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Dorian Hunter 47 - Kiwibins Phantome von Schuder, Ralf (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.07.2014
  • Verlag: Zaubermond Verlag
eBook (ePUB)
4,99 €
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Dorian Hunter 47 - Kiwibins Phantome

Der neue Fürst der Finsternis hat sein erstes Ziel erreicht: Dorian Hunter und Coco Zamis scheinen als Einzelkämpfer für die Schwarze Familie kaum noch eine Gefahr darzustellen. Gleichzeitig ist die Ursache der Tore, die an verschiedenen Teilen der Welt aufbrechen und wieder verschwinden, weiterhin ungeklärt. Auch in Polen macht sich ein solches Phänomen bemerkbar: Der russische Ex-Geheimagent Kiwibin, inzwischen im Auftrag eines privaten Forschungsinstitutes tätig, sucht eines der verlassenen Häuser auf, in denen neuerdings ein 'Spuk' sein Unwesen treiben soll. Kiwibin ahnt nichts von den größeren Zusammenhängen und gerät in eine tödliche Falle ... Der 47. Band der legendären Serie um den 'Dämonenkiller' Dorian Hunter. - 'Okkultismus, Historie und B-Movie-Charme - ?Dorian Hunter? und sein Spin-Off ?Das Haus Zamis? vermischen all das so schamlos ambitioniert wie kein anderer Vertreter deutschsprachiger pulp fiction.' Kai Meyer enthält die Romane: 202: 'Friedhof der einsamen Seelen' 203: 'Tor zwischen den Welten' 204: 'Kiwibins Phantome'

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 350
    Erscheinungsdatum: 01.07.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955720476
    Verlag: Zaubermond Verlag
    Größe: 551 kBytes
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Dorian Hunter 47 - Kiwibins Phantome

Friedhof der einsamen Seelen

1. Kapitel

Devron Zarges streckte sich ausgiebig, gähnte laut und sprang aus dem Bett. Seine nächtliche Gespielin schlief weiter; die Bettdecke war heruntergerutscht und gab den Blick auf ihre üppigen Brüste frei. Jetzt, im Licht des beginnenden Tages, wirkte die junge Frau nicht mehr besonders hübsch. Ihre Haare waren zerzaust, Lippenstift und Lidschatten waren verschmiert. Sie hatte achthundert Zloty für die ganze Nacht verlangt. Devron hatte keine Vorstellung davon, ob das viel oder wenig war. Für ihn spielte Geld nicht die allergeringste Rolle, er konnte so viel davon haben, wie er wollte. Dafür sorgte sein Auftraggeber, der mit Macht und Reichtum ausgestattet war wie kein anderer auf dieser Welt.

Seine Kindheit und Jugend hatte Devron in völliger Abgeschiedenheit verbracht, auf Schloss Sinclair in Schottland. Und von dem, was seinerzeit in der Welt vor sich gegangen war, hatte er nicht viel mitbekommen. Er war im wahrsten Sinne des Wortes ein Hinterwäldler gewesen, aber nun bereiste er die ganze Welt, erlebte er die aufregendsten Abenteuer und genoss das volle Vertrauen Isbrants, seines neuen Herrn. Devron grinste zufrieden, zog sich an und ging ins Badezimmer hinüber. Er befand sich in einem Hotel der gehobenen Oberklasse. Das Bad war mit einer übergroßen Duschkabine und mit einem in den Boden eingelassenen Whirlpool ausgestattet. Das Waschbecken bestand aus rosafarbenem Marmor, die Armaturen waren vergoldet.

Er hielt nichts von übertriebener Reinlichkeit, deshalb verzichtete er darauf, zu duschen. Am Waschbecken befeuchtete er Hände und Gesicht, und während er sich abtrocknete, besah er sich im Spiegel. Sein Kopf war lang und schmal, sein Teint war dunkel, seine Haare jedoch schlohweiß. Zwei gelbliche Schneidezähne ragten deutlich sichtbar über die Unterlippe, was ihm eine gewisse Ähnlichkeit mit einer Ratte verlieh.

Auf die meisten Menschen wirkte Devron abstoßend, aber darüber zerbrach er sich nicht den Kopf - im Gegenteil: Auf perverse Weise ergötzte er sich daran, Abscheu hervorzurufen. Er schlüpfte in seine Kleider und zog bald darauf die Zimmertür leise hinter sich zu. An die schlafende junge Frau, die er am Vorabend in der Hotelbar kennengelernt hatte, verschwendete er keinen Gedanken mehr. Der lang gestreckte Hotelgang war fensterlos und dezent beleuchtet. Keine Menschenseele war zu sehen, doch aus einiger Entfernung hörte er, wie ein Servierwagen herangeschoben wurde, auf dem Tassen und Teller schepperten. Hinter der gegenüberliegenden Zimmertür war die Stimme eines polnischen Nachrichtensprechers zu hören, jemand hatte Fernseher oder Radiogerät überlaut eingestellt. Devron wandte sich nach rechts, in Richtung des Lifts. Er befand sich in der achten Etage des Hotels, das im Zentrum Warschaus lag. Ein modernes Gebäude, das zumeist von gut situierten Geschäftsleuten, Diplomaten und auch Prominenten genutzt wurde.

Eine der Türen wurde ruckartig aufgerissen, ein junger Mann trat heraus: glatzköpfig, eckiges Gesicht, bekleidet mit Turnschuhen, Jeans und dunklem T-Shirt. Dem athletischen Körperbau nach zu urteilen, handelte es sich um einen durchtrainierten Sportler. Er verschränkte die Arme ineinander und verstellte Devron den Weg.

"Gdzie tak szybko, kolego?" Seine eisgrauen Augen blickten herausfordernd, auf seinen Lippen lag ein kaum wahrnehmbares Lächeln.

Devron, der kein Wort verstanden hatte, blieb stehen. Natürlich spürte er die Überheblichkeit und die Feindseligkeit, die von dem Glatzkopf ausging. Er konnte sich jedoch nicht erklären, was dieser Mann von ihm wollte.

"Niemiec? Anglik?"

"Geh mir aus dem Weg!", erwiderte Devron barsch.

"Engländer, he? Ich höre es an deinem Akzent. Warum hast du das nicht gleich gesagt?" Der Mann sprach fließend Englisch.

"Was willst du von mir?", fragte Devron ungeduldig. Er war mittelgroß und nich

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