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Die Winde von Darkover Ein Darkover Roman von Bradley, Marion Zimmer (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 31.10.2014
  • Verlag: Edel Elements
eBook (ePUB)
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Die Winde von Darkover

Bestsellerautorin Marion Zimmer Bradley ('Die Nebel von Avalon') hat mit dem opulenten Darkover-Zyklus eine einzigartige Romanreihe geschaffen: Die fesselnde Geschichte einer geheimnisvollen fremden Welt und ihrer Bewohner ist Kult! Daniel Barron, ein junger Terraner und geschickter Techniker, wird zu Unrecht beschuldigt, einen schweren Unfall auf dem Raumhafen Thendara verursacht zu haben. Daniel wird vom Dienst suspendiert und auf eine Mission zur Comyn-Familie Alton gesandt, die seine Fähigkeiten benötigt. Immer häufiger jedoch leidet Daniel unter schweren Anfällen von Persönlichkeitsspaltung, hervorgerufen durch die Kräfte des Laran, denen er hilflos ausgesetzt ist. Auch das Mädchen Melitta muß sich gegen überaus mächtige Feinde behaupten, als die Burg Storn, Wohnsitz ihrer Familie, in die Häne von Banditen fällt. Sowohl Melitta als auch Daniel befinden sich im Bann eines Geisterwindes, der das Denken beeinflußt und schreckliche Visionen heraufbeschwört...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 157
    Erscheinungsdatum: 31.10.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955305864
    Verlag: Edel Elements
    Größe: 1107kBytes
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Die Winde von Darkover

1

Barron stopfte seine letzten Habseligkeiten in einen Duffelbag, zog die Schnüre zu und sagte zu niemandem im besonderen: "Das wär's also, und zum Teufel mit ihnen allen."

Er richtete sich auf und warf einen letzten Blick auf die ordentliche, enge Welt einer Raumhafen-Unterkunft. Ursprünglich als Materiallager gedacht, war sie das erste terranische Gebäude auf Darkover in der Zone, die später die Handelsstadt werden sollte. Sein Zimmer glich einer Raumschiffkabine. Es war eng, strahlend sauber und vollgestopft, die Möbel waren funktional und fast alle eingebaut. Ein professioneller Raumfahrer hätte sich hier wohl gefühlt. Die Leute vom Bodenpersonal taten es nicht; sie neigten zu Klaustrophobie.

Barron hatte sich ebensooft beschwert wie alle anderen, hatte geltend gemacht, das Zimmer möge eine anständige Unterkunft für zwei Mäuse sein, falls eine von ihnen strenge Diät halte. Aber jetzt, da er es verließ, spürte er einen merkwürdigen Schmerz, der beinahe wie Heimweh war. Er hatte fünf Jahre hier gewohnt.

Fünf Jahre! Ich hatte nie vor, so lange auf einem Planeten hängenzubleiben!

Er warf sich den Duffelbag über die Schulter und schloß die Tür seines Zimmers zum letztenmal.

Der Korridor war so funktional wie die Wohnräume; Hinweistafeln und Karten pflasterten die Wände bis zur Augenhöhe eines großen Mannes. Barron schritt dahin, ohne die vertrauten Anschläge zu sehen. Doch er warf einen kurzen, bitteren Blick auf das Schwarze Brett, das seinen Namen in Rot auf der gefürchteten Verweisliste trug. Er hatte fünf Verweise - sieben genügten, um einen für immer aus dem Raumdienst zu entfernen.

Kein Wunder, dachte er. Ich bin nicht ungerecht behandelt worden; tatsächlich hat man bei mir noch durch die Finger gesehen. Es war pures Glück und nicht mein Verdienst, daß der Kreuzer und das Vermessungsschiff nicht abstürzten und den verdammten Raumhafen von Darkover wegpusteten, und die halbe Handelsstadt dazu! Er preßte die Lippen zusammen. Da machte er sich Gedanken über Verweise wie ein Schuljunge - und dabei ging es nicht nur um das. Viele Leute im terranischen Raumdienst leisteten ihre ganzen zwanzig Jahre ohne Verweis ab - und er hatte sich in einer einzigen Katastrophennacht gleich fünf eingefangen.

Obwohl es nicht seme Schuld war.

War es doch, verdammt noch mal. Wem sonst könnte ich die Schuld geben? Ich hätte mich krank melden sollen .

Aber ich war nicht krank!

Auf der Verweisliste hieß es: Grobe Pflichtverletzung, ernste Gefahr, daß ein landendes Raumfahrzeug verunglückte. Man hatte ihn buchstäblich im Dienst schlafend angetroffen. Aber verdammt, auch geschlafen habe ich nicht!

Ist es ein Tagtraum gewesen?

Ich möchte nicht versuchen, ihnen das zu erzählen. Wie sollich ihnen klarmachen, daß ich in einem Augenblick, da ich mich mit jedem Nerv und Muskel auf die allein wichtigen Kontrollschirme hätte konzentrieren müssen - anderswo war! Man ertappte mich in einem tiefen Traum, überwältigt von Farben, Bildern, Geräuschen, Gerüchen, Blitzen leuchtender Klarheit. Da stemmte ich mich unter einem tief purpurnen Himmel gegen einen eisigen Wind, über mir glänzte eine rote Sonne - die darkovanische Sonne - die Sonne, die die Terraner die Blutige Sonne nennen. Auf diese Weise hatte ich sie noch nie gesehen, durch eine breite Wand aus Kristallglas in Regenbogenfarben zerlegt. Ich hörte meine eigenen Stiefel auf eishartem Stein widerhallen. Mein Puls schlug mit Haß, und ich spürte den Adrenalinstoß in meinem Blut. Ich fiel in Laufschritt. Haß und Blutdurst überfluteten mich. Vor mir erhob sich etwas - Mann, Frau, Tier - ich erkannte es nicht, es war mir auch gleich - und ich hörte mein Fauchen, während eine Peitsche niedersauste und irgendwer schrie .. .

Dann löste sich die Vision in das alptraumhafte Geheul des Alarms auf, der in allen Räumen losbrüllenden Sirenen, Hupe

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