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Die Schlangenkrieg-Saga 3 Dämonenkönig von Feist, Raymond E. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 19.11.2018
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Die Schlangenkrieg-Saga 3

Ein Klassiker der heroischen Fantasy - komplett überarbeitet in edler Neuaustattung.
Die Smaragdkönigin ist zurück und bedroht den Frieden in Midkemia. Eine brutale Invasion der Schlangenmenschen von Novindus unter dem Befehl der mächtigen Königin steht kurz bevor. Die Angreifer sind auf der Suche nach dem magischen Stein des Lebens und wollen ihn um jeden Preis in ihre Gewalt bringen. Am Vorabend des Krieges entdeckt der Magier Pug zusammen mit dem befreundeten Krieger Tomas, dass weit mehr als nur der Frieden Midkemias auf dem Spiel steht ...

Raymond Feist wurde 1945 in Los Angeles geboren und lebt in San Diego im Süden Kaliforniens. Viele Jahre lang hat er Rollenspiele und Computerspiele entwickelt. Aus dieser Tätigkeit entstand auch die fantastische Welt seiner Romane: Midkemia. Die in den 80er Jahren begonnene Saga ist ein Klassiker des Fantasy-Genres, und Feist gilt als einer der wichtigsten Vertreter der Fantasy in der Tradition Tolkiens.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 848
    Erscheinungsdatum: 19.11.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641232993
    Verlag: Blanvalet
    Originaltitel: Rage of a Demon King
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Die Schlangenkrieg-Saga 3

Krondor

E rik machte ein Zeichen.

Die Soldaten knieten im Graben und beobachteten, wie er einen nach dem anderen von ihnen mit einer Geste auf seinen Posten schickte. Alfred, der inzwischen zum Korporal aufgestiegen war, winkte vom anderen Ende der Reihe her, und Erik nickte. Jeder Mann wusste, was er zu tun hatte.

Der Feind hatte sein Lager an einer relativ gut zu verteidigenden Stelle an der Straße nördlich von Krondor aufgeschlagen. Ungefähr drei Meilen weiter lag die kleine Stadt Eggly, das Ziel der Invasoren. Der Feind hatte noch vor Sonnenuntergang den Marsch unterbrochen, und Erik war sicher, dass der Angriff vor der Morgendämmerung erfolgen würde.

Erik hatte ihn von einem Versteck aus beobachtet. Seine Männer lagerten in der Nähe, während er darüber nachdachte, auf welche Weise er am besten vorgehen sollte. Er hatte zugesehen, wie der Feind sein Lager errichtete, und dort ging es erwartungsgemäß höchst ungeordnet zu. Die Posten waren schlecht platziert und zudem undiszipliniert, denn sie verbrachten mehr Zeit damit, mit den Kameraden zu schwatzen, als nach dem Feind Ausschau zu halten. Und da sie dauernd zu den Lagerfeuern hinblickten, würden sie im Dunkeln kaum etwas erkennen können.

Nachdem Erik Stärke und Position der Invasoren abgeschätzt hatte, wusste er, welche Möglichkeiten ihm offenstanden. Er hatte sich entschlossen, als Erster zuzuschlagen. Obwohl die anderen wenigstens fünffach überlegen waren, hätten seine Männer dann den Vorteil der Überraschung auf ihrer Seite. Zudem waren sie besser ausgebildet, das zumindest hoffte er.

Erik ließ sich noch einen Moment Zeit, um die Position des Feindes noch einmal zu begutachten. Die Posten schienen noch unaufmerksamer zu sein als zu dem Zeitpunkt, an dem Erik nach seiner Kompanie geschickt hatte. Offenbar sahen die Invasoren ihre Mission als nicht allzu wichtig an. Sie sollten lediglich eine abgelegene Stadt einnehmen, während sich die eigentliche Auseinandersetzung weiter im Süden nahe der Hauptstadt Krondor abspielte. Erik war entschlossen, ihnen zu zeigen, dass in einem Krieg jede Mission wichtig war.

Als seine Männer in Position waren, schlich Erik durch einen kleinen Hohlweg vorwärts, bis er eine der gelangweilten Wachen beinahe hätte berühren können. Er warf einen Stein hinter den Mann, der sich gedankenlos danach umdrehte. Wie Erik gehofft hatte, blickte der Mann ins Lager zurück, zum nächsten Feuer, was ihn für einen Augenblick blendete. Ein Soldat, der an dem Feuer saß, fragte: "Was gibt's, Henry?"

Die Wache erwiderte: "Nichts."

Er wandte sich wieder um, woraufhin Erik plötzlich direkt vor ihm stand, und noch ehe er Alarm geben konnte, traf ihn Erik mit der Faust, dann fing er ihn auf, als er fiel.

"Henry?", fragte der Mann am Lagerfeuer und wollte sich schon erheben, während er in die Dunkelheit starrte.

Erik versuchte, die Stimme der Wache zu imitieren. "Ich hab dir doch gesagt, es ist nichts."

Doch der Versuch scheiterte, der andere Soldat wollte sofort Alarm geben und zog das Schwert. Er hatte es noch nicht ganz aus der Scheide, als Erik schon über ihm war wie eine Katze über der Maus. Er packte den Mann am Waffenrock, zog ihn nach hinten und warf ihn hart zu Boden. Während er ihm einen Dolch an die Kehle setzte, zischte er: "Du bist tot. Keinen Laut!"

Der Mann blickte ihn säuerlich an, nickte jedoch. Leise sagte er: "Nun ja, zumindest kann ich jetzt in Ruhe zu Ende essen." Er setzte sich auf und griff zu seinem Teller, während zwei andere Männer nur verständnislos blinzelten, als Erik das Lagerfeuer umkreiste und ihnen die Kehlen "durchschnitt", ehe sie den Angriff auch nur bemerkt hatten.

Rufe überall im Lager verkündeten Erik, dass seine Kompanie nun insgesamt zuschlug, Kehlen durchschnitt, Zelte einriss und ganz allgemein Verwüstungen anrichtete. Nur ein einziges Verbot hatte Erik erteilt: kein Feuer. Obwohl die Versuchung groß wa

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