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Frühstücksanthologie 2: Phantastisches Frühstück von Aichholzer, Anita (eBook)

  • Erschienen: 06.11.2014
  • Verlag: Amrun
eBook (ePUB)
3,99 €
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Frühstücksanthologie 2: Phantastisches Frühstück

Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages. Aber stell dir vor, dein Essen spricht plötzlich mit dir! Die Wurst wird zur Prinzessin, die Butter blutet und dem Brötchen entspringt ein Dschinn. Wirst du verrückt oder steckt etwas anderes dahinter? Magie oder Menschenhand? Nach diesen 22 Geschichten wirst du dein Frühstück ganz sicher mit anderen Augen sehen. Kurzgeschichten mit: Anita Aichholzer - Chili zum Frühstück Anja Ollmert - Gute Butter Bernd Meyer - Frühstück mit Hindernissen C. M. Singer - Rebeccas Sühne Simona Turini - Eine mindestens wahre Geschichte David Rohlmann - Der Dschinn im Mohnbrötchen Fred Guggenberger - Das geheime Leben der Nahrungsmittel in der Poltergasse 4 Inka Mareila -Trocken rauf und nichts dazu Mendea de Scalett - Fallakte: Red Coyote Diner Lily Beier - Das Spiegelei aus einer anderen Dimension Lora Horst - Ein himmlisch-höllisches Häppchen Markus Kastenholz - Frühstück mit Tiffany Nina Egli - Katertheater Peter Biedermann - Hannahs Traum Romana Grimm - Frühstück für Millionen Sabine Frambach - Ein Frühstückslied in Prosa oder eine Geistergeschichte zum Frühstück Sabine Osman - Die Queste der Frau Wirtin Sabrina ?elezný - Das Frühstücksei des Kolumbus Tanja Rast - Witwe Tifony Charly Blood - Kaffee, mit Liebe gemacht Rike Winthert - Marmelade Wolfgang Rendl - Das letzte Frühstück

Produktinformationen

    Größe: 930kBytes
    Herausgeber: Amrun
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 190
    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    ISBN: 9783944729596
    Erschienen: 06.11.2014
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Frühstücksanthologie 2: Phantastisches Frühstück

Anita Aichholzer

Chili zum Frühstück

Neben ihm baumelte sein kleiner Bruder im Wind. Er war ein bisschen kleiner und noch deutlich grüner. Er war genau neben ihm geboren worden. Er konnte sich noch gut daran erinnern, als die Biene zu seiner Mutter geflogen war. Als er sie beobachtet hatte, war ihm schlagartig klar geworden, dass er gerade die Zeugung seines Bruders beobachtete. Fasziniert hatte er die Biene angestarrt.

Unsanft erwachte er, als er mit einem Ruck von seiner Mutter getrennt wurde. Er sah gerade noch seinen Bruder in der Entfernung verschwinden, dann wurde es düster. Irritiert schwirrte er durch seinen Körper. Hin und her eilte er, doch fand keine Stelle, an der er hinaussehen konnte.

Plötzlich wurde es hell und nass. Er zog sich ganz ins Innere einer Zelle zurück, zu gruselig war ihm, was rund um ihn vorging. Alles bewegte sich und schien sich zu verändern. Nach einer Weile wurde es wieder ruhig und er streckte vorsichtig seine Fühler aus. Erstaunt stellte er fest, dass sein Reich viel kleiner war als bisher. Er setzte sich an den Rand und sah hinaus. Dünne rote Streifen lagen neben ihm verteilt. Sie sahen seinem Bruder ähnlich. Er brauchte eine Weile, bis ihm klar wurde, dass die Streifen von ihm selbst stammten.

Er beobachtete sie einige Momente. Doch obwohl er darüber nachdachte, dass sein Heim in Stücken lag, stellte sich keine Sehnsucht nach diesen Stücken ein, es störte ihn nicht weiter, dass sie dort neben ihm lagen.

Eins nach dem anderen verschwanden sie, wurden aufgeklaubt von Fingern, die er schon kannte, und auf etwas Gelbes gelegt. Immer wieder hatten diese Finger ihn berührt. Sanft tastend zuerst, dann auch leicht drückend. Er war sicher, dass sie es gewesen waren, die ihn so unsanft von seiner Mutterpflanze entfernt hatten.

Plötzlich wurde auch er erfasst. Schnell verließ er seinen Aussichtsposten, raste durch die Flüssigkeit und stoppte in einer Zellwand, um sich dort festzuhalten, während seine Bleibe noch stärker zerkleinert wurde. Etwas Weißes leuchtete neben ihm auf und als es verschwand, gab es kurz den Blick auf braune und gelbe Krümel frei. Doch die Aussicht währte nicht lange. Dunkel und warm wurde es um ihn und die wilden Bewegungen ließen nach. Aber irgendetwas setzte seinem Zuhause weiter zu. Rund um ihn begann es sich langsam aufzulösen.

Seltsam fühlte sich das an, verdaut zu werden. Zuerst hatte er Angst, dass er sterben würde, doch bald löste er sich von seiner Angst und bemerkte, dass er nicht mehr in seiner ursprünglichen Hülle gefangen war. Neugierig sah er sich um. Im Dunkel, das hier herrschte, konnte er die Dinge nur erahnen und so begann er nach Licht zu suchen. Er glitt durch seltsame Zellwände, wurde von pulsierenden Strömungen abgelenkt und begutachtete kleine Wesen, die hier zu leben schienen. Aber sie bemerkten ihn weder wenn er sie ansprach noch reagierten sie, wenn er sich ihnen in den Weg stellte.

Ihn langweilten die Kleinen bald und er zog weiter. Immer heller wurde es um ihn und plötzlich war er an der Oberfläche angekommen. Er suchte sich ein nettes Plätzchen und blickte hinaus.

Hinaus zu sehen, das war immer seine Lieblingsbeschäftigung gewesen. Wohl schon seit mehreren Leben, denn was er hier sah, kam ihm bekannt vor. Neugierig betrachtete er das Bild, zu dem ihm keine Worte einfallen wollten.

"Käsebrot?", gab ihm etwas von außen vor und er sah sich um.

Nach den ganzen Erlebnissen mit den kleinen Wesen hatte er nicht erwartet, hier jemanden zu treffen, mit dem er kommunizieren konnte.

"Wer bist du?", fragte er zurück, noch immer nach dem Sprecher suchend.

"Er heißt Peter", antwortete die Stimme, "u

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