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Ein Licht in der Dunkelheit von Rose, Stephany (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.02.2016
  • Verlag: Jim Humble Verlag
eBook (ePUB)
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Ein Licht in der Dunkelheit

Vor Tausenden von Jahren siegte das Licht über die Dunkelheit, doch nun schickt sich diese erneut an, die Macht an sich zu reißen. Cal entdeckt, dass er zur damaligen Zeit schon einmal gelebt hatte, um als einer der sieben Wächter ein mächtiges Wesen zu beschützen. Als er im Wald auf ein Mädchen trifft, das sein Gedächtnis verloren hat, beginnen sich die Ereignisse zu überschlagen. Ihm wird klar, dass es nun seine Aufgabe ist, die andere Wächter und die Wiedergeburt jenes Wesen, das sie einst gerettet hatte, zu finden, um die Dunkelheit erneut aufzuhalten. Eine Abenteuerliche und beschwerliche Reise beginnt, auf der das Mädchen langsam seine Erinnerung wiederfindet und immer deutlicher merkt, dass ihm eine Schlüsselrolle in dem bevorstehenden Kampf zugedacht ist ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 325
    Erscheinungsdatum: 04.02.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9789088791109
    Verlag: Jim Humble Verlag
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Ein Licht in der Dunkelheit

Kapitel 1

Die Schatten der Bäume lagen lang und dünn auf dem Gras, als die Sonne hinter den fernen Bergen Celantis' emporstieg und den frühen Morgen ankündigte.

Ein Mädchen mit schneeweißem Haar irrte im Wald umher. Auf ihrem Gesicht spiegelte sich Angst wider. Die Angst, nicht zu wissen, wo man war.

Der Wind spielte sanft im Haar des Mädchens und gestattete der Sonne, einen goldenen Schimmer darauf zu legen, so dass es schien, als würde ihr Haar leuchten. Die Kleidung des Mädchens war zerrissen, und ihr Gesicht von kleinen Kratzern übersäht.

"Wer bist du?", fragte eine kindliche Stimme hinter dem Mädchen und ließ es erschrocken zusammenfahren. "Ich hab dich hier noch nie gesehen", meinte ein kleiner Junge und schenkte dem Mädchen ein fröhliches Lächeln, als es sich zu ihm umdrehte.

Ängstlich wich das Mädchen einen Schritt zurück und sah den Jungen mit großen Augen an. Sie zitterte am ganzen Körper.

"Was ist los mit dir? Hast du dich verlaufen?", fragte er neugierig weiter und betrachtete sie eingehend.

Sie schüttelte langsam den Kopf.

"I-ich ... weiß n-nicht ... Es tut mir leid, aber ich glaube, ich kann dir auf keine deiner Fragen eine Antwort geben", flüsterte sie leise und senkte verwirrt den Kopf. Ein dumpfer Schmerz hämmerte in ihrem Schädel wider, als sie versuchte, sich zu erinnern.

Wo war sie und vor allem wer war sie?

Der Junge sah sie ungläubig an und blinzelte verwundert. Es war ihm unbegreiflich, wie man seinen Namen vergessen konnte.

"Ich heiße Cal", sagte er, als der sich wieder gefangen hatte und schenkte ihr ein aufmunterndes Lächeln. "Freut mich, dich kennenzulernen, auch wenn du deinen Namen nicht weißt!"

Das Mädchen sank zu Boden und schluchzte leise.

"Alles in Ordnung?", fragte Cal nun ein wenig unsicher. Ratlos kniete er sich schließlich neben ihr nieder.

Er überlegte, ob er sie vielleicht in den Arm nehmen sollte, doch dann fiel ihm ein, was seine Schwester einst sagte. 'Menschen ohne Erinnerung reagieren mitunter seltsam. Doch am allermeisten haben sie Angst. Versuche nie, dich einem solchen Menschen aufzudrängen, wenn du dir nicht sicher bist, was du zu tun hast.'

"Warte kurz, vielleicht weiß meine Schwester Rat! Sie ist ganz in der Nähe!"

Er sprang auf und verschwand zwischen den dichten Bäumen.

Der Wind schien mit dem Mädchen zu weinen, und auch die Vögel verstummten, als er ihr sanft durchs Haar blies.

Zwei kleine Vögelchen flatterten zu dem Mädchen hinunter, landeten auf ihren angezogenen Knien und sangen für sie eines ihrer Liedchen.

Sie sah überrascht auf, und ein kleines Lächeln umspielte ihr verweintes Gesicht.

"Ihr habt recht ...", murmelte sie leise und strich vorsichtig über deren fliederfarbene Flügel.

In der Ferne konnte sie die Stimme des kleinen Jungen hören, wie er einen Namen rief.

Es dauerte einen Moment, und dann erklang die klare, helle Stimme eines Mädchens. Cal hatte sie Yvannie gerufen.

Die beiden kamen allmählich näher, und als sie den hohen Farn durchbrachen, flogen die beiden Vögel erschrocken zurück in die Baumkronen.

Yvannie, die eben mit Cal aufgetaucht war, sah mitfühlend auf das Mädchen mit den schneeweißen Haaren herab, wie es hilflos am Boden kauerte und seufzte kaum hörbar.

Das Mädchen sah zu Yvannie auf. Ihr Gesicht war wunderschön, und ihre Augen strahlten eine unheimliche Ruhe und Frieden aus. Mit einem Mal verschwand die Angst.

Als Yvannie ihr verweintes Gesicht betrachtete, kam sie langsam näher.

"Was hast du?", fragte sie liebevoll und sank neben ihr auf die Knie. "Cal hat mir erzählt, dass du dich an deinen Namen nicht erinnern kannst." Das Mädchen nickte langsam und ließ es zu, dass sie sie in den Arm nahm. "Deswegen brauchst du doch nicht zu weinen. Das wird schon wieder", meinte sie beruhigend und strich ihr durchs Haar.

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