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Ewigkeit Roman von Bear, Greg (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 25.02.2014
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Ewigkeit

Nach dem Ende

Die Erde ist zerstört, doch es gibt noch Hoffnung: Der Asteroid ist noch da, und mit ihm der unendliche Korridor, der durch ganze Universen und Parallelwelten führt - Parallelwelten, in denen auch Parallel-Erden existieren, in allen denkbaren Variationen. Als ein unmöglicher Reisender vom Ende der Zeit durch den Korridor kommt und die Menschen bittet, den Asteroiden zu vernichtet, fällt es den Menschen nicht leicht, ihre Hoffnungen aufzugeben. Doch der Asteroid und sein Tunnel in die Ewigkeit droht, die gesamte Schöpfung missraten zu lassen ...

Greg Bear wurde 1951 in San Diego geboren und studierte dort englische Literatur. Seit 1975 als freier Schriftsteller tätig, gilt er heute als einer der ideenreichsten wissenschaftlich orientierten Autoren der Gegenwart. Etliche seiner Romane wurden zu internationalen Bestsellern.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Erscheinungsdatum: 25.02.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641135843
    Verlag: Heyne
    Größe: 772kBytes
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Ewigkeit

1. KAPITEL

Wiedereroberte Erde,
Unabhängiges Gebiet von Neuseeland, A.D. 2046

Der Friedhof der Station von New Murchison enthielt nur dreißig Gräber. Flaches Grasland umgab den eingezäunten Fleck, und ringsum und hindurch schlängelte sich schützend ein schmaler Bach, dessen leise flüsterndes Geplätscher den kühlen, trockenen Wind übertönte. Der Wind ließ die Grashalme säuseln und beben. In graue Wolken gehüllte Berge mit Schneestreifen blickten finster auf das Gelände. Die Sonne stand um eine Stunde über der Zwei-Daumen-Kette im Osten. Ihr Licht war hell, aber nicht warm. Trotz des Windes schwitzte Garry Lanier.

Er half dabei, den Sarg auf Schultern durch den schiefen weißen Lattenzaun zu dem neu ausgehobenen Grab zu tragen, das durch einen Hügel dunkler Erde markiert war. Sein Gesicht war eine Maske, um die Anstrengung und die krampfhaften Schmerzen zu verbergen.

Sechs Freunde dienten als Träger. Der Sarg war nur ein sauber bearbeiteter und genau angepasster Holzkasten, aber Lawrence Heineman hatte gute neunzig Kilo gewogen, als er starb. Die Witwe, Lenore Carrolson, folgte zwei Schritte dahinter mit erhobenem Kopf. Ihre verwirrten Augen starrten auf etwas eben über dem Ende des Sarges. Ihr einst aschblondes Haar war jetzt silberweiß.

Larry hatte viel jünger ausgesehen als Lenore, die jetzt in ihrem neunzigsten Jahre gebrechlich und unwirklich schien. Er hatte vor vierunddreißig Jahren nach seinem Herzanfall einen neuen Körper bekommen. Nicht Alter oder Krankheit hatten ihn getötet, sondern ein Steinschlag bei einem zwanzig Kilometer entfernten Campingplatz im Gebirge.

Sie legten ihn in die Erde, und die Sargträger zogen die dicken schwarzen Seile weg. Der Sarg kippte und knarrte im Erdreich. Lanier fand, dass Heineman das Grab als ein unbequemes Bett vorkommen würde. Aber dann ließ er diese naive Phantasie sausen. Es war nicht gut, den Tod umzugestalten.

Ein Priester der Neuen Römischen Kirche sprach über dem Grabe Latein. Lanier warf als erster mit dem Spaten muffigen Dreck in das Loch. Asche zu Asche. Der Boden hier ist feucht. Der Sarg wird vermodern.

Lanier rieb sich die Schulter, als er bei Karen stand, die seit fast vierzig Jahren seine Frau war. Ihre Augen huschten über die Gesichter ihrer entfernten Nachbarn und suchten etwas, womit sie ihre Gefühlsverlagerung mildern könnte. Lanier bemühte sich, die Leidtragenden mit ihren Augen zu sehen, und fand nur Trübsal und eine nervöse Niedergeschlagenheit. Er berührte ihren Ellbogen, aber sie hatte nichts von seiner Zuversicht. Karen war, als gehöre sie nicht dazu. Sie hatte Lenore Carrolson wie eine Mutter geliebt, obwohl sie seit zwei Jahren nicht miteinander geredet hatten.

Oben am Himmel tat das Hexamon zwischen den orbitalen Bezirken seinen gewöhnlichen Dienst, hatte aber von diesen glücklichen Himmelskörpern keinen Vertreter geschickt. Und in der Tat wäre eine solche Geste unpassend gewesen in Anbetracht dessen, welche Gefühle Larry gegenüber dem Hexamon entwickelt hatte.

Wie sehr sich doch die Dinge verändert hatten ...

Teilungen, Trennungen, Katastrophen. Nicht alle Arbeit, die sie bei der Wiederherstellung geleistet hatten, konnte diese Differenzen wegwischen. Sie hatten auf die Wiederherstellungen solche Erwartungen gesetzt. Karen hatte immer noch große Hoffnungen und arbeitete noch an ihren verschiedenen Projekten. Ihre Umgebung teilte nicht viele dieser Hoffnungen.

Sie war immer noch im Glauben befangen an die Zukunft und die Bemühungen des Hexamons.

Lanier hatte den Glauben vor zwanzig Jahren verloren.

Jetzt hatten sie einen bedeutsamen Teil ihrer Vergangenheit in d

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