfernen konnte, dann spritzte er sich Wasser ins Gesicht. Er griff sich ein großes sauberes Tuch von einem Haufen Lumpen, die zum Polieren von Stahl benutzt wurden, trocknete sich ab und rieb dabei den Schmutz fort, den er mit Wasser alleine nicht abbekommen hatte.

Die tanzende Oberfläche des Wassers reflektierte sein Spiegelbild: tiefblaue Augen, dichte Augenbrauen, eine hohe Stirn, in die das schulterlange blonde Haar fiel. Niemand konnte anzweifeln, wessen Sohn er war. Seine Nase glich zwar eher der seiner Mutter, doch sein Kinn und sein breit lächelnder Mund machten ihn zu einem jüngeren Abbild seines Vaters. Im Gegensatz zu Erik war der allerdings ein eher schmächtiger Mann; in dieser Hinsicht war die schlanke Taille das Einzige, was Erik von ihm geerbt hatte. Ansonsten hatte er die breiten Schultern und kräftigen Arme seines Großvaters, und die waren von der Arbeit in der Schmiede seit seinem zehnten Lebensjahr noch gestählt worden. Erik konnte mit bloßen Händen Eisen biegen oder Walnüsse knacken. Auch seine Beine waren voller Kraft, weil er die Ackergäule festhalten musste, während der Schmied ihre Hufe schnitt, sie feilte und neu beschlug, und weil er oft helfen musste, Karren mit gebrochenen Rädern anzuheben.

Erik fuhr sich mit der Hand übers Kinn und fühlte die Stoppeln. So blond, wie er war, musste sich Erik nur jeden dritten Tag rasieren, da auch sein Bart hell war. Doch an diesem Tag würde seine Mutter darauf bestehen, dass er so gepflegt wie möglich aussah.

Er eilte zu seiner Pritsche hinter der Schmiede, achtete darauf, den Schmied nicht zu wecken, und holte Rasiermesser und Spiegel hervor. Eine Rasur mit kaltem Wasser war zwar kein Vergnügen, doch seine Mutter würde ihn ansonsten zurückschicken, um das Rasiermesser zu holen. Er machte sein Gesicht noch einmal nass und begann mit der Rasur. Als er fertig war, betrachtete er sich erneut im Wasser.

Keine Frau würde Erik je als gut aussehenden Mann bezeichnen, denn seine Gesichtszüge waren eher grob, doch er hatte diesen offenen, ehrlichen Blick, der Männer beruhigte und den Frauen bewunderten, hatten sie sich erst

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