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Die Schlangenkrieg-Saga 2 Herr der Münzen von Feist, Raymond E. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.08.2018
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Die Schlangenkrieg-Saga 2

Komplett überarbeitete Neuausgabe der New-York-Times-Bestsellersaga.
Roo kehrt als geachteter Kriegsheld aus der Schlacht gegen die Schlangen ins Zivilleben zurück. Er ist nun ein freier Mann und beschließt, sein Glück in der Hauptstadt Krondor zu versuchen. Roo strebt nach Reichtum und will eines Tages der mächtigste Händler Midkemias werden. Der Weg nach oben erweist sich als steinig und gefährlich, aber schließlich gelingt es ihm, in Krondor Partner des Händlers Grindle zu werden. Da wird dieser plötzlich tot aufgefunden, auf brutale Weise ermordet. Doch auch die Vergangenheit lässt Roo nicht los, denn der Krieg gegen die Smaragdkönigin ist noch nicht vorbei ...
Heroische Fantasy in komplett überarbeiteter Neuaustattung.
Dieser Roman erschien bisher in zweigeteilter Ausgabe unter den Titeln "Die Händler von Krondor" und "Die Fehde von Krondor".

Raymond Feist wurde 1945 in Los Angeles geboren und lebt in San Diego im Süden Kaliforniens. Viele Jahre lang hat er Rollenspiele und Computerspiele entwickelt. Aus dieser Tätigkeit entstand auch die fantastische Welt seiner Romane: Midkemia. Die in den 80er Jahren begonnene Saga ist bereits ein Klassiker des Fantasy-Genres, und Feist gilt als einer der wichtigsten Vertreter der Fantasy in der Tradition Tolkiens.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 640
    Erscheinungsdatum: 20.08.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641227371
    Verlag: Blanvalet
    Serie: Blanvalet Taschenbuch .6162
    Originaltitel: Rise of a Merchant Prince
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Die Schlangenkrieg-Saga 2

Die Rückkehr

E in Schiff lief in den Hafen ein.

Schwarz und bedrohlich, bewegte es sich wie ein dunkler Jäger, der seiner Beute nachsetzt. Die vollen Segel an den drei hohen, majestätischen Masten trieben das Kriegsschiff auf die Kais der großen Stadt zu. Andere Schiffe wichen zur Seite. Obwohl es wie ein großes Piratenschiff von den Inseln des Sonnenuntergangs aussah, trug das Schiff am vorderen Mast das fürstliche Wappen, und alle, die es sahen, wussten, dass der Bruder des Königs nach Hause zurückkehrte.

Oben in der Takelage des Schiffes arbeitete emsig ein junger Mann und reffte das Besansegel. Einen Moment lang hielt Roo inne, ehe er das letzte Reff festzurrte, und ließ den Blick über die Stadt Krondor schweifen.

Die Stadt des Prinzen breitete sich vom Hafen her aus, erhob sich über die Hügel im Süden und verlor sich im Norden. Das Panorama war beeindruckend. Im vergangenen Jahr hatte der junge Mann - zum nächsten Mittsommerfest würde er das achtzehnte Lebensjahr vollenden - oft daran gezweifelt, ob er die Stadt jemals wiedersehen würde. Und doch, da war er, erledigte die letzten Handgriffe auf dem Besanmast der Freihafenwächter, einem Schiff unter dem Befehl von Admiral Nicholas, Bruder des Herrschers des Königreichs der Inseln und Onkel des Prinzen von Krondor.

Krondor war die zweitwichtigste Stadt des Königreichs der Inseln, die Hauptstadt des Westlichen Reiches und der Sitz der Macht des Prinzen von Krondor, Erbe des Throns der Inseln. Roo betrachtete die vielen verschiedenen Gebäude, die sich an die den Hafen umgebenen Berge duckten. Der Anblick wurde vom Palast des Prinzen beherrscht, der der Hochwassergefahr wegen auf einem steilen Hügel errichtet worden war. Die Majestät des Palastes stand in scharfem Gegensatz zu den einfachen Bauten, die direkt am Ufer ihren Platz gefunden hatten, den Lagerhäusern, den Werkstätten von Schiffsausrüstern, Segel- und Seilmachern und Zimmermännern sowie den Hafenspelunken. Die Nachbarschaft des Armenviertels, der Zuflucht von Tagedieben und Spitzbuben, ließ das Hafenviertel im Vergleich zum nahen Palast noch schäbiger wirken.

Doch all das trübte Roos Freude, Krondor wiederzusehen, in keiner Weise, denn jetzt war er ein freier Mann. Er warf einen letzten Blick auf die gerade verrichtete Arbeit und versicherte sich, dass das Segel wirklich ordentlich gerefft war, dann stieg er mit jener sicheren Gewandtheit, die er in den letzten beiden Jahren auf den Schiffsreisen durch trügerische Meere erworben hatte, hinunter.

Nun war es für Roo schon der dritte Frühling hintereinander ohne Unterbrechung durch einen Winter. Unten, auf der anderen Seite der Welt, herrschte jeweils die entgegengesetzte Jahreszeit, und aus diesem Grund hatten sowohl Roo als auch Erik, sein Freund, den Winter zweimal übersprungen. Diese Tatsache belustigte und beunruhigte ihn gleichermaßen.

Er kletterte ein Stück hinunter bis zur Spitze der Webeleine am Besanmast. Roo war auf die Arbeit in der Takelage nicht gerade versessen, aber als einen der kleinsten und beweglichsten Männer der Mannschaft hatte man ihn oft nach oben geschickt. Er ließ sich entlang der Webeleine hinunterrutschen und landete auf Deck.

Erik von Düstermoor, der von Kindheit an Roos einziger Freund gewesen war, zog gerade ein Tau an einer Klampe fest und lief daraufhin zur Reling. Die Freihafenwächter sauste an anderen Schiffen vorbei auf den Anleger zu. Die beiden Freunde waren ein ungleiches Paar, da Erik ganze zwei Köpfe größer war als Roo.

Während Erik in seiner Heimatstadt der stärkste Junge gewesen war, hatte Roo zu den schwächsten gehört. Und während man Erik nie als gut aussehend bezeichnet hätte, zeigte sein Gesicht doch stets einen offenen und freundlichen Ausdruck, weswegen man ihn gern mochte. Roo hingegen machte sich keinerlei Illusionen über sein Aussehen. Nach allen Maßstäben war er wenig anziehend, bei seinem versc

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