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Fehlfunktion Der Armageddon-Zyklus 2 von Hamilton, Peter F. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.05.2017
  • Verlag: Piper
eBook (ePUB)
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Fehlfunktion

Band 2 des faszinierenden Armageddon-Zyklus: Die Besessenen breiten sich scheinbar unaufhaltsam über Lalonde aus. Die Konföderation entsendet eine Flotte, um ihnen Einhalt zu gebieten. Kann sie verhindern, dass der Planet aus dem Universum entführt wird? Gleichzeitig wird eine skrupellose Frau nach langer Zeit im Exil wieder aktiv, um uralte Rachepläne zu verfolgen. Wenn es ihr gelingt, den Geheimdiensten zu entkommen, droht dem gesamten Universum größte Gefahr ... Peter F. Hamilton wurde 1960 in Rutland, Großbritannien, geboren. 1988 verkaufte er seine erste Kurzgeschichte an das legendäre "Fear"-Magazin. Mit seinen gefeierten Serien um das "Konföderations"- und das "Commonwealth"-Universum wurde er zu einem der erfolgreichsten phantastischen Autoren unserer Zeit und verkaufte weltweit mehrere Millionen Bücher. Der "Armageddon"-Zyklus gehört zu den modernen Klassikern der Science-Fiction.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 848
    Erscheinungsdatum: 02.05.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783492965620
    Verlag: Piper
    Größe: 1661 kBytes
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Fehlfunktion

2. Kapitel

Der Ereignishorizont der Villeneuve s Revenge löste sich im gleichen Augenblick auf, als das Raumschiff zu seiner vollen Größe expandierte: eine Kugel von achtundvierzig Metern Durchmesser. Sonnenwinde und schwaches Licht von der fernen Sonne New Californias fielen auf die dunkle Siliziumhülle, die jetzt sichtbar wurde.

Kurzstrecken-Kampfsensoren glitten mit glatter Feindseligkeit aus den Vertiefungen, in denen sie während des Sprunges geruht hatten, metallisch schwarze Tumoren mit eingelassenen runden, goldverspiegelten Linsen. Hungrig suchten sie ein Raumvolumen mit einem Durchmesser von fünfhundert Kilometern nach einem ganz bestimmten Umriß ab.

Datenströme aus den Sensoren blitzten in Erick Thakrars Verstand, eine rigide Symbolsprache aus monochromem Licht. Zeiger jagten über die großen, ständig aktualisierten Displays und umschlossen unerbittlich einen bestimmten Satz von Werten wie kreisende, aus Photonen geformte Geier. Strahlung, Masse und Laserreflexionen paßten glatt zur vorgegebenen Parameterdefinition.

Die Krystal Moon materialisierte inmitten der flüchtigen binären Fraktale; sie war nur zweihundertsechzig Kilometer entfernt. Die Krystal Moon war ein interplanetarer Frachter von achtzig Metern Länge. An einem Ende befand sich das zylindrische Lebenserhaltungssystem, am anderen die von versilberter Spiegelfolie umschlossenen Tanks und das dunkelrot glühende Rohr des Fusionsantriebs. Wärmeableitpaneele bildeten einen Rüschenkragen auf der Außenseite des Decks mit den Klimatisierungsmaschinen unmittelbar unterhalb des Lebenserhaltungssystems. Auf einem Gerüst davor ragten Kommunikationsschüsseln in den Raum hinaus. Die Mittelsektion des Frachters bildete ein hexagonales Gittergerüst, das fünf Ringe mit Standard-Frachtcontainern trug. Einige davon waren durch dicke Kabel und Schläuche mit den Klimatisierungsanlagen verbunden.

Eine schlanke, fünfundzwanzig Meter lange Flamme brannte beständig hinter dem Austritt des Fusionsrohrs und beschleunigte die Krystal Moon mit konstant einem Sechzigstel g. Der Frachter war fünf Tage zuvor von Tehama aufgebrochen. Er hatte eine Ladung Industriemaschinen und Mikrofusionsgeneratoren für die Asteroidensiedlung von Ukiah an Bord. Ukiah gehörte zu Dana, dem äußeren Asteroidengürtel des Systems, hinter dem Gasriesen Sacramento. Von den drei Asteroidengürteln des Systems war Dana der am dünnsten besiedelte, und der Verkehr so weit draußen war spärlich.

Die einzige Verbindung der Krystal Moon zur Zivilisation (und zur schützenden Navy) war ihr Mikrowellen-Kommunikationssystem, das auf Ukiah in einer Entfernung von dreihundertzwanzig Millionen Kilometern gerichtet war.

Ericks neurale Nanonik berichtete, daß die Zielerfassung durch Mustervergleich vollständig war. Er erteilte dem Röntgenlaser den Feuerbefehl.

Zweihundertfünfzig Kilometer entfernt zerplatzte die Mikrowellenantenne der Krystal Moon in einer Wolke aus Aluminiumflocken. Eine lange braune Brandspur erschien über der vorderen Sektion des Lebenserhaltungssystems.

Gott, ich hoffe nur, daß sich niemand in der Kabine darunter aufgehalten hat.

Erick versuchte, den Gedanken daran zu verdrängen. Wenn er aus seiner Rolle fiel, und sei es auch nur für ein paar Augenblicke, konnte das ganz leicht sein Leben kosten. Das hatten sie ihm daheim in der Akademie ziemlich gründlich eingetrichtert. Er hatte sogar ein Programm in seine neurale Nanonik geladen, das sein Verhalten auf Konsistenz hin untersuchte und stark abweichende Reaktionen auffangen sollte. Doch Skrupel und Schrecksekunden im falschen Augenblick konnten ihn ebenfalls verraten.

Die Villeneuve s Revenge feuerte ihren Fusionsantrieb und beschleunigte mit fünfeinhalb g auf das angeschlagene Frachtschiff zu. Erick sandte zwei weitere Schüsse aus dem Röntgenlaser in den Fusionsantri

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