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Die Wellen singen Roman von Wilson, C. L. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.09.2018
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Die Wellen singen

Prinzessin Sommer lässt in Liebesdingen ihren Schwestern den Vortritt. Sie hat panische Angst davor, sich zu verlieben, denn sie hat gesehen, wie der Verlust ihrer Mutter ihren Vater in den Wahnsinn getrieben hat. Er hat ein ganzes Land in den Krieg geführt und seine Familie beinahe zerstört. Und Sommers Magie, die sie sorgsam geheim hält, ist noch viel gefährlicher als die ihres Vaters. Doch als Prinz Dilys beginnt sie zu umwerben, kann sie sich dieser magischen Verbindung kaum entziehen ...

C. L. Wilson wurde in Houston, Texas geboren. Ihre Eltern arbeiteten bei der NASA, und schon als Kind liebte sie Mythen und Geschichten über andere Welten. So ist es kein Wunder, dass sie Schriftstellerin wurde. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern an der Golfküste Floridas.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 382
    Erscheinungsdatum: 28.09.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732556670
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Serie: Mystral Bd.3
    Originaltitel: The Sea King (Teil 1)
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Die Wellen singen

Kapitel 1

Abendrotstrand, Insel Calberna

"Höher, Dilys! Höher!" Pangi Mahilos schrilles Juchzen schallte über den rosafarbenen Sandstrand.

"Noch höher, was?" Lachend warf Dilys Merimydion einen raschen Blick zur Mutter des in seinen Armen zappelnden Jungen, den er in die Luft geworfen hatte. Diese verdrehte zwar die Augen, nickte aber trotzdem zustimmend. "Na gut", sagte Dilys zu Pangi, "dann also noch höher. Und du hältst besser deinen Bauch fest!" Mit einem Grinsen warf Dilys den schlaksigen kleinen Jungen hoch in die Luft. Da Dilys sieben Fuß groß war, flog das Kind somit gute zehn Fuß oder mehr in die Höhe.

Pangis helles Gelächter schreckte eine Schar Seevögel in der Nähe der calbernischen Inselbewohner auf, die sich auf dem rosafarbenen Sand des Abendrotstrandes versammelt hatten, um die Hochzeit eines der Seemänner in Dilys' Flotte zu feiern.

"Jetzt ich! Jetzt ich!", bettelten die anderen Kinder im Chor, als Dilys Pangi wieder absetzte.

"Da hast du dir ja was eingebrockt", murmelte Dilys' Cousin Arilon Calmyria mit einem Grinsen angesichts der Horde schreiender Kinder.

"Das tue ich doch immer." Dilys liebte Kinder, liebte es, sich mit ihnen zu beschäftigen und sie zum Lachen zu bringen. Vielleicht lag es daran, dass er selbst nie Geschwister gehabt hatte. Oder daran, dass er sich mit einer Heftigkeit nach einer Frau und eigenen Kindern sehnte, die selbst unter den leidenschaftlichen, legendären Calbernianern selten war. "Ich habe ein besonderes Talent dafür, die Kleinen zu unterhalten", fügte er hinzu.

"Stimmt. Deshalb bist du der Liebling auf jeder Feier."

" Ono - nein", korrigierte Dilys mit einem Grinsen. "Das verdanke ich meinem guten Aussehen und meinem Charme. Stimmt's, Beno?" Diese Frage richtete Dilys an einen der Vierjährigen, der sich wie eine Seepocke an sein Bein geklammert hatte.

"Stimmt!", schrie Beno.

Dilys belohnte den Jungen, indem er ihn aus der Meute pflückte und hoch in die Luft warf.

In der Nähe lachte Ryllian Ocea, ein weiterer Cousin von Dilys. "Der Wahrheitsgehalt von Antworten, die im Austausch gegen persönlichen Gewinn gegeben werden, ist im besten Fall zweifelhaft", betonte er. Ryll studierte Rechtswissenschaften als Vorbereitung auf seinen bevorstehenden Rückzug aus der Seefahrt und dem Söldnerhandwerk, dem alle erwachsenen männlichen Calbernianer bis zur Ehe nachgingen.

Diese berufliche Veränderung stand noch innerhalb dieses Jahres an ... für sie alle. Ryll würde seinen Platz in der Anwaltskanzlei seiner Mutter einnehmen. Ari würde mit seinen Eltern im Schiffsbaugewerbe des Hauses Calmyria arbeiten. Und Dilys würde darauf vorbereitet werden, die täglichen Geschäfte des gewaltigen Schifffahrts- und Ackerbau-Imperiums des Hauses Merimydion zu übernehmen.

Denn morgen würden Dilys, Ari, Ryll und jeder andere heiratswürdige Sohn der See, der letzten Winter mit ihnen zu den Æsir-Inseln gesegelt war - der nördlichen Inselgruppe, zu der die Königreiche Winterfels, Sommergrund und Seehafen gehörten -, zu jenen Ufern zurückkehren, um unter den unverheirateten und verwitweten Frauen von Winterfels und Sommergrund auf Brautwerbung zu gehen. Und sobald sie verheiratet waren, würden ihre Tage als Söldner vorüber sein.

Als könnte Ari Dilys' Gedanken lesen, legte er Ryll einen Arm um die breiten Schultern und zeigte mit dem Kinn zur Braut und dem Bräutigam, beide in schimmerndes Meeresblau gekleidet. Sie trugen Kränze aus fuchsiafarbenen und gelben Blumen auf den Köpfen und um den Hals üppige Ketten, die aus dunkelgrünen Tili -Blättern und winzigen, zarten, weißen Merimydia -Blüten geflochten waren. "Stellt euch nur vor, Cousins, bevor das Jahr vorüber ist, werden wir es sein, die neben unseren Lianas am Strand stehen und grinsen, als hätten wir gerade den Calberna-Pokal gewonnen." Der Calberna-Pokal war der äußerst begehrte Preis eine

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