text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Im Schatten des Saturn Die War-Dogs-Trilogie 2 - Roman von Bear, Greg (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.07.2016
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
9,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Im Schatten des Saturn

Vom Regen in die Traufe
Seine jüngste Mission führt Sergeant Michael Venn und seine Crew auf den größten Saturnmond Titan. Hier hofft Venn, mehr über die geheimnisvollen Alien-Artefakte herauszufinden, die kürzlich auf dem Mars entdeckt wurden und die möglicherweise endlich das Rätsel um den Ursprung des Lebens in unserem Sonnensystem lösen können. Doch Titan ist das Zentrum des interstellaren Krieges zwischen zwei Alien-Völkern, den Antags und den Gurus. Für Venn und sein Team beginnt ein galaktisches Abenteuer, bei dem Feinde zu Freunden und Freunde zu Feinden werden ...

Greg Bear wurde 1951 in San Diego geboren und studierte dort englische Literatur. Seit 1975 als freier Schriftsteller tätig, gilt er heute als einer der ideenreichsten wissenschaftlich orientierten Autoren der Gegenwart. Etliche seiner Romane wurden zu internationalen Bestsellern.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 432
    Erscheinungsdatum: 11.07.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641164829
    Verlag: Heyne
    Serie: Die War-Dogs-Trilogie Vol.2
    Originaltitel: Killing Titan - War Dogs Book 2
    Größe: 707 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Im Schatten des Saturn

Es ist ein Leben

Noch halb im Schlaf, in die Laken gehüllt, fühle ich einen nicht sehr sanften Stoß im Innern meines Kopfes, wie von jemandem, der in meinem geistigen Dachboden kramt und alte Truhen öffnet. Ich bin zu müde und zu entmutigt, um mich zur Wehr zu setzen. Erinne rungen kommen in Wellen. Erinnerungen, die manchmal nichts erklären, wie vom Zufall ausgewählte Wrackteile, die an meinen verwinkelten Strand gespült werden. Starke Gefühle begleiten sie gelegentlich.

Sehen wir uns dich und Joe an.

Joe Sanchez und ich sind, bevor wir Skyrines wurden, einen langen gemeinsamen Weg gegangen, voller Kurven. Mir scheint, er ist immer da und immer da gewesen. Aber natürlich gibt es Lücken, und einige von ihnen sind ziemlich groß, zum Beispiel die vor unserem ersten Absprung auf den Mars. Über ein Jahr bekam ich ihn nicht zu Gesicht, während der letzten Phase der Ausbildung. Ich dachte, man hätte ihn vielleicht für ein Spezialtraining ausgewählt, aber als er erschien, war alles in Ordnung. Er meinte, er hätte was mit einer Lady in Virginia am Laufen gehabt, während er die Offiziersschule des Virginia Military Institute besuchte. Ich habe selten, wenn überhaupt jemals, Grund gehabt, an Joes Wort zu zweifeln.

Und dann natürlich der letzte Sprung auf den Mars. Er ging vor uns runter, und wir trafen uns im Drifter. Dort gab's keine Erklärungen, abgesehen davon, dass unsere Einheiten im letzten Moment neue Einsatzorder erhielten.

Aber es kam auch zu einzelnen, klar abgegrenzten Momenten, die wie Anfänge erschienen. An einen davon denke ich, während ich mit geschlossenen Augen im Bett liege. Ich kann fast die untergehende Sonne sehen, die Wolken am westlichen Horizont.

Das Gerüst.

Damals hätten Joe und ich uns fast umgebracht.

Ich denke, jeder Skyrine, jeder Kämpfer für die Nation - ein politisch und sozial isolierter Klub -, beginnt mit dem Glauben an Reinheit und Größe von Gefahr und Abenteuer. Als Kind bin ich sehr abenteuerlustig gewesen, was mich manchmal in Lebensgefahr und in Konflikt mit dem Gesetz brachte. Ich war leichtsinnig und unbesonnen, aber auch schlau und gerissen, weshalb ich nur selten in eine Klemme geriet, aus der ich mich nicht aus eigener Kraft befreien konnte. Aber bevor ich sechzehn wurde, habe ich mich dreimal in eine Situation gebracht, die mich fast das Leben gekostet hätte.

Einmal folgte ich dem Verlauf von Bahngleisen, in Südkalifornien, nicht weit von Pendleton entfernt, wo noch immer junge Skyrines untergebracht sind und ausgebildet werden. Ich war mit Joe zusammen. Ich war praktisch immer mit Joe zusammen, wenn es nicht darum ging, Mädchen aufzureißen - das machten wir getrennt voneinander.

Damals hatte Joe Sanchez braunes Haar. Er war eine Art Huck-Finn-Typ, ein Jahr älter und so schlau wie ich, was viel bedeutete, denn ich hielt mich selbst für sehr schlau. Sein Einfallsreichtum ging sogar noch über meinen hinaus. Wir kannten uns seit zwei Jahren, fühlten uns sehr wohl miteinander und waren auf der Suche nach Abenteuern.

Junge Männer, die sich für schlau halten, schmieden keine geraden, linearen Pläne, sondern versuchen, um tausend Ecken zu denken und Dinge auszuprobieren, die ihren Scharfsinn beweisen. Die Welt auf die Probe zu stellen, darauf kommt es ihnen an. Das ist ihre Aufgabe. Unsere Aufgabe.

Unser hochintelligenter Plan sah vor, dass wir dem Verlauf der Gleise folgten und zur Seite sprangen, wenn ein Zug um die Landzunge kam, durch einen Einschnitt in den Del Mar Hills und hinten am Torrey Pines State Beach vorbei. Wir gaben acht, gingen an den Gleisen entlang und sprangen beiseite, wenn Zug maschinen und Waggons herangerauscht kamen. Ei nige Male heulten beeindruckend laute Sirenen, und die Lokführer warfen uns bitterböse Blicke zu, als ihre stählernen Ungeheuer sie an uns vorbeitrugen.

Doch dann stießen wir auf eine Brücke, die über einen Priel führte

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen