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DSA 28: Aus dunkler Tiefe Das Schwarze Auge Roman Nr. 28 von Büchner, Barbara (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.07.2014
  • Verlag: Ulisses Spiele
eBook (ePUB)
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DSA 28: Aus dunkler Tiefe

Schwarze Magie lockte ein Ungeheuer aus seinen Gewässern hervor. Seitdem überziehen Tod und Zerstörung das Weidener Land, während die Kriegerin Farnlieb und ihre Freunde dem Nekromanten tapfer zu Leibe rücken. Doch nur ein Mensch kennt die Zaubersprüche, die das Monster vertreiben könnten. Der aber lebt in seinem gläsernen Turm hoch in den Wolken... Die Wienerin Barbara Büchner ( 01.02.1950) schreibt seit 1997 Geschichten und Romane, die Aventurien spielen, der Hintergrundwelt des erfolgreichsten und bekanntesten deutschsprachigen Fantasys-Rollenspiels 'Das Schwarze Auge'. Sie arbeitet darüber hinaus als Übersetzerin und freie Journalistin und hat für ihre Kinderbücher schon mehrere Preise erhalten.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 237
    Erscheinungsdatum: 15.07.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783957524317
    Verlag: Ulisses Spiele
    Größe: 831 kBytes
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DSA 28: Aus dunkler Tiefe

1. Kapitel

Schande über Euch! Welch eine törichte und verwerfliche Frage!"

Der alte Radumar, Magister für Allgemeine und Heilende Magie an der Magierakademie "Seminar der Elfischen Verständigung & Natürlichen Heilung zu Donnerbach", stand hochaufgerichtet vor seinen Schülern. Sein silberweißes Haupthaar schien sich an den Schläfen zu sträuben. Seine Augen blitzten, als sein Blick prüfend über die Klasse glitt und sich dann einem jungen Mann zuwandte. "Ich will es Eurer jugendlichen Wißbegier zuschreiben, Barstopal, daß Ihr sie gestellt habt, sonst müßte ich fürchten, daß Ihr auf dunklen Wegen wandelt, auf sehr dunklen Wegen... Was Ihr zu wissen begehrt, das ist Borbarads Kunst, und Ihr werdet in einer grauen Schule nichts davon lernen."

Der Mann, den er angesprochen hatte, war noch blutjung, aber von ebenso feierlichem wie ein wenig seltsamem Äußeren. Sein Haar, das er straff zurückgekämmt trug, war dunkelbraun, ebenso wie seine Augen, die tief in den Höhlen lagen. Die breite Stirn über den spitz zulaufenden Zügen verriet große Willenskraft, ja sogar Starrsinn. Seine Haut, die sich glatt und straff über dem Fleisch spannte, hatte einen gelblichen Stich, als hätte er schon lange die Sonne nicht mehr gesehen – was auch tatsächlich der Fall war, denn der junge Barstopal verbrachte den größten Teil seines Tages in der Studierkammer, und kein noch so lieblicher Rahjamond konnte ihn ins Freie locken.

"Es war nur eine Frage", erwiderte Barstopal achselzuckend. "Sie ging mir durch den Kopf, und ich suchte Belehrung zu erhalten."

Beifälliges Gemurmel erhob sich in den Reihen der Studiosi und Studiosae, lag die Wißbegier doch ihnen allen im Blut. Daß ein Lehrer sich weigerte, eine Frage zu beantworten, war schon ein seltsames und ungewöhnliches Ereignis.

Der Zorn des alten Magisters kühlte ab. Insgeheim hatte er durchaus Verständnis dafür, daß ein angehender Magier in den spinnwebverhangenen Ecken und Winkeln seiner Kunst herumschnüffelte. Er selbst hatte sein Lebenlang eine Vorliebe für unlösbare Rätsel und verzwickte Thesen gehabt – erst kürzlich war eine kleine Schrift von ihm erschienen, "Über die Verteilung der thierischen und menschlichen Anteile bey den Biestingern". Dennoch, der Junge mußte gewarnt werden – es gab einfach Dinge, von denen man besser die Finger ließ.

In dem hohen Lehrsaal mit den weißen Butzenscheibenfenstern herrschte aufmerksame Stille, als Radumar das Wort ergriff. "Ich will vorausschicken", sagte er, "daß wir es hier mit einer theoretischen Abhandlung zu tun haben, denn die Zaubersprüche, die auf die Uralten Wesen einwirken, sind längst verschollen – so wie diese Wesen selbst vom Antlitz Deres verschwunden sind. Ich weiß, man munkelt, daß da und dort noch eines schlafe, aber lassen wir es damit gut sein – lassen wir sie schlafen bis ans Ende der Welt. Die Götter selbst haben sie in ihre dunklen Verstecke geschleudert, und jedem von uns sei der Frevel fern, sie aufzuwecken."

Er zögerte kurz, dann fuhr er fort: "Es hätte wohl auch keinen Sinn, denn selbst wenn jemand ein solches Wesen aus seinem Schlaf stören könnte, so wäre es doch zu nichts zu gebrauchen; diese Ungeheuer gehorchen nur sich selbst, sie sind stumpf und widerwillig und in ihren eigenen Träumen befangen."

"Aber wer sind die Uralten Wesen?" warf eine Studiosa neugierig ein. "Ich habe nie von ihnen gehört." "Man redet heutzutage auch kaum mehr von ihnen. Sie sind – soferne es sie tats&aum

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