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Die Starfarer-Verschwörung Die Sax-Chroniken 1 von Schwartz, Richard (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.10.2019
  • Verlag: Piper Verlag
eBook (ePUB)
14,99 €
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Die Starfarer-Verschwörung

Bestsellerautor Richard Schwartz führt seine Fans in die dunklen Weiten des Universums. Mit "Die Sax-Chroniken" beginnt ein episches Abenteuer zwischen den Sternen und eine fantastische Space Opera: Die Diebin Sax ist auf dem Tiefpunkt ihrer Karriere angekommen. Ihre Verbündeten lassen sie im Stich und ein Unbekannter trachtet ihr nach dem Leben. Doch dann entdeckt Sax durch Zufall ein Artefakt aus ferner Vergangenheit: ein Shuttle, Relikt einer untergegangenen Hochkultur. Mit einem Mal ist Sax die mächtigste Frau des Planeten. Aber ihre Entdeckung zieht sie in eine hochgefährliche Verschwörung hinein, die den Kampf um die Vorherrschaft in der Galaxie neu entfacht ... Richard Schwartz, geboren 1958 in Frankfurt, hat eine Ausbildung als Flugzeugmechaniker und ein Studium der Elektrotechnik und Informatik absolviert. Er arbeitete als Tankwart, Postfahrer und Systemprogrammierer und restauriert Autos und Motorräder. Am liebsten widmet er sich jedoch phantastischen Welten, die er in der Nacht zu Papier bringt – mit großem Erfolg: Seine Reihe um "Das Geheimnis von Askir" wurde mehrfach für den Deutschen Phantastik Preis nominiert. Zuletzt erschien die neue Reihe "Die Eisraben-Chroniken".

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 480
    Erscheinungsdatum: 01.10.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783492994385
    Verlag: Piper Verlag
    Größe: 6351 kBytes
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Die Starfarer-Verschwörung

Kapitel 1

Absolute Dunkelheit

Eltyr ist eine alte Stadt. Einmal habe ich einen Touristenführer gehört, der seiner Gruppe stolz davon berichtet hat, es gäbe Hinweise darauf, dass Eltyr zur Zeit der ersten Diaspora gegründet worden wäre. Das würde bedeuten, dass die Stadt fast fünfhundert Standard-Jahre alt sein müsste. So stolz, wie er davon berichtet hatte, hätte man leicht glauben können, dies wäre alleine sein Verdienst.

Möglicherweise stimmt die Geschichte sogar. Ich erinnere mich daran, wie Mendez' Vater uns in einem dieser seltenen Momente, als er relativ nüchtern gewesen ist, erzählt hat, dass es im Untergrund der Stadt Dutzende von Schichten alter Bauwerke gibt. Angeblich sind ganze Stadtviertel und Straßenzüge im Lauf der Jahre durch ganz unterschiedliche Katastrophen verschüttet worden. Es gibt auch Gebiete, die einfach überbaut wurden, und es soll da unten sogar noch ganze Straßenzüge und Häuser geben, die aussehen, als wären ihre Bewohner nur kurz weggegangen.

Mindestens zweimal ist Karstein aus dem Orbit bombardiert worden. Vor zwei Jahren ist es mir gelungen, mich in eine Schulklasse zu mischen und mich so in das Historische Museum einzuschleichen. Eine meiner Charakterschwächen ist eine gewisse Neugierde, welche mich dazu verführt hat, mir die Aufzeichnung des ersten Bombardements anzusehen.

Die alte Aufzeichnung war nur knapp unter dreißig Sekunden lang, und der Anblick dessen, was passiert, wenn man kinetische Impaktwaffen auf eine Welt fallen lässt, hat mich noch lange in meinen Albträumen verfolgt.

Orbitale Bombardements, Brände, Erdbeben, andere Katastrophen, Eltyr hat sie alle überlebt. Der Hauptgrund dafür ist der Raumaufzug, der vierzig Kilometer vom Stadtzentrum entfernt im Hardenbergmassiv verankert ist. Ein Gebirge, das man von jedem hohen Haus in der Stadt aus sehen kann.

Der Berg ist so hoch, dass selbst im heißesten Sommer der Schnee auf seinem Gipfel nicht schmilzt. An einem klaren Tag kann man das feine Band sehen, das von der Zentralstation aus bis in den Himmel reicht.

Irgendwo hoch über unseren Köpfen, in neunzig Kilometer Höhe, findet dieses feine Band einen Ankerpunkt in einem Klotz aus Ferrozem, der eine Kantenlänge von zweihundert und elf Metern besitzt. Wie die Stadt selbst hat der Raumaufzug alle Katastrophen überstanden.

Ich besitze nicht die beste Bildung, doch ich weiß, dass es im gesamten Sektor nur drei weitere Planeten mit einem Raumaufzug gibt. Ich weiß auch, dass heute niemand mehr auch nur die geringste Ahnung hat, wie man das Material herstellt, aus dem das Band besteht. Ich habe es selbst einmal mit eigenen Augen gesehen. Vierundvierzig Meter breit, zwei Zentimeter dick, so schwarz, dass selbst ein Punktlaser keinen Lichtpunkt hinterlässt.

Soviel ich weiß, wurde die Orbitalstation schon dutzendfach zerstört und wieder und wieder neu aufgebaut. Andere Planeten haben Raumstationen, die kleinen Monden gleichen, doch ein Raumaufzug erlaubt es, große Mengen von Waren leicht, günstig und vor allem sicher in den Orbit zu bringen.

Solange es den Raumaufzug gibt, gibt es auch den Markt.

Es gibt eine Redewendung. Was es nicht in Eltyr gibt, gibt es nirgendwo. Es ist etwas Wahres dran. Es gibt auch ein anderes Sprichwort. Wo es einen Markt gibt, gibt es Diebe. Genzo nannte es ein Naturgesetz. Nicht alles, was Genzo so erzählte, sollte man glauben, doch zumindest hier hatte er wohl recht, denn Genzo war einer dieser Diebe und wusste also, wovon er sprach.

Genzo war es irgendwie gelungen, unabhängig zu bleiben. Er war ein Geist gewesen, einer dieser Leute, die imstande sind, unbemerkt die meisten Sicherheitssysteme zu durchdringen und nach angemessener Umverteilung fremden Eigentums ungesehen zu entkommen.

Sein - und damit auch später mein - Spezialgebiet waren die Hotels. Auf dem Markt von Eltyr drängen sich, ob tags, ob nachts, Tausende von Menschen. Nicht jeder diese

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