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Hohlbein Classics - Im Tempel der Schatten Ein Gespenster-Krimi von Hohlbein, Wolfgang (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.06.2016
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Hohlbein Classics - Im Tempel der Schatten

Jetzt zum ersten Mal als E-Book verfügbar: Die Reihe 'Hohlbein Classics' versammelt die frühen Werke von Wolfgang Hohlbein, die seinerzeit im Romanheft erschienen sind. Die Story: Moron ist angeschlagen! Von Damona King verletzt, muss er fliehen. So sieht es jedenfalls aus. In Wirklichkeit plant er schon den Tod, die endgültige Niederlage der weißen Hexe! Im Tempel der Schatten kommt es zu einer letzten Begegnung der Todfeinde. Und Moron spielt seinen Trumpf aus - einen gewaltigen schwarzen Kristall, in dem Alpträume Wirklichkeit werden. Als der Stein sich öffnet und Damona verschlingt, scheint das Schicksal der Hexe besiegelt ... 'Im Tempel der Schatten ' erschien erstmals am 27.11.1984 unter dem Pseudonym Henry Wolf als Teil der 'Damona-King'-Serie in der Reihe 'Gespenster-Krimi'. Der Autor: Wolfgang Hohlbein ist der erfolgreichste deutschsprachige Fantasy-Autor mit einer Gesamtauflage von über 40 Millionen Büchern weltweit.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 14.06.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732514328
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Größe: 598 kBytes
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Hohlbein Classics - Im Tempel der Schatten

Im Tempel der Schatten

von Henry Wolf

Die weiße Hexe ist eine begehrenswerte Frau. Doch Dämonen haben keinen Sinn für Schönheit. Ihre Ziele sind Chaos und Verderben. DAMONA stellt sich auf die Seite der Menschen, kämpft in fernen Zeiten und Dimensionen für das Licht. Ihre Waffen sind ein HEXENHERZ - und ihre Weiblichkeit ...

Das Zimmer war groß und in hellen, freundlichen Farben gehalten. Kostbare Teppiche und bunte, liebevoll geknüpfte Bildläufer bedeckten den Boden, und der rohe graue Stein, aus dem die Wände bestanden, war nur hier und da hinter den Vorhängen und Bildern zu sehen. Die Einrichtung hätte jedem Fürstenhaus der Erde zur Ehre gereicht, und die Luft roch nach teuren Parfüms und kostbaren Ölen. Und trotzdem, trotz all der Pracht und Verschwendung, die den Raum schon fast ein wenig überladen erscheinen ließen, war er nicht mehr als ein Gefängnis ...

Ein sanfter Windzug wehte von draußen herein und ließ die grauen Vorhänge vor den hohen, spitz zulaufenden Fenstern rascheln. Der Wind roch nach Wärme und frisch geschnittenem Gras, und mit ihm drangen die Geräusche der Stadt zu ihr herauf: das Summen und Raunen der Menschenmenge, die sich auf den schmalen Straßen bewegte, das Wiehern von Pferden, Musikfetzen, die hektischen Hammerschläge einer Schmiede ...

Damona schloss für einen Moment die Augen und ballte die Fäuste; so heftig, dass es schmerzte. Sie musste sich immer öfter ins Bewusstsein rufen, dass nichts von dem, was sie sah und hörte, fühlte und roch, echt war. Diese ganze Welt war nichts als eine Illusion, unglaublich, geschickt gemacht und perfekt bis ins letzte Detail, aber trotzdem nur eine Illusion, zu keinem anderen Zweck erschaffen, als sie zu täuschen.

"Ihr wisst, dass das nicht stimmt, Erhabene", sagte eine Stimme hinter ihr.

Damona widerstand der Versuchung, sich herumzudrehen und Moron anzusehen. Er war schon eine ganze Weile hier, eine Stunde oder länger, aber sie hatte sich nach Kräften bemüht, ihn zu ignorieren.

"Du liest meine Gedanken", stellte sie fest, ohne den Blick vom Fenster zu wenden. Irgendwo im Osten waren Berge, so weit entfernt, dass sie nur als verschwommene Schatten im Dunst des Morgens zu erkennen waren.

"Natürlich", antwortete Moron ungerührt. "Was habt Ihr erwartet, Erhabene?"

Gegen ihren ursprünglichen Willen fuhr sie nun doch herum und funkelte ihn zornig an. "Nenn mich nicht so", schnappte sie.

In Morons Augen blitzte es spöttisch auf. "Aber Ihr seid es doch." Er hatte wieder die Gestalt angenommen, in der er Damona das erste Mal begegnet war - die Gestalt eines breitschultrigen, sehr großen jungen Mannes mit schmalem Gesicht und sandfarbenem Haar, sehnigen Händen und dunklen, durchdringenden Augen. Sein Arm hing jetzt in einer Schlinge. Die Verletzung, die ihm Damona bei ihrem Kampf in Kings Castle zugefügt hatte, war noch immer nicht geheilt. Im Gegenteil: Selbst auf dem frischen Verband war ein dunkler Fleck zu sehen, der deutlich bewies, dass die Wunde noch immer blutete.

"Erhabene ..." Damona seufzte, schüttelte den Kopf und lehnte sich müde gegen die Wand. Sie fühlte sich leer und zerschlagen, so erschöpft wie niemals zuvor in ihrem Leben, obwohl sie seit Tagen in diesem Zimmer war und nichts anderes tat, als zu schlafen und zu warten. Vielleicht war es der bittere Geschmack der Niederlage, den sie fühlte. Einer Niederlage, die so gewaltig war, dass sie sie wahrscheinlich noch immer nicht in aller Konsequenz begriffen hatte.

"Du nennst mich Erhabene", fuhr sie nach einer Weile und ohne Moron dabei anzusehen, fort. "Und dabei hältst du mich gefangen wie ein Tier."

"Ein Wort von Euch genügt, Erhabene, und Ihr könnt diesen Raum verlassen und Euch auf den Thron setzen, der auf Euch wartet."

Damona sah auf, starrte Moron einen Moment lang an und senkte erneut den Blick. Moron musste ihre Gedanken nicht einmal lesen, um zu wissen, wie ihre Antwort aussa

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