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Feuer Roman. Elementis - Band 2 von Hohlbein, Wolfgang (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 25.09.2013
  • Verlag: dotbooks
eBook (ePUB)
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Feuer

'Alles, was er hörte, war das Rauschen seines eigenen Blutes in den Ohren, und ein ununterbrochenes Knacken und Knirschen, das aus keiner bestimmten Richtung kam und ganz dazu angetan war, seine Angst zu schüren. Das Feuer war noch lange nicht tot.' Es ist schnell und unbezwingbar. Wo immer das Feuer auflodert, wütet es verheerend und brennt alles nieder, was ihm im Weg steht. Aber sind die Flammenmauern das Werk von skrupellosen Brandstiftern - oder steckt etwas ganz anderes dahinter? Der Kleinkriminelle Will Lokkens will mit all dem nichts zu tun haben. Ihm geht es wie immer nur um seine eigene Haut. Doch dann begegnet er einem Mädchen mit düsterem Geheimnis und einer Frau, die so anziehend wie bedrohlich ist. Und schließlich muss Will erkennen, dass er schon vor langer Zeit dazu auserkoren wurde, ein großes Opfer zu bringen ... Das Abenteuer geht weiter - denn auf die FLUT folgt das FEUER: Der zweite Roman der ELEMENTIS-Trilogie. Jetzt als eBook: 'Feuer' von Wolfgang Hohlbein. dotbooks - der eBook-Verlag. Wolfgang Hohlbein, 1953 in Weimar geboren, ist Deutschlands erfolgreichster Fantasy-Autor. Der Durchbruch gelang ihm 1983 mit dem preisgekrönten Jugendbuch MÄRCHENMOND. Inzwischen hat er 150 Bestseller mit einer Gesamtauflage von über 44 Millionen Büchern verfasst. 2012 erhielt er den internationalen Literaturpreis NUX. Bei dotbooks erscheint von Wolfgang Hohlbein: "Der weiße Ritter - Erster Roman: Wolfsnebel" "Der weiße Ritter - Zweiter Roman: Schattentanz" "Nach dem großen Feuer" "Teufelchen" "Schandmäulchens Abenteuer" "Ithaka" "Der Drachentöter" "Saint Nick - Der Tag, an dem der Weihnachtsmann durchdrehte" "NORG - Erster Roman: Im verbotenen Land" "NORG - Zweiter Roman: Im Tal des Ungeheuers" Die Romane der "Die Abenteuer des Thor Garson"-Reihe: "Dämonengott" "Das Totenschiff" "Der Fluch des Goldes" "Der Kristall des Todes" "Das Schwert der Finsternis" Die Romane der "Operation Nautilus"-Reihe: "Die vergessene Insel - Erster Roman" "Das Mädchen von Atlantis - Zweiter Roman" "Die Herren der Tiefe - Dritter Roman" "Im Tal der Giganten - Vierter Roman" "Das Meeresfeuer - Fünfter Roman" "Die schwarze Bruderschaft - Sechster Roman" "Die steinerne Pest - Siebter Roman" "Die grauen Wächter - Achter Roman" "Die Stadt der Verlorenen - Neunter Roman" "Die Insel der Vulkane - Zehnter Roman" "Die Stadt unter dem Eis - Elfter Roman" "Die Rückkehr der Nautilus - Zwölfter Roman"

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 734
    Erscheinungsdatum: 25.09.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955203931
    Verlag: dotbooks
    Größe: 719 kBytes
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Feuer

PROLOG

1972

Dicke Regentropfen prasselten auf die Fensterscheibe ein, als wären es winzige Fäuste, die versuchten, das Glas einzuschlagen. In immer kürzeren Abständen rannten die Sturmböen gegen den Widerstand des frei stehenden Hauses an, zerrten mit erbarmungsloser Wucht an den Fensterläden, heulten wie ein Rudel wütender Wölfe, ein wildes Heer, das von zornigen Göttern über den dunklen Himmel getrieben wurde – von den zornigen Göttern aus den Geschichten, die den Jungen nachts nicht einschlafen ließen. Die plötzliche, unnatürliche Kälte, die den schönen Septembernachmittag in das tobende Inferno vor dem Fenster verwandelt hatte, schien keineswegs nur von den nachtschwarzen Wolkentürmen auszugehen, die wie ausgehungerte Raubtiere über dem schmalen, gelblichen Streifen am Horizont dahinjagten.

Der Drache in seiner Hand begann zu zittern, und ein kalter Schauer rann ihm über den Rücken. Ganz langsam, als könne eine unbedachte Bewegung ein Unglück hervorrufen, stellte er den kleinen Drachen auf den Boden zu den anderen Figuren, mit denen er gespielt hatte. Irgendetwas geschah, was nicht geschehen sollte.

Seine Hand fuhr über die wunde Stelle kurz über dem Knöchel, die heute mehr schmerzte als in den letzten Tagen, nachdem sein Vater das Unsagbare getan hatte. Die ringförmige gerötete Schwellung um sein Fußgelenk sollte ebenso wenig da sein wie das Unwetter, das vor dem geschlossenen Fenster mit ungebremster Wut tobte. Wie um auf den entfesselten Zorn der Elemente zu antworten, flackerte in ihm abgrundtiefes Entsetzen auf, und die Vorahnung, dass etwas Schreckliches geschehen würde. Er stand mit einem Ruck auf.

Sein Blick glitt wie von selbst zu dem Drachentisch mit den Beinen, die so lebendig wirkten. Lindwurmbeine nannte er sie, oder auch Drachenbeine. Sie wanden sich schlangengleich nach oben, und ihre Gesichter, auf denen die Tischplatte ruhte, befanden sich auf gleicher Höhe wie sein eigenes. Er hatte nie geglaubt, dass sie lediglich aus Holz bestanden und nur die wurmstichige Holzplatte des Tisches trugen, wie ihm sein Vater einzureden versucht hatte. Ihre schwarz-braun-roten Körper, das Muster, das sich über sie zog, ihre nach oben gereckten Köpfe mit den tückischen Augen, all das kündete von einer Lebendigkeit, die mindestens ebenso real war wie das Wüten des Sturmes. Auf einen flüchtigen Blick sahen sie aus wie Flammen, die aus dem Boden hervorschossen und nach oben züngelten. Nur wenn man genauer hinsah – und er hatte schon sehr oft genau hingesehen! –, sah man überhaupt, dass es sich um gewundene Drachenkörper handelte.

Als es donnerte und ein gezackter Blitz das Zimmer erhellte, ging ein Huschen und Gleiten über den Körper des Drachen, der ihm am nächsten war, als spanne er sich zum Sprung. Er hatte das Gefühl, dass sich der Lindwurm reckte und wand, dass er im Begriff war, sich von seinem angestammten Platz zu lösen und in plötzlicher Wut nach der Tischplatte zu züngeln. Er stieß einen Schrei aus, torkelte zwei, drei Schritte zurück und riss abwehrend die Hände nach oben. Wieder zerriss ein Blitz den Himmel, und diesmal war es viel schlimmer als zuvor; Donner und Licht waren fast eins, und der Knall so laut, als hätte jemand mit unglaublicher Wucht einen Hammer auf das Dach des Hauses geschlagen. Die Verästelungen des Blitzes trafen den Drachen genau in dem Sekundenbruchteil, in dem der Donner durch das Zimmer tobte; nicht wirklich, sondern nur mit dem Ausläufer gleißender Helligkeit, und doch kniff er instinktiv die Augen zusammen. Als er sie zitternd wieder aufriss, erstrahlte das Zimmer in einem merkwürdig milchigen, leicht bläulichen Glanz.

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