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Im Zeichen der Finsternis Die Erleuchtete 3 - Roman von Agresti, Aimee (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.07.2015
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
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Im Zeichen der Finsternis

In New Orleans konnte Haven Terra einen Angriff des Bösen gerade noch abwehren - und das nur, weil sie als angehender Engel besondere Kräfte besitzt. Doch der Schock sitzt tief: Denn auf der anschließenden Flucht entführten die Abgesandten der Hölle Havens große Liebe Lance. Durch ihn planen die Dämonen, die Welt endgültig ins Dunkel zu stürzen, denn für ihre Revolution müssen sie in Paris einen Engel opfern: Lance. Gemeinsam mit ihrem Freund Dante eilt Haven nach Frankreich, um Lance zu retten und das Böse aufzuhalten. In der geheimnisvollen Stadt der Lichter kommt es zum alles entscheidenden Kampf ...

Aimee Agresti ist Journalistin und Autorin. Sie schreibt regelmäßig für 'US Weekly' und führte bereits zahlreiche Interviews mit verschiedenen Berühmtheiten. Zudem erschienen ihre Beiträge in 'People', der 'Washington Post', 'Mademoiselle' und dem 'New York Observer'. Mit ihrer Trilogie um Haven Terra, 'Die Erleuchtete', eroberte sie die amerikanische Romantasy-Gemeinde im Sturm. Aimee Agresti lebt in Washington, D.C.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 512
    Erscheinungsdatum: 20.07.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641161576
    Verlag: Goldmann
    Serie: Die Erleuchtete Bd.3
    Originaltitel: Initiate
    Größe: 889kBytes
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Im Zeichen der Finsternis

1

Ich kann nicht fassen,
dass er das riskiert hat

L ance . Der Klang seines Namens schmerzte, er ließ Zorn in mir aufsteigen, der sofort von einem Gefühl des Scheiterns verdrängt wurde. Meines Scheiterns. Die anderen hatten begonnen, wild durcheinanderzureden, sie stellten Hypothesen auf, schmiedeten Pläne und brüllten gegen den laut heulenden Wind und den in dicken Tropfen auf uns herabprasselnden Regen an. Keiner von uns hatte den Kampf der Nacht unversehrt überstanden: Unsere zerfetzten und durchnässten Klamotten klebten an unseren lädierten, von Blutergüssen übersäten Körpern. Wunden und Schrammen zeichneten unsere Haut, Verbrennungen von unserem Zusammentreffen mit den Gesandten der Unterwelt. Aber wenigstens waren wir hier. Wir hatten es geschafft.

Lance . Auf die anderen achtete ich kaum. Ich konnte es nicht ertragen, ihnen zuzuhören. Aber ich spürte Lucians Blick auf mir. Es goss wie aus Kübeln, und das gleichmäßige Rauschen des Regens blendete alles und alle anderen aus. Mir war ja nicht einmal bewusst, dass ich in der Royal Street von New Orleans immer noch mit zerkratzten Knien auf dem Asphalt kauerte, bis Lucian schließlich nach meiner Hand griff und mich schweigend hochzog. Ich sah ihn nicht an.

Lance . Was sie wohl gerade mit ihm machten? Was würden sie dem Jungen antun, den ich liebte, nur um mich zu quälen?

"Hier, sieh mal!" Dante schob mir sein Handy hin, das geheimnisvolle Mobiltelefon, von dem Lance und ich auch eins hatten, und über das wir hin und wieder rätselhafte Nachrichten erhielten. Ich schaute nicht hin, sondern starrte auf die Glut, die immer noch an der Stelle rot glomm, wo der Fürst Lance gepackt und ihn in einen Feuerring gebannt hatte, um mit ihm zu verschwinden. Ich stellte mir vor, dass sie wohl in der Unterwelt wieder sichtbar geworden waren, und ich malte mir aus, welche Schmerzen und Qualen Lance erwarteten. Ich erschauerte.

"Ich kann nicht fassen, dass er das riskiert hat", murmelte Lucian mit gepresster Stimme, und auch sein Blick fixierte die Stelle, an der eben noch der Fürst gestanden hatte.

Und das alles war meine Schuld. Ich hatte es nicht verhindert, hatte Lance nicht beschützt. Meinetwegen war er nun fort. In Gedanken ging ich die Szene immer wieder durch, ließ zu, dass sich die Erkenntnis bohrend in mir breitmachte, unternahm nichts gegen den Schmerz. Das war die Strafe für meine Selbstzufriedenheit. Ich hatte nicht zu schätzen gewusst, was vor meiner Nase lag, und viel zu viel als selbstverständlich hingenommen. Wie oft findet man jemanden, der einen versteht, der das Gleiche durchmacht wie man selbst und einen trotz aller Fehler liebt? Diesen Menschen muss man festhalten, so fest wie möglich, wenn man ihn gefunden hat. Schließlich waren Lance und ich nicht wie andere Menschen. Selbst bevor wir wussten, dass wir Engel waren, waren wir nicht wie alle anderen gewesen. Aber wir waren einander sehr ähnlich. Und wir funktionierten zusammen viel besser. Deshalb würde ich ihn zurückholen. Ich würde ihn finden, es musste einfach einen Weg geben.

Mein Herz pumpte Zorn durch meine Adern, der mich aktivierte und den lähmenden Schock durch wütende Entschlossenheit ersetzte. Es war, als sei ein Funke entfacht worden, und ohne Vorwarnung rannte ich los. Ich schüttelte Lucian, der mich zurückhalten wollte, einfach ab und raste in die Villa. Trotz des Gewitters und des Kriegs der Teufel war die Party immer noch in vollem Gange. Irgendwie war es den Feiernden mit den Mardi-Gras-Masken gelungen, unbeirrt weiterzumachen: Seit im Ballsaal im ersten Stock der Sturm durch das kaputte Oberlicht hereinwehte, war der Spaß einfach ins Erdgeschoss verlegt worden. Es schien so, als hätten all diese Menschen die Gewalt um sie herum akzeptiert und beschlossen, das Beste daraus zu machen. Sie wippten im Takt der Musik, nippten an ihren Gläsern, brüllten einander ins Ohr, um sich übe

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