text.skipToContent text.skipToNavigation

Ich bin viele Roman von Taylor, Dennis E. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.07.2018
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
11,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Ich bin viele

Bob kann es nicht fassen. Eben hat er noch seine Software-Firma verkauft und einen Vertrag über das Einfrieren seines Körpers nach seinem Tod unterschrieben, da ist es auch schon vorbei mit ihm. Er wird beim Überqueren der Straße überfahren. Hundert Jahre später wacht Bob wieder auf, allerdings nicht als Mensch, sondern als Künstliche Intelligenz, die noch dazu Staatseigentum ist. Prompt bekommt er auch gleich seinen ersten Auftrag: Er soll neue bewohnbare Planeten finden. Versagt er, wird er abgeschaltet. Für Bob beginnt ein grandioses Abenteuer zwischen den Sternen - und ein gnadenloser Wettlauf gegen die Zeit ...

Dennis E Taylor ist tagsüber Programmierer, nachts schreibt er. Mit "Ich bin viele" ist ihm der Auftakt einer erfolgreichen Roman-Reihe gelungen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 464
    Erscheinungsdatum: 09.07.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641224813
    Verlag: Heyne
    Serie: Bobiverse Bd.1
    Originaltitel: We are Legion - Bobiverse Book 1
Weiterlesen weniger lesen

Ich bin viele

01

Bob Version 1.0

"Sie ... werden mir also den Kopf abschneiden." Ich musterte den Verkaufsberater mit hochgezogener Augenbraue. Damit wollte ich ihn aus der Reserve locken. Ich wusste es, er wusste es, und ich wusste, dass er es wusste.

Er grinste mich an und war bereit, bei dem Spiel mitzuspielen, solange ich und mein Geldbeutel ihm unsere Aufmerksamkeit schenkten. "Mr. Johansson ..."

"Nennen Sie mich doch bitte Bob. Sonst habe ich noch das Gefühl, dass Sie mit meinem Vater sprechen."

Der Vertreter von CryoEterna - laut seinem Namensschild hieß er Kevin - nickte und deutete auf das große Plakat, auf dem der kryonische Prozess in allen grausigen Einzelheiten dargestellt war. Ich bemerkte seinen Armani-Anzug und den Hundert-Dollar-Haarschnitt. Anscheinend ließ sich mit der Kryonik Geld verdienen.

"Bob, es hat keinen Sinn, den ganzen Körper einzufrieren. Denken Sie daran, es geht darum, auf neue Behandlungsmethoden zu warten, mit denen man das kurieren kann, was Sie getötet hat. Sobald man dazu in der Lage ist, Ihre Leiche wiederzubeleben, wird es wahrscheinlich auch möglich sein, einen komplett neuen Körper für Sie wachsen zu lassen. Tatsächlich wird das sogar einfacher sein, als den alten wieder zusammenzuflicken."

Das klingt derart verrückt, dass es wahrscheinlich genau so kommen wird. "Okay, Kevin, Sie haben mich überzeugt." Ich warf einen Blick auf die Unterlagen, die er vor mir ausgebreitet hatte. "Zehntausend Dollar Vorschuss, jährliche Zahlungen, Versicherung ..." Kevin wartete geduldig und ohne mich zu unterbrechen ab, bis ich die Informationen überflogen hatte. Mein plötzlicher Wohlstand war mir zwar ziemlich zu Kopf gestiegen, aber nach knapp einem Jahrzehnt als Ingenieur und Geschäftsinhaber war es mir in Fleisch und Blut übergegangen, immer zuerst das Kleingedruckte durchzulesen, bevor ich einen Vertrag unterschrieb.

Als ich das Gefühl hatte, nichts übersehen zu haben, unterzeicnete ich, stellte einen Scheck aus und schüttelte Kevin die Hand.

"Sie sind jetzt ein Kunde von CryoEterna Inc.", sagte er und reichte mir eine Visitenkarte. "Lassen Sie die immer in Ihrer Brieftasche. Wenn Sie sterben, wird man uns kontaktieren. Und sobald Sie für tot erklärt sind, werden wir ..."

"... mich köpfen."

"Genau. Und Ihren Kopf einfrieren, bis die Medizin so weit fortgeschritten ist, dass wir Sie wieder zurückholen können. Die Erläuterungen, wie Sie Ihr Vermögen in einem Treuhandfonds anlegen, finden Sie in den Informationsbroschüren." Kevin reichte mir einen dicken, leuchtend blauen Ordner mit einem dezenten Wolkenmuster. Auf dem vorderen Deckel prangte das Logo der Firma. "Die offiziellen Dokumente werden wir ausdrucken und Ihnen mit der Post nach Hause schicken. Willkommen bei CryoEterna." Damit streckte er die Hand aus, und ich schüttelte sie erneut.

Als ich das CryoEterna-Verkaufsbüro verließ, machte ich einen kleinen Freudensprung. Der Treuhandfonds war längst eingerichtet, aber ich hatte Kevin nicht verraten wollen, dass ich mich bereits vor unserem Gespräch zur Unterschrift entschieden hatte. So einfach hatte ich ihm seinen Job nun auch wieder nicht machen wollen. Ich war mir nicht sicher, ob ich gerade eine besonders schlaue Investition in meine Zukunft getätigt hatte oder ob das Ganze eine unsagbar dämliche Geldverschwendung darstellte. Aber eigentlich war es mir egal. Die Kaufsumme, die Terasoft für mein IT -Unternehmen hinlegen wollte, würde mir bis an mein Lebensende ein gutes Auskommen ermöglichen - und nun auch darüber hinaus.

Ganz zu schweigen von meinem stark verbesserten Lebensstandard. Ich war von Anfang an jedes Jahr bei der Vortex SF - Convention in Las Vegas gewesen, aber dieses Mal gehörte ich nicht mehr zum einfachen Fußvolk. Während ich die zwei Blocks von der CryoEterna-Niederlassung zum Convention-H

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen