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Drachenkind Vertrauen Verwandlung Finsternis

  • Verlag: neobooks Self-Publishing
eBook (ePUB)
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Drachenkind

Als Eric herausfindet, dass er kein Mensch ist, beginnen seine Welt und sein Sinn für Realität langsam auseinanderzubrechen. Unglaubliche Geheimnisse und Täuschungen, seine tiefsten Ängste und die dunkelsten Mächte setzen eine schleichende, gefährliche Wesensänderung in Gang und lassen in Eric bald nur noch eine Frage zu: Was bin ich wirklich und wem kann ich noch vertrauen? Für ihn und Jack, seinen engsten Verbündeten und Freund, beginnt eine lange und harte Suche nach der Wahrheit, welche die schützenden Grenzen ihrer Welt völlig auflöst und ihre unbedingte Freundschaft und ihr Vertrauen zueinander bitter auf die Probe stellt. Nimm dir Zeit und pass gut auf! Dieses Buch ist nur ein Teil der Geschichte. Weitere werden folgen. Falls es dir gefallen sollte, empfehle es bitte weiter und rezensiere! Hinterlasse Feedback & Kommentare bei twitter.com/_drachenkind, wo du auch jede Frage zum Buch, der Geschichte und dem Projekt an sich stellen kannst. Informationen zu Neuerscheinungen werden auch dort gepostet.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 693
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783742760272
    Verlag: neobooks Self-Publishing
    Größe: 1419 kBytes
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Drachenkind

Kapitel 2

Eric schreckte mit einem Stummen Schrei in der Brust und schmerzhafter Spannung im Körper aus dem Schlaf auf und kippte sofort wieder zurück, von etwas flauschig Weichem erstaunlich fest im Gesicht getroffen. Orientierungslos griff er reflexartig nach dem, was ihn da umgehauen hatte, hielt ein großes Kopfkissen mit buntem Bezug in der Hand, konnte sich vor lauter Anspannung kaum bewegen und sah nur unscharf den Farbigen Stoff vor sich. Die Schmerzen im ganzen Körper pulsierten wild in seinen Gedanken. Langsam wurde ihm klar, dass es taghell war und Jack das andere Ende des Kissens fest umklammert hielt, als wollte er ihn direkt noch einmal schlagen. Eric entspannte sich, sein Bewusstsein taute langsam auf. Ja, richtig. Wie fast jeden Morgen. Jack hatte im Heim ein Spiel verbreitet. Wer seinem Zimmergenossen morgens als erstes eins mit dem Kissen verpasste, war von allen Haushaltspflichten entbunden. Der Verlierer musste ran. Betten machen, putzen, Küchendienst, andere, sinnlose Dinge, sofern notwendig. Eric hasste dieses Spiel, genau wie seinen Namen. Aber er mochte den kleinen, lebensfrohen Jack mehr, als irgendjemanden sonst. Und darum ließ er sich das auch gefallen, spielte mit. Er würde Jack sowieso nie derart mit dem schweren Daunenkissen schlagen, denn der kurze Chinese würde dann wahrscheinlich quer durch das kleine Zimmer fliegen.

Jack war trotz seiner vierzehn Jahre noch immer einen Kopf kleiner als Eric, der war in etwa eins-dreiundsiebzig groß. Das war auch der Grund dafür, dass Eric selbst dann die Betten machte, wenn Jack verschlief, denn der konnte es kaum mit den schweren Matratzen aufnehmen oder die Decken schütteln, ohne sie über den Boden zu schleifen.

" Stehen auf, stehen auf! Es schon spät, gleich frühes Stück und ich warten. Wenn du nicht gleich am Start, ich schlagen dich kaputt..."

Eric spürte ein müdes Lächeln im Gesicht, schloss resignierend die Augen und schüttelte den Kopf. Jack war bereits lange hier im Heim, verstand jedes Wort. Und doch schien er die Sprache nicht richtig anzunehmen. Egal...er hatte das Spiel verloren. Schon wieder. Bei der Vorstellung, dass der kleine Jack, gerade ein wenig größer, als sein Kopfkissen, ihn mit diesem erschlagen wollte, musste er lachen. Und so vergrub er sich herausfordernd unter der warmen Decke, unterdrückte den stechenden Schmerz in seinem Oberkörper, welcher gerade noch zwischen den Zähnen einer tonnenschweren Bestie zerbrochen war. Jack lachte laut, entriss Eric das Kissen und ließ es drohend über dessen Kopf schweben, während Eric träge zurück in die Realität fand. Auch Jacks nächste Warnung wurde ignoriert und schließlich fuhr das große Daunenkissen schwer und heftig wie ein Hammer auf Eric nieder. In seinem Kopf hallte der Aufprall wie ein splitternder Schlag gegen eine unendliche, berstende Kristallmauer.

" Xiaolong, Arsch hoch! Frühstück! Yo, beweg dich, du Tier!"

Jack wurde ungeduldig, Eric seufzte. Warum merkte er sich ausgerechnet solche Worte? Sprach nach sechs Jahren immer noch kein richtiges Deutsch aber seinem Unmut vielfältig und grob Ausdruck zu verleihen war nie ein Problem. Und dann dieser Name. Xiaolong...Nicht auszuhalten! Eric mochte diesen Namen genau so wenig wie jenen, der in seinem Pass stand: Eric Simila. Er hatte nicht die geringste Ahnung, wie seine Eltern ihn so hatten nennen können, aber so war das eben. Seine Mutter, Anna Simila, war vor sechzehn Jahren bei seiner Geburt gestorben. Kurz danach starb sein Vater durch einen Autounfall. Er hatte viel getrunken. Die Nachbarin Mia, eine ältere Tibeterin, hatte ihn bei sich aufgenommen und später adoptiert. Da sie die Leiterin dieses Heimes war, lebte er nun hier. Zusammen mit Jack in einem Zimmer, seit ungefähr sechs Jahren. Und gleich am ersten Tag hatte dieser Eric den bescheuerten Namen Xiaolong aufgedonnert. Eric hatte Jack schon damals gefragt, w

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