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Dunkle Macht des Herzens Roman von Feehan, Christine (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.03.2009
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Dunkle Macht des Herzens

Shea O'Halloren leidet an einer seltsamen Krankheit, für die es keine Erklärung zu geben scheint - bis sie eines Tages zwei Männern begegnet, die eine Antwort auf ihre Fragen haben. Denn Shea, so behaupten sie, ist eine Vampirin.

Auf der Flucht vor den beiden Männern und ihrer merkwürdigen Offenbarung reist Shea in die Karpaten. Sie trifft dort einen Mann, dessen düsterer Charme sie sogleich in seinen Bann zieht. Seine stechenden Augen kommen ihr bekannt vor. Verzweifelt sucht sie seine Nähe und ahnt, dass auch in ihm ein dunkles Geheimnis schlummert...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 464
    Erscheinungsdatum: 17.03.2009
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783838700595
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Serie: Karpatianer-Saga Bd.2
    Originaltitel: Dark Desire
    Größe: 1333 kBytes
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Dunkle Macht des Herzens

Kapitel 1

Da war Blut, Blut, das sich in ganzen Strömen ergoss. Da war Schmerz, ein wahres Meer von Schmerzen, in dem er unterging. Würde es nie ein Ende nehmen? Tausend Wunden und Verbrennungen und dazu höhnisches Gelächter, das ihm sagte, dass es bis in alle Ewigkeit so weitergehen würde. Er konnte nicht glauben, dass er so hilflos war, dass er seiner unvorstellbaren Stärke und Kraft beraubt und in dieser elenden Verfassung war. Er schickte einen Hilferuf nach dem anderen in die Nacht hinaus, aber niemand von seinen Leuten kam, um ihm beizustehen. Die Qualen marterten ihn unablässig. Wo waren sie, seine Freunde, seine Verwandten? Warum kamen sie nicht zu ihm und beendeten das? Hatten sie ihn bewusst diesen Schlächtern überlassen, die ihre Messer und Fackeln so lustvoll einsetzten? Jemand, den er kannte, hatte ihn verraten, aber die Erinnerung wurde von den endlosen Schmerzen verwischt und verblasste allmählich.
Diese Folterknechte hatten es irgendwie geschafft, ihn gefangen zu nehmen und zu lähmen, sodass er zwar fühlen, sich aber nicht rühren, nicht einmal seine Stimme einsetzen konnte. Er war völlig wehrlos und den menschlichen Wesen, die seinen Körper in Stücke rissen, hilflos ausgeliefert. Er hörte ihre hämischen Bemerkungen und ihre unablässigen Fragen; er spürte ihren Zorn, als er sich weigerte, die Schmerzen, die sie ihm zufügten, oder auch nur ihre Gegenwart anzuerkennen. Er wünschte sich den Tod, sehnte sich danach, und seine Augen, die kalt wie Eis waren, ruhten, unverwandt und ohne zu blinzeln, auf ihren Gesichtern. Es waren die Augen eines Raubtiers, das wartete, beobachtete und Vergeltung verhieß. Es machte sie rasend, aber dennoch wollten sie ihm nicht den endgültigen Todesstoß versetzen.

Zeit bedeutete ihm nichts mehr, so sehr hatte sich der Fokus seiner Welt verengt, aber irgendwann spürte er die Gegenwart eines anderen Wesens in seinem Bewusstsein - es war weiblich und jung, doch weit entfernt. Er hatte keine Ahnung, auf welche Weise er unabsichtlich mit ihr in Verbindung getreten war und sein Bewusstsein mit ihrem verschmolzen hatte, sodass sie seine Foltern am eigenen Leib erfuhr, jede glühend heiße Brandwunde, jeden Schnitt des Messers, unter dem sein Blut zusammen mit seiner Kraft verströmte. Er versuchte, sich zu erinnern, wer sie sein mochte. Sie musste ihm nahe stehen, wenn sie in sein Bewusstsein eintreten konnte. Sie war genauso hilflos wie er, empfand die Schmerzen wie er und litt seine Qualen. Er versuchte, sich vor ihr zu verschließen, weil das Bedürfnis, sie zu beschützen, alles andere überlagerte, aber er war viel zu geschwächt, um seinen Geist abzuschalten. Die Schmerzen ergossen sich wie ein reißender Strom aus seinem Körper und flossen direkt zu dem weiblichen Wesen, das in sein Bewusstsein eingedrungen war.

Ihre Qual traf ihn wie ein lähmender Schlag. Schließlich war er Karpatianer. Seine erste Pflicht vor allem anderen und zu jeder Zeit war es, eine Frau zu beschützen, auch um den Preis seines eigenen Lebens. Dass er in diesem Punkt scheitern sollte, verstärkte seine Verzweiflung und das Gefühl des Versagens. Im Geist erhaschte er flüchtige Bilder von der Frau; er sah eine kleine, zerbrechliche Gestalt, die sich vor Schmerzen krümmte und sich verzweifelt bemühte, bei Sinnen zu bleiben. Sie war ihm fremd, und doch sah er sie in Farbe, etwas, das ihm seit Jahrhunderten nicht passiert war. Er konnte weder sie noch sich selbst in Schlaf sinken lassen, um sie beide vor dem Grauen zu bewahren. Er konnte nur Bruchstücke ihrer Gedanken auffangen, als sie verzweifelt um Hilfe rief und gleichzeitig zu begreifen versuchte, was mit ihr geschah.

Blut trat aus seinen Poren. Rotes Blut. Er konnte deutlich sehen, dass s

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