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Ein Monster sieht rot Roman von Correia, Larry (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 26.05.2017
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Ein Monster sieht rot

Agent Franks ist etwas ganz Besonderes. Zusammengesetzt aus verschiedenen menschlichen Teilen und versehen mit unmenschlichen Kräften, gehört er zu den effektivsten Waffen, die das Amt für Monsterkontrolle zu bieten hat. Doch nur unter einer Bedingung stellt er seine durchschlagenden Fähigkeiten der Regierung zur Verfügung: Sie musste ihm versprechen, keine weiteren Wesen wie ihn zu erschaffen. Franks Schöpfer ist jedoch unersättlich. Im Rahmen eines Geheimexperiments will er dreizehn neue Monster zum Leben erwecken. Als Franks davon Wind bekommt, bahnt sich Ärger an ... und das nicht auf leisen Sohlen. Larry Correia ist Bestsellerautor und war 2011 für den John W. Campbell Award als bester neuer Fantasyautor nominiert. Die ersten drei Bände seiner Reihe um die Geheimorganisation Monster Hunter International standen alle auf der Bestsellerliste der New York Times. Correia lebt in Utah. Für weitere Informationen besuchen Sie den Autor auf www.larrycorreia.wordpress.com

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 496
    Erscheinungsdatum: 26.05.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732540730
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Originaltitel: Monster Hunter Nemesis
    Größe: 886 kBytes
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Ein Monster sieht rot

Kapitel 1

"An Ihren Händen klebt unschuldiges Blut. Wie viele Bundesagenten, Zivilisten und Monsterjäger haben Sie im Einsatz getötet?", verlangte der Verhörleiter zu erfahren.

"Ich zähle längst nicht mehr mit."

Die beiden Männer saßen in einem kleinen, hell erleuchteten weißen Raum und waren nur durch einen schmalen, rechteckigen Tisch voneinander getrennt. Franks konnte sich nicht daran erinnern, wie er hierher gelangt war.

"Nennen Sie für das Protokoll Ihren Namen."

"Franks."

"Und welche Position haben Sie bis vor Kurzem bekleidet?"

"Special Agent des Amts für Monsterkontrolle der Vereinigten Staaten."

Der Verhörleiter war so klein, bleich und unscheinbar wie das Zimmer. "Sie sollten sich klarmachen, dass dies Ihre einzige Gelegenheit ist, Ihre Handlungen zu erklären. Ihre Zukunft hängt davon ab, dass Sie bei diesem Verhör absolut entgegenkommend sind."

"Erwarten Sie ein Geständnis?"

"Ich will die Wahrheit, Agent Franks."

"Sind Sie mein Richter?"

"Ihr Schicksal liegt nicht in meinen Händen. Alles, was Sie hier sagen, geht geradewegs ganz nach oben. Er trifft die Entscheidung. Verstehen Sie das?"

Franks nickte.

"Beginnen Sie ganz am Anfang. Erzählen Sie mir alles."

Der Zwischenfall in Kalifornien
Vor 18 Monaten
30 Kilometer vor der Küste von Kalifornien

Das letzte Ritual hatte begonnen.

Eine weitere gewaltige Welle hob das Fischerboot an. Blitze zuckten über den Himmel, als es wieder nach unten krachte. Ein mächtiger Schwall Wasser schwappte über die Seite und fegte einige Kultanhänger von den Beinen, der Rest leierte weiter einen Sprechgesang herunter und kreiste um die auf das Deck gemalten Runen.

Kaltes Wasser sickerte durch die Fugen der Kiste und durchnässte ihn, befeuchtete das getrocknete Blut an seinem Anzug so weit, dass es wieder zähflüssig wurde. Seine Kiste hatte ungefähr die Größe eines Sargs. Falls sie über Bord gespült würde, müsste er aus ihr ausbrechen, an die Oberfläche schwimmen und versuchen, das Boot zu finden, das von sechs Meter hohen Wellen hin und her geschleudert wurde. In Anbetracht der Tatsache, dass er in dieser Nacht bereits mehrfach angeschossen worden war und auch eine Stichwunde hatte einstecken müssen, käme ihm das eher ungelegen.

Der Regen prasselte heftig und hart herab. Nur selbstmörderische Idioten würden mit einem Boot in einen solchen Sturm hinausfahren. Aber nachdem das Amt für Monsterkontrolle ihre Pläne auf dem Festland durchkreuzt hatte, waren die verbliebenen Kultisten verzweifelt genug gewesen, um zu versuchen, ihr großes Finale direkt über ihrem Zielpublikum abzuziehen. Kultanhänger verkörperten in der Tat eine besonders lästige Art von Gewürm.

Ein Teil des Decks ließ sich durch die seitlich in die Kiste geschlagenen Luftlöcher erkennen. Das Schiff kreuzte ohne Beleuchtung, und die Gewitterwolken blockierten das Licht des Mondes, doch für sein erweitertes Sehvermögen spielte beides keine Rolle. Einmal im Monat stachen ihm die Wissenschaftler des Amts für Monsterkontrolle eine Nadel ins Auge und injizierten ihm eine Spritze voll brennender Chemikalien, die ihm dabei halfen, in der Dunkelheit besser zu sehen. Das ursprünglich von der DARPA entwickelte Sichtverstärkungsserum hatte die menschlichen Testobjekte vor Schmerzen so weit in den Wahnsinn getrieben, dass sie sich selbst die Augen ausgekratzt hatten. Er hingegen empfand die Nebenwirkungen als allenfalls unangenehm. Zwar musste er seine Augen alle paar Jahre austauschen, weil die Injektionen unausweichlich Augenkrebs verursachten, doch das betrachtete er als geringen Preis für die taktischen Vorteile eines optimierten Sehvermögens.

Bisher hatte er fünfzehn Kultanhänger gezäh

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