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Entfesselte Dunkelheit von Adrian, Lara (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 25.05.2018
  • Verlag: LYX
eBook (ePUB)
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Entfesselte Dunkelheit

Eine neue Novella aus der Welt von Midnight Breed

Scythe ist ein Jäger - allein dazu geboren, dem einstigen Erzfeind der Vampire als Tötungsmaschine zu dienen. Nun ist er ein gefährlicher Einzelgänger, dessen Herz durch Gewalt und Schmerz verhärtet ist. Einmal hatte er geliebt und einen hohen Preis dafür gezahlt. Doch als der Orden der Vampire ihn als Bodyguard für die schöne Witwe Chiara engagiert, stellt der eiskalte Krieger fest, dass die Stammesgefährtin die Mauern, die er um sein Herz errichtet hat, zum Einsturz zu bringen droht ...

'Wow! Wer hätte gedacht, dass eine so kurze Geschichte so heiß und emotional mitreißend sein kann. Aber es ist schließlich Lara Adrian!' Read Love Blog

Lara Adrian lebt mit ihrem Mann in Florida. Neben ihrer äußerst erfolgreichen Vampirserie Midnight Breed hat sie unter dem Namen Tina St. John auch mit historischen Liebesromanen eine große Fangemeinde gewonnen. Mit For 100 Days - Täuschung erscheint 2017 ihr erster Contemporary-Roman.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 157
    Erscheinungsdatum: 25.05.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783736307667
    Verlag: LYX
    Originaltitel: Midnight Unbound (Midnight Breed Novella 07)
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Entfesselte Dunkelheit

1

Scythe hielt sich nun schon seit fast einer Stunde in dem Nachtclub auf und hatte sich doch noch nicht entscheiden können, wer aus der Schar berauschter, sich der Musik hingebender Menschen heute Abend seinen Durst stillen sollte. Die lauten Bässe dröhnten rhythmisch und verstärkten die Kopfschmerzen, die seit Tagen in seinen Schläfen pochten.

Auch der Magen tat ihm weh - ein stechender Schmerz, der ihn daran erinnerte, dass er seit fast einer Woche nichts zu sich genommen hatte. Das war zu lang für die meisten seiner Art. Bei einem Stammesvampir wie ihm, der durch sein Gen-Eins-Blut ganz oben in der Nahrungskette stand, war eine Woche ohne Nahrung nicht nur für sein eigenes Wohlergehen gefährlich, sondern auch für alle, die sich in seiner Nähe aufhielten.

Aus dem hinteren, dunklen Bereich der Bar heraus beobachtete er die wogende Menge von jungen Männern und Frauen, die in der immer wieder aufblitzenden Beleuchtung auf der Tanzfläche zuckten, während der DJ nahtlos von einem kitschigen Megahit zum nächsten überging.

Die Touristenabsteige in Bari, einem Ferienort am Meer, der an der Spitze von Italiens Stiefelabsatz lag, gehörte normalerweise nicht zu seinem Jagdrevier. Er zog größere Städte vor, wo man Blutwirte kaufen konnte, damit sie einem zu Diensten waren, und hinterher auch gleich wieder los war. Doch sein Verlangen nach Blut war zu stark, um erst noch die lange Fahrt nach Neapel auf sich zu nehmen. Davon abgesehen würde ihn die Reise an der Weinregion Potenza vorbeiführen. Dieses Gebiet mied er seit einigen Wochen. Die Gründe dafür wollte er sich nicht einmal jetzt vor Augen führen.

Allmächtiger! Vor allem jetzt nicht, wo der Blutdurst seine Innereien zusammenzog und seine Fangzähne vor Verlangen pochten, sich in warmes, zartes Fleisch zu bohren.

Unwillkürlich stieß er ein leises Knurren aus, als er den Blick wieder über die Menge schweifen ließ und er gegen seinen Willen an einer zierlichen Brünetten hängen blieb, die sich am Rand der vollen Tanzfläche zur Musik wiegte. Sie stand mit dem Rücken zu ihm. Das seidige dunkelbraune Haar floss über ihre Schultern, der schlanke Körper steckte in einer hautengen Jeans, und das hochgerutschte Top enthüllte einen schmalen Streifen heller Haut an ihrer Taille. Sie lachte über etwas, was ihre Freundinnen gesagt hatten, und der schrille Laut kreischte förmlich in Scythes überempfindlichen Ohren.

Sofort erlosch sein Interesse, und er wandte den Blick ab. Doch der kurze Moment hatte ihm eine andere, viel zu zierliche Frau in Erinnerung gerufen, die er schon eine ganze Weile versuchte auf Teufel komm raus zu vergessen.

Er wusste, dass er Chiara Genova nie an einem solchem Ort antreffen würde. Doch in einem verkorksten Winkel seines Herzens gab er sich dieser Vorstellung hin, sodass ihn Fantasien verlockten, denen sich hinzugeben er nicht das Recht hatte. Die süße, liebe Chiara nackt in seinen Armen. Ihre leidenschaftlichen Lippen voller Inbrunst an seinem Mund. Ihre zarte Kehle seinem Biss entblößt ...

"Verfluchter Mist."

Voll schroffer Wut brach der Fluch aus ihm heraus. Er erregte damit die Aufmerksamkeit einer großen Blondine, die ihren knochigen Hintern vor einer Viertelstunde auf den neben ihm stehenden Barhocker gehievt und erfolglos versucht hatte, seine Beachtung zu erheischen.

Jetzt rückte sie näher und roch nach zu viel Wein und Parfüm, während sie sich mit der Zunge über die Lippen fuhr und ihn freundlich anlächelte. "Du wirkst nicht gerade so, als hättest du heute Abend Spaß."

Er gab ein nichtssagendes Brummen von sich, sah sie an und machte sich sofort ein Bild von ihr.

Ein Mensch ... wahrscheinlich näher an der vierzig, als der kurze Lederrock und das freizügige Spitzenbustier, das sie trug, vermuten ließen. Außerdem war sie eindeutig nicht von hier. Sie hatte einen deutlich erkennbaren amerikanischen Akzent, und er n

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