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Doctor Who - Der neunte Schlüssel von Gatiss, Mark (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 27.07.2018
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Doctor Who - Der neunte Schlüssel

Das Aerodrom in Culverton hat die Besitzer gewechselt, und diese versprechen dem kleinen idyllischen Dorf neuen Wohlstand. Aber der ehemalige Spitfire-Pilot Alex Whistler ist misstrauisch, und als schwarz gekleidete Truppen auf den Straßen erscheinen, kontaktiert er seinen alten Freund Brigadier Lethbridge-Stewart von U.N.I.T. Dieser sendet den Doktor nach Culverton, um die Angelegenheit zu untersuchen. Bald schon kommt er einer unheimlichen Verschwörung auf die Spur: Der Erde droht eine gnadenlose Invasion ...

Der erste Roman um den 3. Doctor auf Deutsch - einer der beliebtesten Doktoren der BBC-Erfolgsserie, gespielt von Jon Pertwee

Mark Gatiss ist ein britischer Schauspieler, Komiker und Autor. Im deutschsprachigen Raum ist er hauptsächlich durch die BBC-Serie Sherlock bekannt geworden, für die er zusammen mit Steven Moffat das Konzept entwickelte, mehrere Episoden schrieb und in der er als Mycroft Holmes zu sehen ist. Für Doctor Who ist er seit vielen Jahren als Autor und Schauspieler tätig.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 333
    Erscheinungsdatum: 27.07.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732556007
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Originaltitel: Doctor Who - Last of the Gaderene
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Doctor Who - Der neunte Schlüssel

Kapitel eins

Wetterleuchten

Ein Marienkäfer fiel vom klaren blauen Himmel und landete auf Jobey Packers Hand; klar wie ein Blutstropfen hob er sich von seiner Haut ab.

Er unterbrach die Arbeit, und statt den Käfer wegzuschnippen, sah er zu, wie dieser langsam über seine Knöchel zottelte. Die kitzlige Empfindung war ganz angenehm, entschied er.

Der Marienkäfer breitete die Flügel aus und war einen Augenblick später verschwunden.

Jobey lächelte vor sich hin und legte den Kopf in den Nacken, um die gewaltige Ausdehnung des Himmels in sich aufzunehmen. Draußen, weit außerhalb des Dorfs, beherrschte der Himmel alles wie eine riesige Leinwand, die sich leicht vom schmalen Streifen Erde lösen ließe. Brachvögel zogen dort oben flatternd ihre Bahn - dunkle Flecken vor dem Hintergrund aus perfektem Blau. Jobey schloss die Augen und lauschte ihren traurigen Rufen, die in der Wärme des Sommernachmittags dumpf klangen.

Das Land breitete sich unterm Himmel wie ein Strich trüber Wasserfarbe aus, hier und dort mit stummeligen Bäumen und den glänzenden Spiegeln der Binnengewässer gesprenkelt.

Jobey nahm den Kopf noch weiter in den Nacken, bis ihm beinahe der Strohhut hinunterfiel. Dessen engmaschiges Gewebe löste sich allmählich auf und legte die sich abschälende rote Haut auf Jobeys sonnengebräunter Stirn frei. Vielleicht gönnte er sich eines schönen Tages mal einen neuen Hut. Er ließ sich die Sonne ins Gesicht scheinen.

Er hatte sich nie versucht gefühlt, aus Culverton wegzuziehen, obwohl er anderswo viel Leben mitbekommen hatte. Selbst in der ausgedörrten Wüste vor Alexandria, unter den Sternen, wo einst die Pharaonen über die Erde geschritten waren, hatte er stets von seinem kleinen Dorf geträumt. Sicher, geborgen, immer gleich bleibend. So alt wie die Höhen - außer dass man in Culverton natürlich keine Anhöhen fand. Es gab nicht eine einzige nennenswerte Erhebung in seinem ganzen geliebten East Anglia. Nur Land und Himmel.

Land und Himmel.

Nirgendwo sonst schien es genauso auszusehen.

Jobey war vor vielen Jahren mal in London gewesen, im dichten Gedränge unzähliger tausender Menschen, als der König und Mr Churchill auf dem Balkon des Palastes erschienen und das Ende der Feindseligkeiten verkündeten. Er hatte natürlich nicht weniger als alle anderen gejubelt und geweint, aber nach ein paar Tagen in der Hauptstadt sehnte er sich regelrecht danach, nach Hause zurückzukehren. London war ein solch fieses, schmutziges Labyrinth. Alle hatten es so furchtbar eilig. Niemand fand Zeit für ein "Guten Morgen" oder "Wie geht es Ihnen?". Ganz anders als in Culverton.

Als kleiner Junge hatte Jobey der Gewohnheit gefrönt, nur dazustehen und mit den Armen zu rudern, einfach um die Leere am besten zu nutzen. Manchmal tat er das immer noch, wenn niemand hinsah.

Er schirmte die Augen ab, während er jetzt über das morastige Ackerland hinwegblickte. Da war die Grünfläche mit der alten Pumpe, die Postfiliale mit der einsinkenden Wand, das Sammelsurium aus Cottages und Häusern, die sich um die rostbraune Kirche drängten, als suchten sie dort Schutz. Die Luft summte von Insekten und dem klagenden Lied der fortwährend kreisenden Vögel. Jobey seufzte zufrieden und wandte sich wieder seiner Arbeit zu.

Er hob den Hammer und trieb mit ein paar kurzen Schlägen Nägel in das Schild. Es am Gatter vor ihm zu befestigen, hatte ihn den größten Teil des Vormittags beschäftigt. Jobey unterbrach die Arbeit und schüttelte den Kopf. Da kamen ihm eben noch fast die Tränen bei der Vorstellung, dass sich Culverton niemals änderte, und doch starrte ihm hier der Wandel ins Gesicht. Das Ende einer Epoche. Er trat einen Schritt weit zurück, um sein Werk zu betrachten. Auf dem weißen Schild funkelte ihm rote Schrift anschuldigend entgegen.

Culverton-Flughafen geschlossen

Das Ministerium der Verteidigung

Commander Harold Tyrell hatte e

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