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Dunkler Wolf Roman von Feehan, Christine (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 12.02.2015
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Dunkler Wolf

Die junge Skyler kennt ihr Schicksal. Es hat einen Namen: Dimitri. Schon vor Jahren hat sie begriffen, dass sie die Seelengefährtin des einsamen Karpatianers ist, die Einzige, die ihn von dem dunklen Hunger seiner Art befreien kann. Doch sie war zu jung, zu unerfahren, zu verletzlich, um diese Verbindung einzugehen.

Jetzt ist das anders. Jetzt wird sie sich von nichts aufhalten lassen, um Dimitri beizustehen. Auch nicht von den gefährlichen Lykanern, die ihn gefangen halten ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 559
    Erscheinungsdatum: 12.02.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783838759302
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Serie: Karpatianer-Saga Bd.25
    Originaltitel: Dark Wolf
    Größe: 1274kBytes
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Dunkler Wolf

KAPITEL 1

S kyler Daratrazanoff zog den langen schwarzen Schal noch fester um sich und vergewisserte sich, dass ihr Haar bedeckt und von ihrem Gesicht nicht viel zu sehen war. Ihr Herz schlug so laut, dass sie befürchtete, jeder in ihrer Nähe müsse es bemerken. Alles hing davon ab, dass der Zollbeamte ihr glaubte. Josef hatte die Papiere gefälscht, und er war auf diesem Gebiet der Beste. Er konnte in jedes Computersystem eindringen, Daten verändern oder sie beschaffen. Skyler hegte nicht den kleinsten Zweifel, dass die Papiere, die er angefertigt hatte, in Ordnung waren und einer genauen Überprüfung standhalten würden. Dennoch musste sie den Beamten dazu bringen, ihr zu glauben.

Das Wellblechgebäude war verrostet und sah so aus, als könnte es jeden Augenblick zusammenbrechen. Ein Mann kam ihr entgegen, der genauso bitterernst aussah wie der Sarg, der vor ihr in den Schatten des Gebäudes gerollt wurde. Zum Glück ging die Sonne unter und tauchte Skyler in Schatten, die es erschwerten, sie deutlich zu sehen.

"Ihre Papiere?", fragte der Mann. Seine Stimme war freundlich, und der Name auf seiner Dienstmarke wies ihn als Erno Varga aus.

Sie blickte sich nach dem kleinen Flugzeug um, das sie höchstpersönlich zu diesem Flughafen geflogen hatte, und überreichte dem Beamten dann ihre Papiere, wobei sie darauf achtete, den Blick gesenkt zu halten und einen verweinten Eindruck zu erwecken. Sie hatte Tropfen benutzt, die ihre Augen gerötet hatten und tränen ließen, für den Fall, dass ihre Schauspielkunst nicht ausreichte.

Varga sah sich die Papiere an und blickte ihr mehrmals zweifelnd ins Gesicht. "Sie sind noch sehr jung, um den Leichnam Ihres Bruders allein heimzubringen. Begleitet Sie denn niemand?"

Sie schüttelte den Kopf und versuchte, noch bemitleidenswerter zu wirken. "Mein Vater ist tot ... und jetzt auch noch mein Bruder", antwortete sie mit erstickter Stimme und einem oscarreifen Aufschluchzen. "Es gibt niemand anders, der ihn zu unserer Mutter heimbringen könnte."

Der Beamte beäugte sie wieder skeptisch und schaute sich die Papiere noch genauer an. "Er starb an gebrochenem Herzen? ", fragte er misstrauisch.

Skyler verschlug es fast den Atem. Wenn ich dich in die Finger kriege, Josef, wirst du an mehr als einem gebrochenen Herzen sterben! Über ihre telepathische Verbindung mit ihm ließ sie ihn wissen, dass er sich auf etwas gefasst machen konnte.

Es war eine schreckliche Tragödie . Josef war uneinsichtig und reuelos wie immer. Sogar Belustigung schwang in seiner Stimme mit. So ernst eine Situation auch sein mochte, nichts konnte Josef davon abhalten, seinen Schabernack zu treiben.

Skyler schaffte es, eine ernste Miene zu bewahren, und nickte Varga traurig zu. "Als sein Mädchen ihn verließ, hörte er auf zu essen und begann buchstäblich dahinzusiechen." Ihr blieb nichts anderes übrig, als sich an Josefs Angaben zu halten, selbst wenn sie ihre Finger fast schmerzhaft hart verschränken musste, um ihre Aufregung vor dem Beamten zu verbergen. "Es war eine schreckliche Tragödie. Nichts konnte ihn retten."

Na ja, selbst in ihren eigenen Ohren klang das mehr als dürftig. Aber an gebrochenem Herzen sterben? Nur Josef konnte sich so etwas Dramatisches und Unglaubwürdiges ausdenken. Es würde definitiv eine andere Todesursache sein, wenn sie den Holzsarg öffnete!

Sie konnte Josefs Lachen hören. Natürlich lachst du. Du liegst ja auch sicher in deinem Sarg, der so tragisch verstorbene Bruder, während ich diesem Mann hier, der mich für den Rest meines Lebens ins Gefängnis bringen kann, einen Riesenbären aufbinde.

Skyler wusste jedoch, dass Josef das nie zulassen würde. Falls nötig, würde er dem Beamten einen "geistigen Schubs" versetzen, damit er ihr glaubte. Im Augenblick amüsierte es ihn jedoch noch viel zu sehr, mitanzuhören, wie sie sich aus der Sache herauszuwin

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