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Die Sternenzitadelle Roman von Bordage, Pierre (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.03.2012
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Die Sternenzitadelle

Der letzte große Kampf
Die ferne Zukunft: Übermächtige Wesen bedrohen alle Völker der Galaxis und wollen alles schöpferische Leben - und damit das gesamte Universum - auslöschen. Schon verschwinden die ersten Sterne in der Dunkelheit des Nichts. Nur zwölf Auserwählte aus den Reihen der legendären Krieger der Stille könnten die Meister-Creatoren aufhalten. Doch auf die Zwölf warten schier unüberwindliche Schwierigkeiten auf ihrem Weg zur Sternenzitadelle ...

Pierre Bordage, 1955 im Département Vendée geboren, studierte Literaturwissenschaft in Nantes. Mit seinem ersten Roman Die Krieger der Stille landete er auf Anhieb einen riesigen Publikumserfolg. Das Buch wurde mehrfach preisgekrönt, unter anderem mit dem renommierten Grand Prix de l'Imaginaire. Der Autor lebt mit seiner Familie in Boussay an der Atlantikküste.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 672
    Erscheinungsdatum: 08.03.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641084301
    Verlag: Heyne
    Originaltitel: La Citadelle Hyponéros
    Größe: 1072 kBytes
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Die Sternenzitadelle

ZWEITES KAPITEL

Zwölf an der Zahl müssen erscheinen,
Gemäß den zwölf ersten Welten,
Den zwölf ersten Gewässern
Und den zwölf ersten Tagen.

Zwölf Stimmen werden singen,
Auf gerade oder verschlungene Pfade sich begeben.
Finster oder rein wird ihre Seele klingen.
Lang oder kurz wird es sein, ihr Leben.

Zwölf Funken werden sprühen,
Wie die zwölf ersten Blumen erblühen,
Wie die zwölf ersten Bäume zum Licht streben
Und die zwölf ersten Tiere leben.

Zwölf Herzen werden kraftvoll schlagen,
In Welten grün oder schwarz an allen Tagen.
Blau oder weiß werden ihre Augen sein
Und hell- oder dunkelhäutig werden sie sein.

Zwölf Denkweisen werden sich vereinen,
Wie die ersten zwölf Frauen,
Wie die ersten zwölf Männer,
Wie die ersten zwölf Kinder.

Zwölf Menschen voller Leidenschaft
Werden dank ihrer Kraft
Voller Freude triumphieren,
Und alle werden jubilieren.

Elf an der Zahl werden kapitulieren,
Elf werden untergehen,
Elf werden vernichtet.

Sollte ein Einziger sterben,
Sollte ein Einziger versagen,
Sollte ein Einziger Verrat üben,

Wird die Menschheit untergehen und verderben.

Der Duodekalog
Erstes Buch des Zeitenendes
"Die Prophezeiungen des Zahiel"

E s ist Zeit, dass Wir Uns vor den Erzfeinden des Glaubens in stillem Gedenken sammeln, mein lieber Adaman ..."

Adaman Mourall stimmte mit einem Nicken zu und folgte seinem erhabenen Gesprächspartner. Die beiden Männer verließen die Gemächer des Pontifex über ein Treppenhaus, das in die feuchtkalten und dunklen Kellerräume des Bischöfl ichen Palastes in Venicia führte. Ihre Gedankenhüter - acht für den Muffi und zwei für den jungen Exarchen - gingen in gebührendem Abstand hinter ihnen her. Fast unhörbar waren die Schritte der in weiße Kapuzenmäntel gekleideten Scaythen.

Die regelmäßigen Besuche der vier in einem Kellergewölbe ruhenden tiefgefrorenen Menschen machten Adaman Mourall fast wahnsinnig, und ebenso widerwärtig fand er es, von Barrofill XXV. ständig mit "mein lieber Adaman" oder "mein lieber Sohn des Marquisats" angeredet zu werden. Doch diese Titulierungen musste er fast täglich über sich ergehen lassen, seit der Unfehlbare Hirte ihn zum Ersten Sekretär ernannt hatte. Eine Auszeichnung, auf die der Absolvent der Elitehochschule der Heiligen Propaganda (EDHP) gern verzichtet hätte. Wie der Muffi war er in Duptinat - der Hauptstadt des Planeten Marquisat - geboren. Doch diese Tatsache hatte ihm eher zum Nachteil als zum Vorteil gereicht. Statt nach dem Studium sofort in seine Heimat zurückkehren zu dürfen, wie seine Lehrer es ihm versprochen hatten, hatte man ihn gezwungen, für unbestimmte Zeit auf Bella Syracusa zu leben, und das im Schatten einer der mächtigsten und gefürchtesten Persönlichkeiten des Ang-Imperiums.

Gewiss, der kaiserliche Planet besaß unbestreitbare Vorzüge: ein angenehmes mildes Klima, bezaubernde Landschaften, eine äußerst kultivierte Bevölkerung, eine prachtvolle Hauptstadt, deren Schönheit bereits legendär war - doch Adaman Mourall litt trotz alledem unter Heimweh.

Im Alter von fünfzehn Jahren hatte er in einem Deremat des Intergalaktischen Transportunternehmens die Reise nach Venicia angetreten, um dort an der Elitehochschule zu studieren, und nie vermutet, dass

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