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Dragon on Top Eine Novelle aus der Welt der Dragons von Aiken, G. A. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 03.02.2016
  • Verlag: Piper
eBook (ePUB)
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Dragon on Top

Ghleanna die Dezimiererin löst Konflikte lieber mit Gewalt als mit unnötigem Geschwätz. Dass ausgerechnet sie dazu auserwählt wird, den hochwohlgeborenen Bram in diplomatischer Mission durch feindliches Territorium zu geleiten, geht ihr daher gehörig gegen den Strich. Besonders, da Bram so ein furchtbar netter und friedliebender Kerl ist - und sich obendrein große Mühe gibt, Ghleanna nach nach allen Künsten zu verführen ... Fragt sich nur, ob Ghleanna Brams Charme erliegt, bevor sie ihm den Kopf abreißt ...

G. A. Aiken ist New-York-Times-Bestsellerautorin. Sie lebt an der Westküste der USA und genießt dort das sonnige Wetter, das gute Essen und die Aussicht auf attraktive Strandbesucher. Ihre erfolgreichen Erotic-Fantasy-Reihen um die Drachenwandler, "Lions", "Wolf Diaries" und "Call of Crows" erscheinen alle im Piper Verlag.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 172
    Erscheinungsdatum: 03.02.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783492971904
    Verlag: Piper
    Größe: 529 kBytes
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Dragon on Top

KAPITEL 1

Ghleanna die Dezimiererin nahm noch einen Schluck aus ihrem angeschlagenen Bierkrug und suhlte sich, auf recht umwerfende Art, wenn sie das selbst so sagen durfte, in ihrem Elend. Es war lächerlich, das wusste sie, wegen alledem immer noch so am Boden zerstört zu sein. Schon ein halbes Jahr war es her, und doch kam sie nicht darüber hinweg. Stattdessen saß sie da und trank und suhlte sich und versuchte zu vergessen. Das tat sie nun schon ziemlich lange. Zu lange, würde ihre Sippe sagen.

Doch es war alles ihre eigene Schuld. Sie hatte vertraut, wo sie es nicht hätte tun sollen, hatte Lügen geglaubt, obwohl sie es verdammt noch mal wirklich besser gewusst hatte, und vor allem hatte sie das eine vergessen, das niemand sonst je vergaß - dass ihr Vater Ailean der Verruchte war. Auch bekannt als Ailean die Hure, die berühmte Schlampe der Drachen- und der Menschenwelt.

Und durch einen einzigen Anfall von Dummheit war aus Ghleanna die Dezimiererin Ghleanna die Idiotin geworden.

Ghleanna die Närrin.

Ghleanna die Versagerin.

Wobei "Versagerin" vielleicht ein zu hartes Wort war. Sie hatte sich vorher nie als Versagerin gesehen. In ihren Jahren auf dem Schlachtfeld hatte sie sich immer wieder bewiesen. Aber jetzt fühlte sie sich wie eine Versagerin. Wie eine Versagerin und Närrin, die niemandem die Schuld geben konnte außer sich selbst. Also war Ghleanna in krankhafter Scham und Selbstmitleid und ohne Kriege oder Schlachten, die interessant genug gewesen wären, um ihren Geist oder Schwertarm zu beschäftigen, in die Sicherheit der alten Mauern ihrer Höhle zurückgekehrt, um sich leidzutun und - wenn sie ehrlich war - um sich zu verstecken. Nur für Essen und Bier wagte sie sich nach draußen.

Auch wenn sie in den letzten Tagen hauptsächlich für noch mehr Bier hinausgegangen war.

Sie hatte keine Ahnung, wie ihre langfristigen Pläne aussahen, andererseits: Brauchten Versager langfristige Pläne? Da sich Ghleanna nicht sicher war, trank sie mehr Bier, bis sich süße Dunkelheit über sie legte und sie nicht mehr über ihre angeborene Dummheit und das Elend nachdenken musste, das sie verursacht hatte.

Ghleanna hatte keine Ahnung, wie lange sie bewusstlos gewesen war, aber sosehr sie auch wollte, sie konnte die Schläge nicht mehr ignorieren, die ihr Kopf gerade abbekam. Sie zwang die Augen auf und sah das stumpfe Ende eines Speers wieder auf ihre Stirn zukommen. Sie rollte sich weg, aber das Ende eines weiteren Speers traf sie seitlich am Kiefer.

"Wach auf, du faule Sau. Wach auf!"

"Lasst mich in Ruhe, ihr irren Schlampen!"

"Spricht man so mit seinen lieben, süßen Tanten?"

"Ihr seid nicht meine Tanten!", gab sie zurück.

"Aber fast. Es ist besser als Großcousinen, oder? Das macht uns so alt, findest du nicht, Kennis?"

"Das stimmt, Kyna. Und jetzt steh auf, bevor wir dir die Schuppen von den Knochen schälen."

Angepisst, dass ihre Verwandtschaft nicht den Anstand besaß, sie in Ruhe zu lassen, damit sie sich in ihrem Bier und Sabber suhlen konnte, setzte sich Ghleanna auf und knurrte: "Was ist denn, ihr alten Hexen? Was wollt ihr von mir?"

"Also, zuerst einmal kannst du mit dem Selbstmitleid aufhören. Stimmt's, Kyna?"

"Das stimmt, Kennis. Nichts ist schlimmer als eine mächtige Drachin, die in einer dunklen, feuchtkalten Höhle herumsitzt und wegen irgendeines blöden Fehlers von einem Drachen heult."

"Ich tue nichts dergleichen", log sie.

"Schau mal, wie sie uns anlügt, Kennis!"

"Ich sehe es, Kyna. Lügt uns an und glaubt, wir wüssten es nicht. Es ist ein Jammer." Kennis zuckte die Achseln. "Ich sage, wir schlagen sie noch mal. Aus Prinzip."

"Einverstanden."

Ghleanna hob eilig die Klauen, um ihren Kopf zu schützen. "Geht weg! Lasst mich in Ruhe!"

"Damit du hier herumsitzen und dir weiter selbst leidtun

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