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Die Schlangenkrieg-Saga 4 Die zersplitterte Krone von Feist, Raymond E. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 21.01.2019
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Die Schlangenkrieg-Saga 4

Der Klassiker der heroischen Fantasy komplett überarbeitet und in edler Neuausstattung. Die übernatürlichen Gefahren, die Midkemia bedrohen, scheinen nach langem Kampf besiegt zu sein. Doch noch immer ziehen Söldnertrupps plündernd und brandschatzend durch das Königreich. Zwar gelingt es Prinz Patrick, die Hauptstadt Krondor zu befreien. Doch auch damit ist der Krieg in Midkemia noch lange nicht zu Ende. Der selbst ernannte König des Bitteren Meeres, General Fadawah, sammelt seine Kräfte. Er will Krondor um jeden Preis zurückerobern ... Raymond Feist wurde 1945 in Los Angeles geboren und lebt in San Diego im Süden Kaliforniens. Viele Jahre lang hat er Rollenspiele und Computerspiele entwickelt. Aus dieser Tätigkeit entstand auch die fantastische Welt seiner Romane: Midkemia. Die in den 80er Jahren begonnene Saga ist ein Klassiker des Fantasy-Genres, und Feist gilt als einer der wichtigsten Vertreter der Fantasy in der Tradition Tolkiens.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 704
    Erscheinungsdatum: 21.01.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641233006
    Verlag: Blanvalet
    Originaltitel: Shards of a Broken Crown
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Die Schlangenkrieg-Saga 4

Winter

D ash wartete. Die eisige Kälte ließ seine Augen tränen, während er den Blick nicht von der Straße wandte. Der Wiederaufbau von Düstermoor gestaltete sich langwierig, da Schnee und Regen die Arbeiten behinderten, und der Winter zeigte sich zudem von seiner unberechenbaren Seite. Wenn nicht gerade Eis für die Handwerker, die mit der Erneuerung der Mauern beschäftigt waren, jeden Schritt zu einem Risiko machte, dann blieben die Wagen mit den dringend benötigten Baumaterialien im knietiefen Schlamm stecken.

Es war wieder kalt geworden, aber Dash begrüßte es, dass wenigstens kein Schnee fiel. Der Himmel war klar, und die Nachmittagssonne spiegelte eine Wärme vor, die nicht zu spüren war. Dash wusste, dass dies nicht nur am Wetter lag, sondern auch an seiner Stimmung, denn dieser Winter hatte länger gedauert als jeder andere in seinem jungen Leben.

Der Lärm der Stadt wurde durch die stille, frostige Luft herangetragen, während der Tag seinem Ende zuging. Mit ein bisschen Glück würde das neue Tor noch vor Sonnenuntergang fertig sein, und damit wäre die Stadt auch wieder ein wenig sicherer.

Er war müde, so erschöpft, wie er es in seinen zwanzig Jahren noch nie gewesen war. Zum Teil musste er dies der scheinbar endlosen Liste von Aufgaben zuschreiben, die erledigt sein wollten, und dazu gesellte sich Sorge, denn sein Bruder Jimmy war überfällig.

Jimmy spielte zurzeit die Rolle eines Kundschafters hinter den feindlichen Linien. Prinz Patrick von Krondor hatte sich entschlossen, im Frühjahr rasch und mit ganzer Härte gegen die Bedrohung durch die keshianischen Streitkräfte vorzugehen, die an der Südflanke des Königreichs einmarschiert waren. Damit würde die Wiedereroberung jener Gebiete, die während der Invasion im vergangenen Sommer verloren gegangen waren, Owen Greylock, dem Feldmarschall von Krondor, Erik von Düstermoor, Hauptmann der Blutroten Adler, sowie einer kleinen Zahl auserlesener Männer zufallen.

Aus diesem Grund musste der Prinz erfahren, auf welche Weise der Feind zwischen Düstermoor und Krondor agierte. Und Jimmy hatte sich für diese Aufgabe freiwillig gemeldet.

Inzwischen hätte er seit drei Tagen zurück sein sollen.

Also hatte sich Dash zum Rand des bewachten Gebiets begeben, einer Reihe niedergebrannter Mauern am Westende von Düstermoor. Die Armee des Prinzen sorgte im Umkreis eines Tagesritts um die Stadt für eine gewisse Sicherheit, diese Mauerruinen und Schutthaufen boten allerdings reichlich Gelegenheit für einen Hinterhalt, und hier hatte mehr als eine Bande von Plünderern und Ausgestoßenen Zuflucht gefunden.

Er suchte den Horizont nach seinem Bruder ab. Aus dem winterlichen Wald vor ihm war nur selten ein Laut zu hören. Gelegentlich vernahm Dash ein dumpfes Rauschen, wenn Schnee von den Bäumen rutschte, oder ein lautes Knacken, wo einige Meilen entfernt das Eis zu schmelzen begann. Ein Vogel rief, und manchmal raschelte ein Tier im Gebüsch. In der kalten Luft trugen die Geräusche über Meilen hinweg.

Schließlich drang noch etwas aus weiter Ferne an sein Ohr. Es handelte sich leider nicht um den erhofften Hufschlag. Stattdessen knirschte es, als würde jemand über eine verharschte Schneeschicht laufen. Wer immer dieses Geräusch verursachte, er kam gleichmäßigen, gelassenen Schritts und ohne Eile auf ihn zu.

Dash schloss die Finger, die in Handschuhen steckten, zur Faust, öffnete sie wieder und zog das Schwert. Wenn der Krieg ihn etwas gelehrt hatte, dann, stets auf der Hut zu sein. Außerhalb der Festungsmauern der Stadt Düstermoor gab es keine wirklich sicheren Gebiete.

In einiger Distanz bemerkte er eine Bewegung und sah genauer hin. Eine einsame Gestalt marschierte die Straße entlang. Der Mann ging zunächst langsam, aber während Dash ihn beobachtete, beschleunigte er zu einem leichten Trab. Dann nahm er wieder hundert Schritt langsam und erneut hundert schneller, so wie es Dash und sein Bruder in de

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