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Dunkler Kuss Story von Day, Sylvia (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.02.2016
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Dunkler Kuss

Packende Spannung und große Gefühle Einst war Raze ein Engel, doch seine zahlreichen Liebschaften kosteten ihn seine Flügel, und er wurde zu einem Gefallenen. Seit Jahrhunderten streunt er nun schon durch die Welt, immer auf der Suche nach dem nächsten Abenteuer. Doch keine der Frauen, denen er Lust schenkt, konnte bisher Raze' Herz berühren - bis er eines Tages der katzenäugigen Kim begegnet. Was als leidenschaftliche Affäre beginnt, wird bald zu einer innigen Liebesbeziehung. Doch dann taucht ein alter Feind aus Raze' Vergangenheit auf - ein Feind, der es nun auf seine geliebte Kim abgesehen hat ... Nach den beiden Romanen Ewiges Begehren und Gefährliche Liebe entführt uns Sylvia Day mit ihrer exklusiven Bonusstory Dunkler Kuss erneut in die gefährlich sinnliche Welt der Dark Nights. Das exklusive eBook Only umfasst ca. 90 Seiten. Die Nummer-1-Bestsellerautorin Sylvia Day stand mit ihrem Werk an der Spitze der New York Times-Bestsellerliste sowie 28 internationaler Listen. Sie hat über 20 preisgekrönte Romane geschrieben, die in mehr als 40 Sprachen übersetzt wurden. Weltweit werden ihre Romane millionenfach verkauft.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Erscheinungsdatum: 08.02.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641189822
    Verlag: Heyne
    Größe: 508 kBytes
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Dunkler Kuss

2

Raze war mit wehenden Fahnen in der Windy City angekommen. Eine Stunde nachdem sein Flieger gelandet war, hatte er bereits das Gebäude durchsucht, in dem einst Grimms Zentrale gesessen hatte (jetzt war es eine Druckerei) und rund ein Viertel von Grimms bekannten Verstecken überprüft. Nun fuhr er ungeduldig und aufs Geratewohl zum Wrigley Field.

Obwohl es in dem Baseball-Stadion dunkel und still war, erkannte Raze, dass etwas nicht stimmte, sobald er dort war. Schon beim Vorbeifahren spürte er es. Er parkte einige Straßen entfernt, stieg aus dem Mietwagen und öffnete den Kofferraum, um sich seine Waffen zu schnappen. Routiniert legte er sie sich an: Dolche an beiden Oberschenkeln und gekreuzte Katanas auf seinem Rücken. Dann eilte er zu Fuß so schnell in Richtung Stadion, dass er für das menschliche Auge nicht zu sehen war.

Als er näher kam, hörte er den schwachen Singsang einer männlichen Stimme vom Spielfeld, gefolgt von der gemurmelten Antwort eines Chors - viel zu leise, als dass es außer Vampiren jemand hätte mitbekommen können. Grimm hatte auch viel von groß angelegten Inszenierungen gehalten, weshalb Raze sich fragte, wie nahe dieser Protégé ihm gewesen war und wie lange er wohl schon im Dunkeln operierte.

Raze ging zur Rückseite des Stadions und kletterte am Tribünengerüst nach oben. Dann streckte er den Kopf über die hinterste Sitzreihe und blickte hinunter auf das dunkle Spielfeld. Ein einzelner Mann stand dort vor einer Gruppe von annähernd zweihundert Minions, die in langen Roben auf dem Rasen knieten. Sie waren zu Paaren gruppiert, die Männer in Schwarz, die Frauen in Rot, und bildeten ein perfektes Streifenmuster in der Spielfeldmitte.

Raze lauschte ein paar der schwachsinnigen Sätze über die Überlegenheit der Vampire, bevor er das Geschwafel ausblendete und sich auf den Anführer konzentrierte. Der Mann war groß, schlank, dunkelhaarig und trug einen Dreiteiler. Seine einlullend sonore Stimme verstand es, die Zuhörer zu bannen, wie Raze feststellte, auch wenn er gar nicht mehr hinhörte.

Er überlegte, was er tun sollte. Ihm war klar, dass dies hier eine gezielte Falle für ihn war, gestellt in der Erwartung, dass er nicht allein kommen würde. Weshalb er bewusst allein gekommen war.

Und er könnte sie immer noch überraschen.

Er zog sein Telefon hervor und umging die vorgeschriebenen Umwege, um Adrian direkt zu erreichen.

"Mitchell", meldete sich der Anführer der Hüter.

"Raze. Ich habe hier etwas, was dich interessieren dürfte."

"Wo bist du?"

"In Chicago."

"Ja, das ist interessant, denn da bin ich auch."

Raze erstarrte, und bei Adrians sanftem Tonfall stellten sich ihm die Nackenhaare auf. "Das ist kein Zufall."

"Nein, ist es nicht. Dein Standort?"

Es wunderte Raze nicht, dass der Engel weit weg von seinem Stammsitz im kalifornischen Anaheim war. So war Adrian eben. Während Syre der verkopfte Anführer war, der Raze und Salem die Ermittlungen überließ und Vashti als seine eiserne Faust nutzte, ging Adrian vollkommen gegensätzlich vor. Der oberste Hüter überließ die administrativen Pflichten anderen, damit er mit nach draußen und jagen konnte. Vampire zu jagen und zu bestrafen waren der einzige Sinn und Zweck seiner Existenz.

Raze nannte ihm seinen Standort und ergänzte: "Ich würde dich nicht anrufen, wenn ich nur ein oder zwei Leute Verstärkung bräuchte. Falls du also vorhast, mir ein paar Lykaner zu schicken und selbst für heute Schluss zu machen, vergiss es."

"Erzähl mir nicht, wie ich auf einen Hilferuf reagieren soll." Die völlige Tonlosigkeit der Engelsstimme war verstörender als eine offene Warnung.

"Würdest du uns erlauben, eigene Zirkel in den Großstädten einzurichten, müsste ich dich nicht anrufen." Mittels der Lykaner hielten die Hüter die Vampire strikt auf ländliche Regionen mit geringer Bevölkerung begrenzt. Angeblich musste es zum Schutz der Mensc

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