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Im Bann der Finsternis Mars - der Krieger des Lichts von Short, Marc (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 31.07.2018
  • Verlag: Shadodex-Verlag der Schatten
eBook (ePUB)
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Im Bann der Finsternis

Der Kampf zwischen Göttern und Vampyren ist nicht mehr aufzuhalten. Jetzt, da der Götterbote verbannt wurde, ist es an Mars, dem Kriegsgott, seine Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Dabei trifft er eine alte Liebe, die Amazonen-Königin Ortrera, wieder und findet seine Herausforderung in der Vampyrin Shanti. Schon einmal ist er ihr begegnet, doch diesmal sind es ganz andere Voraussetzungen. Wird Mars das Tal der Amazonen verraten, um seinen Dolch wiederzuerlangen und damit seinen Seelenstein? Und was wird aus der Vampyrin Shanti, wenn sie erfährt, dass ein Teil einer ganz besonderen Nymphe ihr innewohnt? Marc Short wurde 1986 in München geboren und hat bereits in mehreren Anthologien Kurzgeschichten und Lyrik veröffentlicht. Dabei verwebt er Fantasy mit Mystery und Mythologie und schafft so Fantasy der ganz eigenen Art. 'Im Bann der Finsternis: Mercure - der Bote des Lichts' ist sein Debütroman. Nach diesem Band erscheint nun mit 'Mars - der Krieger des Lichts' die Fortsetzung. Warum er so gern schreibt? Schreiben ist der Moment, in dem sein Geist auf besondere Reisen geht. Manchmal auch auf jene, die ihn direkt hinein in die Finsternis führen. Doch das Licht bleibt immer gegenwärtig und zeigt all seine Facetten. Er sagt von sich: 'Wenn sich leere Seiten mit Worten füllen, ist das immer wieder etwas ganz Besonderes. Und wenn das Geschriebene dann noch die Herzen der Leser und Leserinnen erreicht, nun, das muss man erleben!' In seiner Freizeit kommt neben dem Schreiben auch das Lesen nicht zu kurz. Zudem liebt er Sport, Musik und die Poesie.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 308
    Erscheinungsdatum: 31.07.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783946381457
    Verlag: Shadodex-Verlag der Schatten
    Größe: 832 kBytes
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Im Bann der Finsternis

Prolog

Im Amazonental

Schmerzen. Ich fühlte sie schon lange nicht mehr. Körperlich hatte ich sie abgestellt, seit ich denken kann - also seit ich geboren wurde. Anders hätte ich wohl nicht überlebt. Doch das ist eine andere Geschichte. Sie ginge zu tief. Und ich möchte davon jetzt weder erzählen noch mich daran erinnern.

Ich senkte meinen Blick und sah auf meine Hände. Sie wirkten wie die Pranken eines Silbertigers, nur dass meine Nägel geschliffener und kürzer waren als deren Krallen. Was nicht hieß, dass sie weniger tödlich wären.

Ich schrie auf, schlug mit der Faust gegen einen der roten Felsen und erinnerte mich an das erste Mal, als ich so einem Tier gegenüberstand. Das Fell: weiß mit schwarzen Streifen. Die Augen: von einem Blau wie das Wasser der Arktis. Der Gang: so majestätisch, als würde ihnen das Tal gehören. Sie waren wie ich, und manchmal habe ich mich gefragt, ob sie nicht sogar mehr waren.

Wieder schlug ich mit der Faust gegen das Gestein, und diesmal begleitete ein Donnerhall meinen durchdringenden Schrei. Hier am Fuß des roten Felsmassivs, am Sandhof, wo der Dschungel begann, fand man mich oft. Die Farbmalerei dieser gelben bis roten Töne, das zerklüftete und mahnende Landschaftsbild hatte etwas Beruhigendes, etwas Heimatliches. Doch nicht heute. Vielleicht nie mehr. Mein Atem ging rasselnd wie der eines Bullen im Todeskampf, mein Kiefer war gespannt. Warum nur empfand ich jedes verdammte Mal diesen Schmerz in mir, wenn ich sie sah?

Venus , dachte ich, mein Abendstern . Allein diese Worte sagten mehr, als ich mir eingestehen mochte. Als ich mir eingestehen konnte.

Plötzlich vernahm ich ein Rascheln im hohen Gras. Die Halme und Gräser waren knie- bis hüfthoch. Die Färbungen reichten von oliv- bis jadegrün. Ich hätte die veränderten Nuancen längst erfassen und einordnen müssen.

Aber nicht heute.

Waren das meine Gedanken oder die eines anderen? Sie hatten einen süßlich tröstenden Klang.

Mein Magen knurrte, und mein Torso spannte sich an - ein klares Zeichen, dass mir Gefahr drohte. Doch in diesem Umfeld ist jeder andere machtlos. Wer also wagte sich heran?

Ich ließ den Blick schweifen, konnte aber nur schwer etwas wahrnehmen. Immer wieder zog der Begriff Abendstern durch meinen Geist. Und diese Umgebung hatte etwas damit zu tun.

Sie und ich, waren wir nicht schon vor unserer Geburt miteinander verbunden gewesen? Dazu verdammt - ich wollte dieses Wort nicht mehr zwischen meine Lippen legen, aber es gab kein anderes -, uns auf ewig anzusehen und aus dem Weg zu gehen? Zumindest unseren Gefühlen. Oder wenigstens ich meinen?

"Großer Krieger. ... So klein. ... Heute", zischelte es süßlich aus dem Gras. Noch immer konnte ich nichts erkennen, dabei war der Schatten bereits auf gut drei Meter heran. Ich versuchte, eine Duftnote zu erhaschen. Sie verging mit dem Wind, so wie die Worte mit dem Blätterrauschen verflogen. Amazonen , dachte ich. Doch nur eine Königin würde sich so nah an mich heranwagen. Und nur eine konnte dies, ohne den Tod fürchten zu müssen. Viele hatten mich getröstet, manche waren danach nie wieder erwacht - sie hatten es in Kauf genommen. Diese jedoch hatte es überlebt, und jetzt suchte sie mich und meine kalte Nähe ein ums andere Mal heim. Ich konnte ihr nicht ausweichen, nicht in meiner Lage und Situation. Ich befand mich sprichwörtlich im Venuskreis .

Nur ein Mal hatte ich sie bekommen, hatte ich sie genommen. Seitdem bin ich verflucht. Seit diesem Tag trage ich diesen Schmerz in mir.

Lang ist es her. Ich war mehr ein junger Krieger als ein erfahrener gewesen. Damals waren ich, Mercure und Venus noch in Arkadien und sind dort unserer Bestimmung nachgegangen.

"Sehnsucht. ... Nach der Stille. ... Der Zeit", zischte die Amazone.

Die Worte kamen, und sie gingen. Sie liefen mir über

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