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Die Shannara-Chroniken: Die Erben von Shannara 2 - Druidengeist Roman von Brooks, Terry (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.01.2018
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Die Shannara-Chroniken: Die Erben von Shannara 2 - Druidengeist

"Terry Brooks erschafft große Epen, reich an Magie, Geheimnissen und Charakteren, die man nie vergisst." Christopher Paolini
Walker Boh, der Onkel von Par Ohmsford, soll im Auftrag von Allanon den Druidenorden neu gründen und so den Sterblichen endlich die Magie zurückgeben. Doch bei der Suche nach der verschollenen Druidenfestung Paranor wurde er in der Halle der Könige mit dem tödlichen Gift der Asphinx infiziert, das ihn nun langsam zu Stein werden lässt. Sein Tod scheint besiegelt, da taucht auf einmal eine wunderschöne Frau an seinem Krankenbett auf ...
Dieser Roman ist bereits geteilt in zwei Bänden erschienen unter den Titeln "Die Schatten von Shannara" und "Die Verräter von Shannara".

Im Jahr 1977 veränderte sich das Leben des Rechtsanwalts Terry Brooks, geboren 1944 in Illinois, USA, grundlegend: Gleich der erste Roman des begeisterten Tolkien-Fans eroberte die Bestsellerlisten und hielt sich dort monatelang. Doch "Das Schwert von Shannara" war nur der Beginn einer atemberaubenden Karriere, denn bislang sind mehr als zwanzig Bände seiner Shannara-Saga erschienen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 576
    Erscheinungsdatum: 15.01.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641212773
    Verlag: Blanvalet
    Originaltitel: The Druid of Shannara
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Die Shannara-Chroniken: Die Erben von Shannara 2 - Druidengeist

1

Der König vom Silberfluss stand am Rande der Gärten, die seit der Dämmerung des Elfenzeitalters sein Reich waren, und blickte hinaus in die Welt der sterblichen Menschen. Was er sah, erfüllte ihn mit Trauer und raubte ihm den Mut. Überall kränkelte das Land und starb, fruchtbarer schwarzer Humus verfiel zu Staub, grasbewachsene Ebenen welkten dahin, Wälder verwandelten sich in riesige Gebiete toten Holzes, und Seen und Flüsse versandeten und trockneten aus. Und allenthalben wurden auch die Geschöpfe, die das Land bewohnten, krank und starben, denn sie fanden keine Nahrung mehr, weil diese zunehmend giftiger wurde. Selbst die Luft hatte begonnen, faulig zu werden.

Und währenddessen, dachte der König vom Silberfluss, gewinnen die Schattenwesen immer mehr an Macht.

Er streichelte die karmesinroten Blüten der Zyklamen, die üppig zu seinen Füßen wuchsen. Große Forsythienbüsche standen gleich dahinter, Hartriegel und Kirschen ein Stück weiter, Fuchsien und Hibiskus, Rhododendron und Dahlien, Beete mit Iris, Azaleen, Gänseblümchen, Rosen und hundert andere Arten von Blumen und Blütensträuchern, die fortwährend in Blüte standen, eine Pracht an Farben, die sich in die Ferne erstreckte, so weit das Auge reichte. Auch Tiere waren zu sehen, große und kleine, Geschöpfe, deren Evolution zurückverfolgt werden konnte in jene längst vergangenen Zeiten, als alles Leben in Frieden und Harmonie existierte.

In der gegenwärtigen Welt der Vier Länder und der Rassen, die sich aus Chaos und Zerstörung der Großen Kriege entwickelt hatten, war diese Zeit beinahe vergessen. Der König vom Silberfluss als Einziger übrig geblieben. Er hatte schon gelebt, als die Welt noch neu war und ihre ersten Geschöpfe gerade geboren wurden. Damals war er jung gewesen, und es hatte viele gegeben, die so waren wie er. Inzwischen war er alt und der Letzte seiner Art. Alles, was einmal gewesen war, mit Ausnahme der Gärten, in denen er lebte, war verschwunden. Nur die Gärten existierten unverändert, getragen von der Elfenmagie. Das Wort hatte dem König vom Silberfluss die Gärten gegeben, das Wort hatte ihm aufgetragen, sie zu pflegen und zu erhalten, als Erinnerung an das, was einst gewesen war und was eines Tages vielleicht wieder sein würde. Die Welt draußen würde sich entwickeln, so wie sie musste, doch die Gärten würden für immer bleiben, wie sie waren.

Und dennoch schrumpften sie. Dieser Prozess fand indes nicht so sehr materiell, sondern eher spirituell statt. Die Grenzen der Gärten lagen unveränderlich fest, denn ihr Dasein wurde von den Veränderungen der sterblichen Welt nicht beeinflusst. Die Gärten waren eher eine Präsenz als ein Ort. Doch diese Präsenz wurde durch die Krankheit der Welt, an die sie gebunden war, geschwächt, denn die Aufgabe der Gärten und ihres Hüters bestand darin, jene Welt stark zu erhalten. Je vergifteter die Vier Länder wurden, desto schwerer wurde diese Aufgabe, desto schwächer die Auswirkung dieser Arbeit, und damit begann die Kraft menschlichen Glaubens und Vertrauens in ihre Existenz - die immer ein wenig geschwankt hatte - ganz und gar zu versiegen.

Der König vom Silberfluss war bekümmert deswegen. Er trauerte nicht um seiner selbst willen, er stand über solchen Gefühlen. Er trauerte für die Völker der Vier Länder, die sterblichen Männer und Frauen, denn sie liefen Gefahr, die Elfenmagie für immer zu verlieren. Die Gärten im Lande des Silberflusses waren jahrhundertelang ihre Zuflucht gewesen und er ihr spiritueller Freund, der seine Völker beschützte. Er hatte über sie gewacht, hatte ihnen ein Gefühl von Frieden und Wohlergehen vermittelt, das die körperlichen Grenzen überstieg, und hatte das Versprechen gegeben, dass Wohlwollen und guter Wille in manchen Winkeln der Welt noch immer für alle zugänglich wären. Das war nun vorbei. Er konnte niemanden mehr schützen. Das Übel der Schattenwesen, das Gift, das sie über die Vier Länder brachte

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