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Die Shannara-Chroniken: Die Reise der Jerle Shannara 1 - Die Elfenhexe Roman von Brooks, Terry (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.10.2018
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Die Shannara-Chroniken: Die Reise der Jerle Shannara 1 - Die Elfenhexe

Der Fantasy-Klassiker endlich wieder verfügbar - in überarbeiteter Neuausgabe.
Seit er 1977 seinen ersten Roman veröffentlichte, hat sich der Autor Terry Brooks immer mehr von seinem großen Vorbild, J.R.R. Tolkien, gelöst. Vierzig Jahre später, im Jahr 2017, widerfuhr im die größte Ehre, die ein Fantasy-Autor erhalten kann. Für sein Lebenswerk wurde ihm der World Fantasy Award verliehen, die renommierteste Auszeichnung der Fantasy. Damit steht er auf einer Stufe mit Autoren wie Peter S. Beagle, Terry Pratchett, Stephen King und George R.R. Martin. Die Reise der Jerle Shannara ist die dritte Subserie der Shannara-Chroniken, die Blanvalet in edler Neuaustattung und komplett überarbeitet veröffentlicht.

Im Jahr 1977 veränderte sich das Leben des Rechtsanwalts Terry Brooks, geboren 1944 in Illinois, USA, grundlegend: Gleich der erste Roman des begeisterten Tolkien-Fans eroberte die Bestsellerlisten und hielt sich dort monatelang. Doch "Das Schwert von Shannara" war nur der Beginn einer atemberaubenden Karriere, denn bislang sind mehr als zwanzig Bände seiner Shannara-Saga erschienen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 544
    Erscheinungsdatum: 15.10.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641233013
    Verlag: Blanvalet
    Originaltitel: The Voyage of the Jerle Shannara Trilogy 1 - The Ilse Witch
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Die Shannara-Chroniken: Die Reise der Jerle Shannara 1 - Die Elfenhexe

1

Hunter Predd patrouillierte in den Gewässern der Blauen Spalte nördlich der Insel Mesca Rho, einem Außenposten der Flugreiter am westlichen Rand der Elfengewässer, als er den Mann auf einer Spiere hängen sah. Der Kerl war wie eine Puppe über die ganze Länge des Holzes drapiert, sein Kopf lag auf der Planke, das Gesicht ragte kaum aus dem Wasser, und einen Arm hatte er um sein schmales Floß geschlungen, damit er nicht abrutschte. Seine Haut war verbrannt und von Sonne, Wind und Wetter gezeichnet, und die Kleidung hing in Fetzen an ihm herab. Er lag so still, dass man unmöglich sagen konnte, ob er noch lebte. Eigentlich war es die eigentümlich rollende Bewegung seines Körpers auf den sanften Wellen, die Hunter Predd als Erstes aufgefallen war.

Obsidian hielt bereits auf den Schiffbrüchigen zu und brauchte die Führung seines Reiters durch Hände und Knie nicht; er wusste, was zu tun war. Da seine Augen schärfer waren als die des Elfen, hatte er den Mann im Wasser schon vor Hunter entdeckt und Kurs auf ihn genommen, um ihn zu retten. Das war ein wichtiger Teil seiner Arbeit, für die er ausgebildet worden war: Er sollte jene finden und retten, deren Schiffe auf See verloren gegangen waren. Der Rokh konnte einen Menschen auf tausend Meter von einem Stück Holz oder einem Fisch unterscheiden.

Mit weit ausgestreckten Flügeln ging er langsam in die Kurve, sank hinunter und holte den Mann mit sicherem und vorsichtigem Griff aus dem Wasser. Die großen Krallen legten sich fest und dennoch sanft um die schlaffe Gestalt, und dann stieg der Rokh wieder auf. Klar wölbte sich der Spätfrühlingshimmel als blaue Kuppe über ihnen, und die strahlende Sonne erwärmte die Luft und spiegelte sich silbern glitzernd auf den Wellen. Hunter Predd lenkte sein Reittier zurück zu einem kleinen Atoll, das einige Meilen von Mesca Rho entfernt war und das nächstgelegene Stück Land darstellte. Dort würde er sehen, was er tun konnte, wenn es nicht schon zu spät war.

Sie erreichten das Atoll in weniger als einer halben Stunde, da Hunter Predd Obsidian niedrig hielt und gleichmäßig fliegen ließ. Der Rokh war schwarz wie Tinte und im besten Alter, der dritte in seiner Zeit als Flugreiter und vermutlich der beste. Obsidian war nicht nur groß und kräftig, sondern besaß auch hervorragende Instinkte und hatte gelernt vorauszuahnen, was sein Flugreiter als Nächstes von ihm wollte. Inzwischen waren sie fünf Jahre zusammen, was nicht lange war für einen Reiter und sein Tier, aber dennoch handelten sie bereits, als wären ihre Körper und Seelen miteinander verbunden.

Langsam flatternd ging Obsidian auf der Leeseite des Atolls nieder, legte seine Last auf einem sandigen Streifen Strand ab und landete auf den nahen Felsen. Hunter Predd sprang von ihm herunter und eilte zu der reglosen Gestalt. Der Mann reagierte nicht, als der Flugreiter ihn auf den Rücken drehte und nach Lebenszeichen forschte. Puls war vorhanden, das Herz schlug. Die Atmung ging schleppend und flach. Dann betrachtete Hunter Predd das Gesicht und stellte fest, dass die Augen und die Zunge herausgeschnitten worden waren.

Es handelte sich um einen Elfen, erkannte der Flugreiter. Allerdings um kein Mitglied des Schwingenhorstes. Das war offensichtlich, da die Narben vom Harnisch an Unterarm und Händen fehlten. Hunter untersuchte den Körper sorgfältig auf gebrochene Knochen hin, entdeckte jedoch keine weiteren Schäden. Die einzigen Verletzungen waren jene im Gesicht. Vor allem litt der Mann an Ernährungsmangel und Unterkühlung. Hunter benetzte die Lippen des Mannes mit frischem Wasser aus seinem Schlauch und ließ ein wenig davon in den Mund rinnen. Die Lippen bewegten sich schwach.

Nun dachte Hunter über seine Möglichkeiten nach und entschied sich, den Mann in den Seehafen Bracken Clell zu bringen, die nächstgelegene Siedlung, in der er einen Elfenheiler finden würde, der ihm die notwendige Pflege angedeihen lassen konnte. Er hätte ihn auc

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