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Geliebte der Dunkelheit Der Bund der Schattengänger 11 - Roman von Feehan, Christine (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 12.09.2016
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Geliebte der Dunkelheit

Sie sind die Schattengänger, eine Gruppe herausragender Kämpfer, deren Fähigkeiten durch den genialen Wissenschaftler Dr. Peter Whitney verstärkt wurden. Einer von ihnen ist Wyatt Fontenot, ein Mann von geradezu tödlicher Schnelligkeit und Schönheit. Ein Mann, den die verführerische Pepper gerade dringend an ihrer Seite braucht, denn die drei kleinen Mädchen, die sich in Peppers Obhut befinden, schweben in höchster Gefahr. Kann Wyatt Pepper und ihren Schützlingen helfen? Und können Wyatt und Pepper der ebenso magischen wie verbotenen Anziehungskraft, die sie aufeinander ausüben, widerstehen?

Christine Feehan wurde in Kalifornien geboren, wo sie heute noch mit ihrem Mann und ihren elf Kindern lebt. Sie begann bereits als Kind zu schreiben und hat seit 1999 mehr als sechzig Romane veröffentlicht, die in den USA mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet wurden und regelmäßig auf den Bestsellerlisten stehen. Auch in Deutschland ist sie mit ihrer Schattengänger-Serie, den Drake-Schwestern und der Sea-Haven-Saga äußerst erfolgreich.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 544
    Erscheinungsdatum: 12.09.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641190033
    Verlag: Heyne
    Originaltitel: Viper Game - Ghostwalker Book 11
    Größe: 2142 kBytes
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Geliebte der Dunkelheit

1

WYATT FONTENOT VERTÄUTE sein Propellerboot, blieb dann im Dunkeln stehen und lauschte den vertrauten Geräuschen des Bayou. Er war in diesen Sümpfen aufgewachsen, mit dem Quaken der Ochsenfrösche, dem Knurren der Alligatoren und dem platschenden Geräusch, mit dem die Schlangen sich von den Zypressen ins trübe Wasser fallen ließen, und das unaufhörliche Summen der Insekten war sein Schlaflied gewesen. In dieser Gegend brachte der rieselnde Regen keine Abkühlung, sondern verstärkte die Hitze eher, denn er hüllte alles in Feuchtigkeit und den atemberaubenden Duft des Marschlandes.

Langsam ließ Wyatt den Atem entweichen und weidete sich einfach an dem Anblick, der sich ihm bot. Er hatte sich im Bayou immer zu Hause gefühlt. Eigentlich war er nie besonders gern woanders hingefahren, doch im Moment war er nicht sicher, ob die Entscheidung, so bald zurückzukehren, wahnsinnig klug gewesen war. In Städten konnte er nicht atmen, doch nun, da er nach Hause gekommen war, fühlte sich seine Brust wie zugeschnürt an und sein berüchtigtes aufbrausendes Temperament grummelte in der Magengrube.

"Alles in Ordnung?", fragte Malichai Fortunes leise. Er stand gleich links neben Wyatt, im tiefen Schatten der ausladenden Zypressen und war nicht zu sehen, solange er sich nicht bewegte.

Wyatt sah zu ihm hinüber. Malichai war ein großer Mann, kaltblütig und muskelbepackt, mit seltsamen, beinahe goldenen Augen, die einen auf den ersten Blick durchschauten. Wyatt hatte gelernt, ihm vorbehaltlos zu vertrauen. Sie waren beide todmüde und erschöpft. Vier Monate mit über vierhundert Rettungseinsätzen, die meisten in "heißen" Kriegsgebieten. Der letzte davon war komplett den Bach runtergegangen und sie beide gleich mit.

"Ja, alles in Ordnung. Ich genieße nur den Duft der Heimat", erwiderte Wyatt.

Pfeifentabakgeruch stieg ihm in die Nase. Ein leichter Wind rauschte durch die Bäume und ließ die Äste gespenstisch hin- und herschwingen. Es hatte ihm immer Spaß gemacht, seine Freunde aus der Stadt nachts in den Sumpf mitzunehmen und ihnen einen Mordsschrecken einzujagen, ehe er sie in eine der umliegenden Bars führte, wo sie sich betrinken und mit jedem anlegen konnten, der sie falsch ansah.

Er hatte gelernt, mit Schnur und Messer zu fischen. Und zur Not auch einen Alligator mit dem Messer zu töten. Er war einer der besten Jäger in den Sümpfen. Nur wenige der Jungs, die ihn kannten, hatten ihn je zum Kampf herausgefordert. Sein Wort galt viel in der Gegend. Er hatte lange und hart studiert, um Arzt zu werden, Chirurg, damit er nach Hause zurückkehren und den Leuten im Bayou helfen konnte. Nicht, dass er nicht hätte gehen können - er hatte nicht gehen wollen . Das war ein gewaltiger Unterschied.

Wieder atmete Wyatt bewusst aus und fuhr sich mit der Hand übers Gesicht. Er wünschte, er könnte die Erinnerung an seine eigene verdammte Dummheit auch so einfach wegwischen.

"Hast du deiner Grand-mère gesagt, dass wir bei dir sind?", fragte Ezekiel Fortunes, Malichais Bruder, leise. Viel zu leise. Es klang eher wie das leise Grummeln einer Raubkatze auf der nächtlichen Pirsch.

Wyatt betrachtete den dritten Mann im Boot, der rechts von ihm stand. Ezekiel war etwas kleiner als seine Begleiter, hatte jedoch den gleichen kräftigen Körperbau. Und seine seltsamen bernsteinfarbenen Augen glühten so wie die der anderen im Dunkeln. Alle drei Männer sahen bei Nacht ebenso gut wie am Tag, was ihnen bei nächtlichen Kampfeinsätzen einen entscheidenden Vorteil verschaffte.

"Ja, Nonny erwartet uns alle drei", sagte Wyatt. "Und ihr zwei solltet euch besser gut benehmen. Sonst packt sie euch bei den Ohren, das kann sie richtig gut." Er rieb sich das Ohr, und ein kleines Grinsen erschien auf seinem Gesicht, als er an einige Gelegenheiten dachte, bei denen sie ihm die Ohren langgezogen hatte. "Auf Kriegswunden nimmt sie dabei keine Rücksicht."

"Ist sie eine gute Köchin?", fragt

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