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Engel? Ein John Sinclair Roman von Dark, Jason (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.09.2018
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Engel?

Aus der Feder des Sinclair-Schöpfers Jason Dark
Seit 15 Jahren warten die Sinclair-Fans auf ein neues Buch von ihrem 'Meister'

Eine mysteriöse Gestalt rettete dem Templer Godwin de Salier einst das Leben. Doch diese Rettung hat ihren Preis: Seit damals schuldet Godwin dem geheimnisvollen Wesen einen Gefallen. Jetzt ist der Fremde plötzlich aufgetaucht, um diesen einzufordern. Damit beginnt für Godwin und seinen Freund John Sinclair ein unheilvolles Abenteuer ...

Geboren wurde Jason Dark unter seinem bürgerlichen Namen Helmut Rellergerd 1945 im Sauerland. Er erlernte auf Wunsch seiner Eltern den 'anständigen' Beruf eines Chemotechnikers, aber seine Leidenschaft galt immer dem Schreiben. Mit über 2.000 Romanen und einer Gesamtauflage von über 250 Millionen Exemplaren ist Jason Dark der meistgelesene deutschsprachige Autor.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 333
    Erscheinungsdatum: 28.09.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732566907
    Verlag: Bastei Lübbe AG
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Engel?

Akkon. Lateinisches Königreich Jerusalem
Während der Kreuzzüge

B lut. Hitze. Gestank! Menschenleiber auf den Straßen und Gassen. Manche zuckten noch oder waren verzweifelt, weil ihnen Körperglieder fehlten. Andere bewegten sich nicht mehr. Sie lagen einfach nur da. Oft gezeichnet von tiefen Wunden.

Eine Mischung aus Staub und Qualm waberte durch die Stadt. Überall brannte es. Zwischen den Feuern und dem Rauch versteckten sich die Menschen, um mit ihren Krummsäbeln und Äxten auf die Feinde zu schlagen.

Auf diejenigen, die aus dem Norden kamen, die lange Herrscher gewesen waren. Aber das war jetzt vorbei. Die Einheimischen hatten sich wieder gefangen. Ihre Anführer hatten sich die Befehle des Sultans angehört und auch deren Berater. Es waren schlaue Menschen, die sich in das Denken und Handeln der Kreuzfahrer hineingedacht hatten und entsprechende Maßnahmen in die Wege leiteten. Dabei konnten sie sich auf manche Trägheit oder Sattheit der Männer aus dem Norden verlassen. Es gab nicht wenige, die so taten, als würde das Land ihnen gehören. Aber da hatten sie sich geirrt. Die Muselmanen gaben nicht auf und fingen damit an, die Kreuzfahrer aus dem Norden zurückzuschlagen.

Sie waren schnell, wendig und auch aggressiv. Sie ließen nichts anbrennen, erwischten viele der Nordmänner in ihrer Trägheit und töteten sie.

Blut spritzte. So wie es bei den Angriffen der Kreuzfahrer unter den Muselmanen geflossen war, so waren es jetzt die Kreuzfahrer, die ihr Leben verloren.

Es blieb ihnen nur die Aufgabe und der damit verbundene Rückzug. Jerusalem war nicht mehr wichtig. Es zählte die Stadt Akkon, denn sie hatte einen Hafen, in dem die letzten Schiffe der Kreuzfahrer auf den Wellen schwammen und bereit waren, die Männer aufzunehmen, die es geschafft hatten, sich durchzuschlagen.

In Gruppen hatten sie es versucht. Das war nicht immer gelungen. Überfälle der Muselmanen hatten die Gruppen zerrissen und die Männer getötet. Nur wenige waren den Waffen der Angreifer entkommen.

Zu ihnen zählte ein Mann, der auf den Namen Godwin de Salier hörte. Er war Franzose, ein Templer und ein Kämpfer. Ihn hatte bisher noch keiner besiegen können. Leider war es seinem Pferd nicht so ergangen. Mehrere Schwerthiebe hatten es regelrecht zerhackt.

Aber Godwin gab nicht auf. Er musste eines der Schiffe erreichen, was normalerweise kein Problem für ihn war. Nicht aber in diesem Fall. Wenn er zum Hafen wollte, musste er sich den Weg freikämpfen.

Das tat er. In seinen Ohren hörte er das monotone Dröhnen der Kesselpauken. Es waren die Instrumente des Siegers. Und das Dröhnen kam immer näher, wurde lauter und peinigte die Ohren des kämpfenden Kreuzritters. Als sie ankamen, da hatten sie gemeinsam gekämpft. Jetzt war sich jeder selbst der Nächste. Man musste sich durchschlagen, wenn man sein Leben retten wollte.

Godwin de Salier gehörte zu den Männern, denen es noch gut ging. Er besaß sein Schwert und auch den Brustschutz. Ansonsten klebte der Staub auf ihm wie eine zweite Haut.

Er kannte den Weg zum Hafen, und er wollte eine Abkürzung nehmen, denn er rechnete damit, dass der Hauptweg kontrolliert wurde. Die Feinde waren schon verdammt weit in Richtung Hafen gekommen, das wusste der Templer auch.

Die Abkürzung bestand aus einer schmalen und krummen Gasse, deren Eingang kaum zu sehen war. Hinzu kam jetzt, dass der Qualm eines nahen Feuers ihn fast verschwinden ließ.

Nicht so für Godwin. Hinter sich hörte er die heiseren Schreie seiner beiden Verfolger, die ihm schon verdammt nahe gekommen waren. Einer hatte sich zwei Säbel geschnappt, der zweite Kerl war mit Pfeil und Bogen bewaffnet.

Rein in die Gasse oder weiterlaufen?

De Salier entschied sich für die Gasse. Drei Schritte lief er, dann drückte er sich in den schmalen Raum zwischen den Häusern und hatte das Gefühl, dass das Schlachtgewimmel weit hinter ihm zurückgeblieben war u

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