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Flashback Roman von Simmons, Dan (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.01.2012
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Flashback

Die Zukunft, wie sie sein könnte ... Die USA stehen kurz vor dem Kollaps, doch dem Großteil der Bevölkerung ist das völlig egal, denn sie sind abhängig von einer Droge namens Flashback, die es den Konsumenten ermöglicht, die glücklichsten Augenblicke ihres Lebens immer und immer wieder zu erleben. Einer von ihnen ist Ex-Cop Nick Bottom, der seit dem tragischen Tod seiner Frau bei einem Autounfall nur noch in der Vergangenheit lebt und dank Flashback noch einmal die schönsten Momente mit ihr verbringen kann. Doch dann wird der Sohn eines hohen Regierungsbeamten ermordet, und Nick beginnt eher widerwillig zu ermitteln. Bis er eine gigantische Verschwörung aufdeckt, die den desolaten Zustand der USA und ihrer Bewohner verursacht hat ... Dan Simmons wurde 1948 in Illinois geboren. Nach dem Studium arbeitete er einige Jahre als Englischlehrer, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Simmons ist heute einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller der Gegenwart. Seine Romane "Terror", "Die Hyperion-Gesänge" und "Endymion" wurden zu internationalen Bestsellern, die Verfilmung von "Terror" ist eine der erfolgreichsten TV-Serien unserer Zeit. Der Autor lebt mit seiner Familie in Colorado.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 640
    Erscheinungsdatum: 11.01.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641081300
    Verlag: Heyne
    Originaltitel: Flashback
    Größe: 673 kBytes
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Flashback

1.00

JAPANISCHE GRÜNZONE ÜBER DENVER

FREITAG, 10. SEPTEMBER

"Sie wundern sich wahrscheinlich, dass ich Sie heute zu mir gebeten habe, Mr. Bottom", sagte Hiroshi Nakamura.

"Nein", antwortete Nick. "Ich weiß genau, warum Sie mich geholt haben."

Nakamura blinzelte. "Tatsächlich?"

"Ja." Scheiß drauf , dachte Nick, wer A sagt, muss auch B sagen. Nakamura möchte einen Detektiv engagieren. Zeig ihm, dass du einer bist. "Sie wollen, dass ich den oder die Mörder Ihres Sohnes Keigo finde."

Nakamura blinzelte erneut, blieb jedoch stumm. Als hätte ihn der laut ausgesprochene Name seines Sohnes erstarren lassen.

Die Augen des alten Milliardärs schnellten kurz zu seinem gedrungenen, kräftigen Sicherheitschef Hideki Sato. Dieser lehnte an einem Treppentansu neben dem Shoji, der zum Hofgarten geöffnet war. Wenn Sato mit irgendeiner Bewegung oder einer mimischen Regung auf den Blick seines Dienstherrn reagierte, so nahm Nick nicht das Geringste davon wahr. Er konnte sich auch nicht erinnern, dass Sato auf der Fahrt im Golfwagen hinauf zum Haupthaus oder während der Vorstellung in Nakamuras Büro nur einmal das Gesicht verzogen hätte. Die Augen des Sicherheitschefs waren Murmeln aus Obsidian.

Schließlich sprach Nakamura weiter. "Ihre Schlussfolgerung ist richtig, Mr. Bottom. Eine elementare Schlussfolgerung, wie Sherlock Holmes sagen würde, da Sie damals der für den Fall meines Sohnes zuständige Ermittler waren, als ich noch in Japan war, und wir beide nie Kontakt miteinander hatten."

Nick wartete.

Nach dem flüchtigen Blick in Satos Richtung hatte sich Nakamura wieder auf das einzelne Blatt E-Pergament in seiner Hand konzentriert, doch nun richteten sich seine grauen Augen bohrend auf Nick.

"Glauben Sie, Sie können den oder die Mörder meines Sohnes finden, Mr. Bottom?"

"Ganz sicher", log Nick. Er ahnte, dass ihm der alte Milliardär eigentlich eine ganz andere Frage gestellt hatte: Können Sie die Uhr zurückdrehen und verhindern, dass mein einziger Sohn getötet wird?

Auch auf diese Frage hätte Nick notfalls mit "ganz sicher" geantwortet. Um an das Geld zu kommen, das ihm dieser Mann geben konnte, war Nick zu jeder Behauptung bereit. Denn das war genug Geld, um für Jahre zu Dara zurückzukehren. Vielleicht sogar für den ganzen Rest seines Lebens.

Nakamura rümpfte leicht die Nase. Nick war klar, dass man nicht zum hundertfachen Milliardär und zu einem der neun regionalen Bundesberater in Amerika wurde, wenn man ein Dummkopf war.

"Warum sind Sie so davon überzeugt, dass es Ihnen jetzt gelingen wird, Mr. Bottom, wo Sie doch vor sechs Jahren gescheitert sind, zu einem Zeitpunkt also, da Sie noch ein echter Mordermittler waren und die vollen Ressourcen des Denver Police Department hinter sich hatten?"

"Damals gab es vierhundert ungeklärte Mordfälle, Mr. Nakamura. Wir hatten fünfzehn Ermittler, die für alles zuständig waren, und jeden Tag kamen neue Fälle rein. Jetzt kann ich mich ganz darauf konzentrieren, diesen einen Fall zu lösen. Keine Ablenkung."

Nakamuras graue Augen, die ohnehin frostig und so reglos waren wie Satos dunkle Obsidiane, wurden merklich noch frostiger. "Wollen Sie damit andeuten, Detective Sergeant Bottom, dass Sie der Ermordung meines Sohnes damals nicht absoluten Vorrang eingeräumt haben - trotz entsprechender Anweisungen des Gouverneurs von Colorado und der Präsidentin der Vereinigten Staaten persönlich?"

Nick spürte das Flashbackjucken im Inneren wie das Krabbeln eines Tausendfüßlers. Am liebsten wäre er aus dem Zimmer verschwunden und hätte sich das Früher übergestreift wie eine warme Wolldecke: damals, nicht heute, sie, nicht das hier.

"Ich will damit bloß sagen, dass das DPD vor sechs Jahren keinen einzigen Mordfall mit der ang

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