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Die wilde Jagd Roman von Cooper, Elspeth (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.02.2013
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Die wilde Jagd

Nur wer das Geheimnis der Magie ergründet, kann das Böse besiegen ...
Der geheimnisvolle Schleier, der die Welt vor den Dämonen schützt, ist im Schwinden begriffen. Allein der Magier Gair und die Wächter des Schleiers vermögen dem Angriff des Bösen Einhalt zu gebieten. Als sich jenseits der Berge, im kalten Norden, eine dunkle Macht erhebt, die noch viel schrecklicher ist als jeder Dämon, sind Gair und seine außerordentliche Gabe die einzige Hoffnung, die den Menschen noch bleibt. Doch Gair ist gezeichnet von der Trauer um seine große Liebe Aysha, die dem Wüten der Dämonen zum Opfer fiel, und ausgerechnet in der Stunde der größten Not drohen ihn seine Kräfte zu verlassen ...

Elspeth Cooper wurde 1968 in Newcastle upon Tyne geboren. Als sie noch klein war, lasen ihr ihre Eltern Ivanhoe als Gute-Nacht-Geschichte vor und weckten so in ihr die Liebe zu epischen Abenteuern. Eine Faszination, die sie bis heute nicht mehr losgelassen hat. Die Lieder der Erde ist ihr erster Roman und der Auftakt zu einer faszinierenden Serie. Die Autorin lebt mit ihrem Mann in Northumberland.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 592
    Erscheinungsdatum: 11.02.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641086442
    Verlag: Heyne
    Serie: The Wild Hunt Bd.2
    Originaltitel: Trinity Rising - Wild Hunt Trilogy 2
    Größe: 652 kBytes
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Die wilde Jagd

2

Der Tradition entsprechend, hielt Drwyn bei einsetzender Abenddämmerung eine Fackel an das Zelt seines Vaters. Die Flammen leckten zögerlich an dem bemalten Leder, als ob sie seltsame neue Nahrung kosteten, dann fanden sie Gefallen daran, sprangen hoch und verzehrten es. Nach wenigen Minuten stand der Scheiterhaufen in hellem Glanz; das Feuer zuckte und wand sich im unablässigen Ostwind. Drwyn warf die Fackel in die Flammen und trat von der sengenden Hitze zurück. Am Morgen würde alles vorbei sein.

Ein Seufzen ging durch den versammelten Clan. Aus den Augenwinkeln sah Drwyn, wie die schattenhaften Gestalten zurückwichen und mit der Dunkelheit zwischen den Zelten verschmolzen, während andere nach vorn kamen. Zwanzig Krieger würden zusammen mit ihm Wache stehen, einer für jedes Jahr der Herrschaft seines Vaters. Sie bildeten einen groben Kreis um den Scheiterhaufen; ihre Gesichter waren in dem orangefarbenen Licht jeglicher Identität beraubt und von scharfen Schatten umrahmt. Ihre Speere standen aufrecht vor ihnen, und sie würden hierbleiben, bis entweder das Feuer erlosch oder die Sonne aufging.

Das Zelt brach unter einem plötzlichen Auflodern der Flammen in sich zusammen. Der Leichnam des alten Mannes und die Grabbeigaben, die um ihn herum aufgeschichtet waren, lagen ununterscheidbar im Herzen des Feuers. Am nächsten Morgen würde nichts mehr da sein außer Asche und einigen versengten Metallstücken sowie geborstener Töpferware. Es war wenig für einen Mann, der sein Volk zwei Jahrzehnte lang geführt und zugesehen hatte, wie es unter seiner Herrschaft gewachsen und gediehen war.

Die letzten Jahre waren gut zu den Crainnh gewesen. Die Elche hatten sich prächtig entwickelt und mehr Jungtiere hervorgebracht als je zuvor, und die Flüsse hatten von den vielen Fischen silbrig geglänzt. Sogar die Winter schienen weniger kalt gewesen und später gekommen zu sein, und sie schienen nicht so lange gedauert zu haben, obwohl die Ebene noch immer die Hälfte des Jahres über mit Schnee bedeckt war.

Diese gute Zeit hatte Drwyn das Warten besonders schwer gemacht. Sein Vater war bei bedauerlich guter Gesundheit gewesen und schien mit jedem Winter nicht schwächer, sondern stärker zu werden. Aber Ytha hatte Drwyn zur Geduld geraten und gesagt, er solle abwarten. Und obwohl es drei Jahre gedauert hatte, während derer Drwyn das Haupt gesenkt gehalten und sich immer wieder auf die Zunge gebissen hatte, war ihm am Ende doch sein Wunsch gewährt worden. Der alte Bussard hatte zwischen den Schenkeln eines fünfzehnjährigen Mädchens seinen letzten Atemzug getan. Maegern hatte seine Seele in die Halle der Helden geführt, wo er nun zu ihrer Rechten saß und Uisca aus einem silbernen Becher trank. Und endlich würde Drwyn jetzt der Häuptling sein.

Alles zu seiner Zeit, Jüngling , sagte eine Stimme in seinem Hinterkopf.

Ytha beobachtete ihn durch das Feuer hindurch. Ihr Blick strich wie ein eisiger Wind über sein Gesicht und zerstreute den Hitzedunst zwischen ihnen, bis ihr Gesicht so klar zu erkennen war, als ob sie sich unmittelbar vor ihn gestellt hätte.

Drwyn blinzelte erstaunt und biss die Zähne zusammen, als er begriff, dass er einem ihrer Tricks erlegen war. Ihre sonnengebräunte Stirn legte sich in Falten, als sie eine Braue hob und spöttisch die Mundwinkel verzog. Es war, als ob sie seine Geheimnisse kennen und dies sie belustigen würde. Er biss die Zähne noch fester zusammen. Er würde den Blick nicht abwenden.

Ythas Mundwinkel zuckten wieder. Sie lachte ihn aus, verdammt! Bei der dunklen Göttin, das würde er nicht dulden!

Ihre grünen, nun zu Grau verblassten Augen starrten ihn in der Dunkelheit an und zeigten nun keine Spur von Belustigung mehr. Sie waren so hart wie Achate und so scharf wie Frost. Vergiss nicht, wer hier der Königsmacher ist, Drwyn. Der Halsring der Crainnh gehört dir noch nicht .

Er schluckte. Seine Hän

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