text.skipToContent text.skipToNavigation

Fluch der Schwarzen Dahlie Shifter Cops, Band 2 von Winter, Natalie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.05.2018
  • Verlag: Dryas Verlag
eBook (ePUB)
6,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Fluch der Schwarzen Dahlie

Ryder Grey ist alles andere als begeistert von seiner Versetzung nach L.A., wo er als Shifter Cop paranormale Wesen jagen soll. Kaum angekommen, muss er undercover in einer Mordserie ermitteln, deren Täter offensichtlich den berüchtigten Mord an der 'Schwarzen Dahlie' kopiert. Im Zentrum des grausamen Geschehens steht ein Club, den alle Opfer regelmäßig besuchten. In der bildhübschen Barkeeperin und Tochter der Barbesitzerin Cara de Luca findet Ryder eine Verbündete. Auch sie will den Mörder fassen, und gemeinsam stürzen sie sich in die Ermittlungen. Aber Cara verbirgt etwas vor Ryder. Und nicht nur sie hat ein Geheimnis.

Worte und ihre Wirkung haben Natalie Winter schon immer fasziniert. Sie verschlingt Bücher, seit sie lesen kann, und war lange Zeit als Buchhändlerin tätig. Sie lebt mit Mann und Hund an der Grenze zwischen Ruhrgebiet und Niederrhein. Wenn sie nicht schreibt oder liest, ist sie mit dem Hund unterwegs oder backt Kuchen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 280
    Erscheinungsdatum: 08.05.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783940855770
    Verlag: Dryas Verlag
    Serie: Shifter Cops Bd.2
Weiterlesen weniger lesen

Fluch der Schwarzen Dahlie

Kapitel 1

Margarita

Es tat gut, die angestaute Energie loszuwerden, auch wenn es nur in einem spielerischen Zweikampf war. Geschickt wich Ryder der geballten Faust aus, die auf ihn zuraste und ihm einen üblen Treffer versetzt hätte, wäre sein Gegner nicht ganz so schwerfällig gewesen. Aber das war das Problem mit den massigen Gestaltwandlern: Sie verließen sich viel zu sehr auf rohe Gewalt, statt ihre Beweglichkeit zu trainieren.

Ryder schenkte dem jungen Bärenwandler ein Grinsen und stieß sich mit den nackten Füßen vom gepolsterten Boden des Boxrings ab. Der Sprung war verhalten, brachte ihn aber so nah an den anderen heran, dass er ihm mit der Rechten einen Hieb unter den Rippenbogen versetzen konnte. Der Junge schien den Schlag kaum zu spüren. Das war keine schlechte Ausgangsposition, wenn er ins Team wollte. Als Mitglied der Shifter Cops musste man nicht nur austeilen, sondern auch einstecken können. Ryder federte zurück und ließ eine Gerade auf das Kinn von Cash, so hieß der Junge, schnellen. Diesmal hielt er sich nicht ganz so stark zurück, aber immer noch ignorierte sein Gegner den Treffer.

Also tänzelte Ryder zurück in seine Ecke des Rings. Er tauschte einen Blick mit dem Trainer der Neulinge, dem alten Fletcher. Wer ihn zum ersten Mal sah, unterschätzte den hoch aufgeschossenen, mageren Mann vermutlich, denn er wirkte, als könne ihn bereits ein Windhauch von den Füßen fegen. Jetzt nickte er Ryder zu, der mit einem Lächeln antwortete. Phase zwei des Testkampfes war offiziell eingeläutet, die erste hatte Cash bestanden.

Nun ging es darum, sein Temperament zu erproben. Die Viertelstunde, die Ryder mit ihm gespielt hatte, war wenig aufschlussreich gewesen. Stoisch hatte der Mann alles über sich ergehen lassen. Jetzt musste Ryder herausfinden, was ihn dazu bringen würde, die Beherrschung zu verlieren und die Regeln zu brechen. Fletcher hatte dem Jungen klargemacht, dass er sich nicht verwandeln durfte, gleichgültig was geschah. Ryder hatte mehrere Möglichkeiten, die Geduld seines Gegners zu testen. Eine war, ihn so lange mit den Fäusten zu traktieren, bis Cash die Kräfte verließen. Doch die ersten Runden hatten Ryder gezeigt, dass er vermutlich stundenlang auf den Bärenwandler eindreschen konnte, ohne dass der andere mehr tat, als gelegentlich zurückzuschlagen.

Möglichkeit zwei bestand darin, unfair zu kämpfen. Wie würde der Mann auf einen Tritt reagieren oder auf das Ausfahren der Krallen, wenn der Trainer einen Moment lang nicht hinsah? Ryder kniff die Augen zusammen, nahm noch einen Schluck aus der Wasserflasche und wandte sich dann um. Er hatte sich für eine dritte Möglichkeit entschieden, die am meisten Erfolg zu versprechen schien: Beim Umziehen hatte er die Tätowierung gesehen, die der Junge auf der rechten Arschbacke trug. Sie war verblichen und ausgefranst, aber Ryder war sich ziemlich sicher, dass Cash sich ein stilisiertes Hakenkreuz hatte stechen lassen. Sein erster Impuls war gewesen, den Trainingskampf abzusagen. Sollte sich doch ein anderer mit dem verdammten Jungnazi prügeln. Doch dann hatte er sich dagegen entschieden. Das Nazisymbol war offenbar schon recht alt, es konnte sich dabei auch um eine Jugendsünde handeln. Und jeder verdiente eine zweite Chance, das wusste Ryder nur allzu gut.

Jetzt, da es seine Aufgabe war, Cash an den Rand der Selbstbeherrschung zu treiben, kam ihm seine Kenntnis zupass. Die Chancen waren hoch, dass jemand mit einem Hakenkreuz auf dem Körper nicht nur rassistisch, sondern auch homophob war. Also würde Ryder ihn auf diese Weise reizen. Er tänzelte erneut an Cash heran und legte etwas mehr Hüftschwung in die Bewegung, als nötig gewesen wäre. Dabei achtete er darauf, dass sie einander wirklich nahe kamen, damit sein Geruch in die Nase des Bärenwandlers stieg. Dann nahm

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen