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Doctor Who - Apollo 23 von Richards, Justin (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.02.2019
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
8,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Ab 28.02.2019 per Download lieferbar

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Doctor Who - Apollo 23

Ein Astronaut in vollem Raumanzug taucht aus dem Nichts in einem belebten Einkaufszentrum auf. Vielleicht ein Werbegag? Ein Foto zeigte eine gut gekleidete Frau in einem roten Mantel, die tot am Rand eines Kraters auf der dunklen Seite des Mondes liegt - daneben ihr geliebtes Hundchen Poochie. Vielleicht ein Schwindel? Aber der Doctor und Amy finden bald heraus, dass dies nur unbedeutendere Nebeneffekte in einem teuflischen Plan sind, die komplette Menschheit zu versklaven. Und es gibt nur eine Möglichkeit, sie zu retten: Apollo 23.

Justin Richards, ein gefeierter Autor zahlreicher Romane und Kreativberater für die BBC-Reihe der Doctor-Who-Bücher, lebt und arbeitet in Warwick mit seiner Frau und seinen zwei Kindern. Wenn er gerade nicht schreibt, frönt er seinen Leidenschaften fürs Erfinden, Lesen und (viel zu viel) Fernsehen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 253
    Erscheinungsdatum: 28.02.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732561124
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Originaltitel: Doctor Who - Apollo 23
    Größe: 1771 kBytes
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Doctor Who - Apollo 23

Zwanzig Minuten vor seinem Tod verfütterte Donald Babinger kleine Stückchen seines Käsesandwichs an eine Taube.

Es war ein kalter, grauer Tag, und die Taube schien für die Aufmerksamkeit ebenso dankbar zu sein wie für die Krümel. Sie pickte eifrig an dem Brot herum, schenkte dem Käse und der Essiggurke jedoch keine Beachtung. Zusammengekauert in seinen Mantel saß Babinger auf der Treppe, die zum Konzertpavillon hochführte. Der Pavillon war der Ort, an dem die Jugendlichen abends rumhingen, im Park neben der Bibliothek. Die Geländer waren verrostet und der schartige Betonboden mit dunklen Klecksen gut festgetretenen Kaugummis übersät, aber das rissige Dach bot etwas Schutz vor dem anhaltenden Nieselregen.

Zehn Minuten vor seinem Tod stopfte Donald Babinger sich die letzten Reste des Sandwichs in den Mund, lächelte der Taube entschuldigend zu und stand auf. Ein strammer Spaziergang um die Ecke des kleinen Parks, dann zurück ins Büro. Er ging gern um die Mittagszeit raus, auch wenn das Wetter nicht so gut war. Babinger hielt es für eine gute Idee, ab und zu frische Luft zu schöpfen.

Was angesichts der Umstände, unter denen er gleich sterben würde, paradox war.

Während er mit den Gedanken schon wieder bei der Kalkulationstabelle war, die er am Nachmittag fertigstellen musste, ging Babinger langsam durch den kleinen Park. Mit einem stummen Nicken grüßte er eine junge Frau, die ein Kleinkind in einem Kinderwagen schob. Er lächelte einer anderen Frau in einem roten Regenmantel zu, die ihren Hund ausführte, und schüttelte traurig den Kopf über den Abfall, der vom Wind gegen den niedrigen Metallzaun um ein Blumenbeet geweht wurde und sich dort sammelte. Er fragte sich wieder einmal, wie um alles in der Welt der Bauträger die Erlaubnis für das neue Einkaufszentrum bekommen hatte, das seinen grauen Beton- und Glasschatten auf das Ende des Parks warf. Babingers Kollegin Mandy stand sicher noch bei Perfect Burger für ihr Mittagessen Schlange. Was für eine Zeitverschwendung, wenn man sich sein Sandwich selbst mitbringen konnte ...

Vielleicht hätte er ihr die Zeit gegönnt, wenn Babinger gewusst hätte, dass er selbst nur noch fünf Minuten zu leben hatte.

Den größten Teil dieser fünf Minuten brachte er damit zu, eine Runde durch den Park zu absolvieren. Mit nur noch dreißig Sekunden zu leben sah er auf die Uhr, stellte fest, dass seine Mittagspause fast vorbei war, und kehrte um in Richtung Konzertpavillon. Die Mutter und das Kleinkind befanden sich auf der anderen Seite des Parks. Von der Frau mit dem Hund war nichts zu sehen.

Babinger beschloss, quer durch den Park zu gehen, anstatt für den Rest des Weges dem Pfad zu folgen. Am besten ginge er zurück und machte sich wieder an die Geschäftsbücher. Ja, das war eine kluge Entscheidung!

Eine Entscheidung, die ihn umbrachte.

Donald Babinger war fast wieder am Pavillon, als er die erste Enge in der Brust spürte, die ersten Probleme beim Luftholen. Sein Blick trübte sich und seine Sicht verschwamm. Er blinzelte und schüttelte den Kopf, um ihn wieder klar zu bekommen, doch die Welt wurde grau. Der Himmel verdunkelte sich.

Seine Atmung kam in abgehackten Stößen. Seine Brust schnürte sich weiter zusammen. Der Boden unter seinen Füßen war kein feuchtes Gras mehr, sondern trockener Staub. Das Einkaufszentrum war fort. Der Pavillon war fort. Alles war fort, und an seiner Stelle ...

"Oh mein-", setzte Babinger an.

Aber es kamen keine weiteren Worte.

Er hatte keinen Atem mehr, um sie auszusprechen.

Babinger lag auf den Knien und zerrte mit den Händen an seinem brennenden Hals. Seine Zunge zischte, als würde der Speichel kochen. Die Augen fühlten sich an, als würden sie jeden Moment platzen. Babingers ganzer Körper schien leicht und aufgebläht. Er fiel auf den Rücken, sich krümmend und zitternd. So kalt!

Dann, schlagartig, lag er still. Der Nieselregen fiel auf sein

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